Rotfuchs (Vulpes vulpes)

Ausgewachsener Rotfuchs steht auf einer Wiese

Rotfuchs

Körpergröße
70-80 Zentimeter (mit Schwanz bis zu 120 Zentimeter)

Gewicht
6-8 Kilogramm

Aussehen
Der Fuchs besitzt meist einen rotbraunen bis sehr dunklen bzw. sehr hellen Pelz mit einem langen buschigen Schwanz (Lunte).

Beschreibung

  • Vorkommen

    Er ist das Raubtier mit der größten Verbreitung auf der Erde.

  • Fortpflanzung

    Die Paarung findet zwischen Januar und Februar statt. Im April-Mai wirft die Fähe (weibliche Fuchs) drei bis fünf Jungtiere, die nach vier Monaten bereits selbständig sind. In der Zeit der Jungenaufzucht (Mai/Juni) wirkt die Fähe oft struppig und abgemagert. Dies ist jedoch ein natürlicher Zustand und nicht mit einem vermeintlichen Krankheitsbild zu verwechseln.

  • Ernährung

    Als ein Raubtier bevorzugt der Fuchs zur Ernährung primär Fleisch (Kleintiere, Insekten, Würmer, Aas und so weiter). Da er jedoch ein relativ breites Nahrungsspektrum besitzt verschmäht er auch Früchte und Beeren nicht. In der Stadt ernährt er sich bevorzugt von Abfällen, Kleintieren oder Aas.

  • Behausung

    Füchse besitzen zumeist ein Revier von bis zu 100 Hektar Größe, in welchem sie sowohl jagen als auch ihren unterirdischen Bau haben.

Füchse in der Stadt

Der Fuchs ist ein Kulturfolger, der die Stadt als Lebensraum für sich entdeckt hat. In der unmittelbaren Nähe zu den Menschen bieten sich ihm viele Möglichkeiten um seine Bedürfnisse zu decken. So ist es für ihn einfacher seinen Hunger aus einer unverschlossenen Mülltonne oder frei umherstehenden Hundenäpfen zu stillen, als mühsam im Wald auf Beutefang zu gehen. Der Fuchs ist sehr intelligent und besitzt ein ausgezeichnetes Seh-, Hör- und Riechvermögen.

Des Weiteren zeichnen ihn sein rasches Reaktionsvermögen und die hohe Lernfähigkeit aus, denen er auch seinen Ruf als “der schlaue und listige Reineke Fuchs” zu verdanken hat. Vielen Menschen ist das nacht- beziehungsweise dämmerungsaktive Tier nur als Überträger der Tollwut bekannt, wobei die wenigsten von ihnen wissen, dass die Tollwut durch Impfmaßnahmen nur noch in seltenen Fällen auftritt. Füchse fassen dank ihrer schnellen Lernfähigkeit schnell Vertrauen zum Menschen. Sie sind ihnen gegenüber nicht aggressiv und greifen Menschen nicht an, sondern versuchen ihnen im allgemeinen aus dem Weg zu gehen.

Wie verhalte ich mich bei der Begegnung mit einem Fuchs?

Zunächst sollte man in jedem Fall die Ruhe bewahren und dem Tier stets einen Fluchtweg freilassen. Da es sich bei Füchsen um Wildtiere handelt, besitzen sie in der Regel eine natürliche Scheu vor Menschen. Sie werden meist erst zum “Problem”, wenn sie durch Fütterungen “halbzahm” werden und diese Scheu verlieren.

Übertagen Füchse Krankheiten?

Die Tollwut ist heute so gut wie nicht mehr existent. Die Gefahr einer Ansteckung ist daher eher unwahrscheinlich. Dennoch sollte man stets Vorsicht walten lassen bei auffälligen Tieren. Des Weiteren gilt der Fuchs auch als Überträger des Fuchsbandwurms. Generell ist die Ansteckungsgefahr hierfür in Deutschland sehr gering. Trotzdem sollte man keine toten Tiere anfassen und Nahrung, die man selbst gesammelt beziehungsweise gepflückt hat vor dem Verzehr gründlich waschen.

Sind Füchse gefährlich für Katzen?

Für ausgewachsene Katzen stellt der Fuchs keine Gefahr dar, jedoch sollten sich im freien befindliche Kleintiere nachts besser ins Haus kommen.