Das Bezirksamt Spandau lehnt Windräder auf den Gatower Rieselfeldern weiterhin entschieden ab. Obwohl der Senat seine Planungen verkleinert hat, hält er an Gatow als Standort fest – trotz der wiederholten und ausführlich begründeten Einwände des Bezirksamts.
Bezirksbürgermeister Frank Bewig erklärt:
„Die Gatower Rieselfelder sind ein Natur- und Erholungsparadies – kein Standort für Windräder! Spandau sagt seit Jahren klar Nein. Der Senat weiß das und plant trotzdem weiter. Das werden wir nicht einfach hinnehmen.“
Die Rieselfelder sind ein geschützter Landschaftsraum, Heimat zahlreicher Tierarten und ein beliebtes Ausflugsziel. Gleichzeitig sind sie Teil der Berliner Ausgleichskonzeption: Hier soll Natur entwickelt werden, um Eingriffe durch Bauvorhaben an anderer Stelle auszugleichen. Schon die vom Senat selbst beauftragten Untersuchungen weisen auf erhebliche Konflikte mit dem Natur- und Artenschutz hin.
Baustadtrat Thorsten Schatz erklärt:
„Die Rieselfelder sind kein freies Bauland. Hier leben geschützte Tiere, und Berlin braucht die Flächen selbst für den ökologischen Ausgleich. Der Senat kann diese Konflikte nicht einfach wegplanen.“
Das Bezirksamt hat seine Einwände in den bisherigen Verfahren umfassend dargelegt und wird auch gegen die überarbeitete Planung fachlich und politisch vorgehen. Ziel bleibt, die Gatower Rieselfelder vollständig aus den Windenergieplänen zu streichen.
Das Bezirksamt ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich einzumischen.
Vom 9. November bis einschließlich 12. Dezember 2026 können sie die Planungen einsehen und dem Senat ihre Meinung mitteilen. Besonders wichtig sind konkrete Hinweise
und Einwendungen zum Natur- und Artenschutz, zur Erholung und zu den vorgesehenen Ausgleichsflächen.
Informationen und Beteiligung: https://mein.berlin.de/