Erneut sind auch in diesem Jahr die JugendFilmTage im Kulturhaus Spandau erfolgreich zu Ende gegangen. Das Präventionsangebot für rund 430 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Spandauer Schulen behandelt die Themen Nikotin, Alkohol und Cannabis sowie der Umgang mit Social Media und Gaming. Mittels interaktiver Mitmachaktionen und einer Spielfilmvorführung haben Schüler*innen die Möglichkeit, sich mit den verschiedenen Themen auseinanderzusetzen und Konsum kritisch zu reflektieren.
Tanja Franzke, Bezirksstadträtin für Jugend, Gesundheit und Ordnung (k): „Ich freue mich, dass die JugendFilmTage auch in diesem Jahr wieder so gut bei den jungen Menschen aus Spandau angekommen sind. Die Veranstaltung war und ist ein Beweis dafür, dass Prävention funktioniert, wenn man Kinder und Jugendliche ernst nimmt. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur zugehört, sondern diskutiert, nachgefragt und eigene Positionen entwickelt. Besonders beeindruckend war die Offenheit, mit der sie ihre Erfahrungen und Meinungen eingebracht haben. Möglich wird dieses Angebot durch das engagierte Zusammenspiel aller Beteiligten – von den Spandauer Schulen über die Fachstelle für Suchtprävention Berlin bis hin zu unseren weiteren Partnerinnen und Partnern wie der Polizei.“
Janika Jarling, Referatsleiterin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (Außenstelle Spandau): „Die JugendFilmTage sind auch 2026 ein wichtiger Baustein der suchtpräventiven Arbeit an Spandauer Schulen. Sie zeigen jedes Jahr aufs Neue, wie wirkungsvoll Prävention sein kann, wenn unterschiedliche Akteurinnen und Akteure ihre Kompetenzen und Perspektiven zusammenbringen. Die Verbindung von Film, interaktiven Angeboten und persönlichem Austausch ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen niedrigschwelligen und lebensnahen Zugang und schafft Impulse, die auch über den Veranstaltungstag hinaus in den Unterricht und den schulischen Alltag hineinwirken können. Mein besonderer Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen sowie den bezirklichen Partnerinnen und Partnern, die sich mit großem Engagement für die JugendFilmTage einsetzen. Dass dieses Angebot in Spandau gemeinsam getragen und kontinuierlich weiterentwickelt wird, ist ein starkes Zeichen für die Bedeutung, die wir der Suchtprävention und der Gesundheit unserer Jugendlichen beimessen.“
Anke Timm, Geschäftsführerin der Fachstelle für Suchtprävention Berlin: „Die bewährte Kooperation mit dem Bezirk Spandau wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Erneut widmen wir uns besonders der Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien. Ziel des Angebots ist es, Jugendliche frühzeitig für die Risiken und Auswirkungen von Sucht zu sensibilisieren, ihnen einen bewussten Umgang mit dem eigenen Konsum zu vermitteln und ihnen gleichzeitig konkrete Anlaufstellen für Beratung und Unterstützung aufzuzeigen.“
Wie im vergangenen Jahr wurde der mehrfach ausgezeichnete Kurzfilm „Erinnerungen einer vergessenen Kindheit“ gezeigt. Rund um das Thema „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ begleiten die Zuschauenden den 11-jährigen Niklas, der mit der Alkoholsucht seiner Mutter und der Spielsucht seines Vaters kämpft. Der Film verdeutlicht dabei die inneren Konflikte und die Einsamkeit, unter denen viele betroffene Kinder leiden.
Vor dem Film hatten die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassenstufe die Gelegenheit, sich mittels verschiedener Stationen mit wichtigen Themen rund um Sucht und Prävention auseinanderzusetzen. Dabei standen Informationen zur Alkoholprävention in der Schwangerschaft, Hinweise und Gespräche mit der Polizei, Aufklärung zum Thema Vapes sowie ein Quiz zum Thema Cannabis auf dem Programm. Außerdem wurde das Thema Social Media und Gaming behandelt. Lehrkräfte und Schulsozialarbeitende erhielten zudem bei der Veranstaltung umfassende Materialien und Informationen zu Alltagsdrogen sowie praktische Anregungen für die Unterrichtsnachbereitung.
Die JugendFilmTage wurden vom Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit entwickelt und sind fester Bestandteil der schulischen Suchtprävention im Bezirk. Sie sind eingebettet in das bezirkspolitische Ziel „Gesund aufwachsen in Spandau“. Organisiert wird die Veranstaltung vom Bezirksamt Spandau, dem Schulpsychologischen und Inklusionspädagogischen Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ) und der Fachstelle für Suchtprävention Berlin, unterstützt durch regionale Partnerinnen und Partner wie Suchtberatungsstellen und die Polizei.
Pressekontakte:
Fachstelle für Suchtprävention Berlin
Miriam Knörnschild
Tel. 030 – 293526 15
info@berlin-suchtpraevention.de
Bezirksamt Spandau
Abteilung für Jugend und Gesundheit
Simone Engler
E-Mail: jugendundgesundheit@ba-spandau.berlin.de
Tel.: 030 90279–2293