Bauvorhaben
Im neuen Stadtquartier „Insel Gartenfeld“ in Berlin Spandau im Ortsteil Siemensstadt plant die HOWOGE den Bau einer Gemeinschaftsschule für 1.326 Schüler*innen samt den zugehörigen Sport- und Freiflächen. Errichtet wird die Schule nach dem Berliner Compartmentkonzept, wodurch eine zeitgemäße Pädagogik ermöglicht wird. Neben der Schule beherbergt das Gebäude einen vom Bezirksamt Spandau betriebenen „Verbundstandort“ für Angebote im sozialen Bereich sowie Weiterbildung und Kultur.
Wettbewerbsart
Der Kunstwettbewerb wird als nicht offener, einphasiger Einladungswettbewerb mit vorgeschaltetem digitalen Berlin-Brandenburg-weit offenem Bewerbungsverfahren durchgeführt. Die Auswahl der Teilnehmer*innen zum Einladungswettbewerb erfolgt aus den eingegangenen Bewerbungen des vorgeschalteten Bewerbungsverfahrens.
Realisierungssumme 395.000 EUR/Teilnahmehonorar 5.000 EUR
Bewerbungsverfahren
Das Bewerbungsverfahren wird Berlin-Brandenburg-weit offen und nicht anonym durchgeführt. Es dient der Auswahl von bis zu zehn professionell arbeitenden bildenden Künstler*innen und Künstler*innengruppen, die zur Teilnahme am oben genannten Kunstwettbewerb eingeladen werden sollen. Um auch jüngeren Künstler*innen mit etwas weniger Projekterfahrung eine größere Chance der Teilnahme an Kunst-am-Bau-Wettbewerben zu ermöglichen, werden von den 10 teilnehmenden Künstler*innen/-gruppen mindestens 3 Künstler*innen/-gruppen ausgewählt, die nicht älter als 40 Jahre sind, d.h. ab Jahrgang 1985 aufsteigend.
Wettbewerbsaufgabe
Bei der Gemeinschaftsschule Insel Gartenfeld handelt es sich um eine Schulneugründung mit einem Verbundbereich (Angebote der Musikschule, Volkshochschule sowie Beratungen im sozialen Bereich und öffentliches Café), der neben Schüler*innen auch die Bewohner*innen der ebenfalls neuen Wohnsiedlung in die Schule einlädt. Das Konzept ist neu und innovativ und soll auch im Gebäude selbst sichtbar werden. Zugleich markiert die Schule städtebaulich das Entrée zu einem neuen Wohnquartier und wird dadurch zusätzlich an Bedeutung gewinnen. Daraus ergibt sich die zentrale Frage: Kann „Schule“ mehr sein als nur „Schule“?
Für diesen Kunst-am-Bau-Wettbewerb wollen auch wir neue Wege beschreiten und suchen Künstler*innen/-gruppen, die im Bereich der künstlerischen Forschung (Artistic Research) arbeiten. Ortsspezifische Themen mit gesamtgesellschaftlichen, sozialen und/oder kulturelle Fragestellungen sollen in ein Kunst-am-Bau-Projekt umgesetzt werden. Als mögliche Ausdrucksformen kommen innovative Formate wie dokumentarische und performative Arbeiten, partizipative Projekte, Video- und Fotoarbeiten sowie Installation in Betracht. Auch auf einer künstlerischen Forschung basierende „klassische“ Kunstgattungen sind möglich.
Standorte und Zielsetzung
Grundsätzlich sind, bis auf einige ausgeschlossene Bereiche (Außenfassaden/Dächer/Unterrichtsräume/Foren), alle Orte als Standort für Kunst am Bau denkbar. Mit der Kunst am Bau soll einerseits die Schulgemeinschaft, andererseits auch die Nutzer*innen des Verbundstandorts adressiert werden. Der räumliche Schwerpunkt des künstlerischen Konzepts sollte daher in den halböffentlichen Bereichen (erweiterter Eingangsbereich) liegen.
Zielsetzung des Wettbewerbs ist, durch die Kunst am Bau gesellschaftliche, kulturelle oder historische Themen aufzugreifen und das Gebäude sowie seine verschiedenen Funktionen zu kontextualisieren. Dabei soll die Kunst das Gebäude nicht nur ästhetisch aufgewertet, sondern auch eine Verbindung zu seinem sozialen, kulturellen und/oder urbanen Umfeld geschaffen werden.