Von Hirnforschung bis Blaualgen: Stadtbibliothek Spandau beteiligt sich an der Berlin Science Week

Pressemitteilung vom 03.11.2026

Ausstellungen, Vorträge, Diskussionen und eine Autorenlesung: „Wissen zwischen Büchern“ bringt Wissenschaft und gesellschaftliche Fragen in die Spandauer Bibliotheken.

Wie funktioniert unser Gehirn? Welche Risiken bergen Blaualgen in heimischen Gewässern? Und wie können wissenschaftliche Erkenntnisse helfen, Krankheiten besser zu behandeln oder Familien im Alltag zu unterstützen? Mit diesen und weiteren Fragen beteiligt sich die Stadtbibliothek Spandau an der diesjährigen Berlin Science Week. Vom 3. bis 10. November 2026 erwartet Interessierte ein vielseitiges Programm mit Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen und einer Autorenlesung.

Die Angebote sind Teil von „Wissen zwischen Büchern“, einer berlinweiten Initiative, bei der 33 öffentliche Bibliotheken ihre Türen für Wissenschaft und Forschung öffnen. Gemeinsam mit 14 Partnern aus der Berliner Wissenschaft werden aktuelle Erkenntnisse verständlich vermittelt und mit Fragen aus dem Alltag verknüpft. Ziel ist es, nicht nur Wissen zugänglich zu machen, sondern auch Raum für Austausch, neue Perspektiven und Diskussionen zu schaffen.

Wissenschaft entdecken: vom Gehirn bis zum Tegeler See
Die Ausstellung „The Beautiful Mind“ zeigt während der Aktionswoche die faszinierende Schönheit des menschlichen Gehirns. Großformatige mikroskopische Aufnahmen machen Nervenzellen und weitere Strukturen des Nervensystems sichtbar, die dem menschlichen Auge normalerweise verborgen bleiben. Zu sehen sind auch Bilder aus der Forschung des Exzellenzclusters NeuroCure.
Die Ausstellung wird über den Aktionszeitraum 1.-10.11.2026 in der Bezirkszentralbibliothek gezeigt.

Spiel: „Real or Unreal – Kannst du echte Forschung von KI unterscheiden?“
Hier testen Teilnehmende, ob sie echte wissenschaftliche Studien von KI-generierten Fälschungen unterscheiden können. Anschließend geht es um die Frage, wie wissenschaftliche Qualität geprüft wird und wie Peer Review, Replikation und Open Science Vertrauen in Forschung stärken. Das Format knüpft an die Forschung des Exzellenzclusters NeuroCure zu Transparenz und guter wissenschaftlicher Praxis an.
Dienstag, 3.11.2026, 16 Uhr, Bezirkszentralbibliothek, Gruppenarbeitsbereich.

Mit dem Projekt DIVATOX – Diversität von Wasserpflanzen und ihre assoziierten toxischen Cyanobakterien richtet sich der Blick auf ein Thema mit unmittelbarem Bezug zur Region. Neurotoxische Cyanobakterien, umgangssprachlich auch Blaualgen genannt, können am Gewässergrund auf Wasserpflanzen wachsen und unter anderem für Hunde gefährlich werden. Auch im Tegeler See wurden entsprechende Vorkommen untersucht. Anhand von Bildern und Beispielen erfahren Besucherinnen und Besucher, wie sich Massenansammlungen dieser Bakterien erkennen lassen und welche Bedeutung das für die Prävention hat. Das Angebot umfasst eine Ausstellung und Installation sowie einen Vortrag mit Diskussion.
Mittwoch, 4. November 2026, 13 Uhr, Ausstellung und Infostand, Stadtteilbibliothek Haselhorst, keine Anmeldung erforderlich.
Dienstag, 10. November 2026, 18 Uhr, Vortrag und Gespräch, Stadtteilbibliothek Haselhorst, keine Anmeldung erforderlich.

Meet the Scientist: Wie Hirnstimulation bei Parkinson helfen kann
Wie können technische Entwicklungen in der Medizin Menschen mit neurologischen Erkrankungen unterstützen? Bei „Meet the Scientist“ geben Lucia Feldmann und Jonathan Kaplan von der Charité – Universitätsmedizin Berlin Einblicke in die Forschung zur tiefen Hirnstimulation. Unter dem Titel „Hirnschrittmacher – wie wir Hirnaktivität nutzen können, um die Therapie bei Parkinson und anderen Bewegungsstörungen zu verbessern“ erklären sie, wie Elektroden im Gehirn eingesetzt werden, um Bewegungsstörungen zu lindern, und wie die Messung von Hirnaktivität künftig individuellere Therapien ermöglichen könnte. Im Anschluss besteht Gelegenheit für Fragen und Diskussion.
Freitag, 6.11.2026, 18 Uhr, Bezirkszentralbibliothek, Lesecafé.

Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

Bibliotheken als offene Orte für Wissen und Begegnung
Mit ihrer Beteiligung an „Wissen zwischen Büchern“ zeigt die Stadtbibliothek Spandau, wie vielfältig Wissenschaft im Alltag erfahrbar werden kann. Die Themen reichen von neurologischer Forschung über Umwelt und Gesundheit bis hin zu familiären Herausforderungen. Die Bibliotheken schaffen damit Zugänge zu Wissen und bieten einen offenen Rahmen, in dem Interessierte Fragen stellen, Erfahrungen teilen und miteinander ins Gespräch kommen können.

Weitere Informationen zum berlinweiten Programm gibt es unter www.wissen-zwischen-buechern.de und www.berlinscienceweek.com.
„Wissen zwischen Büchern“ ist ein Projekt der Agentur con gressa in Kooperation mit der Berlin Science Week und dem Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins.