Drucksache - 0348/VIII  

 
 
Betreff: Jugendliche an kommerziellen Orten im Bezirk - Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit stärken
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion der SPDJugendhilfeausschuss
Verfasser:Ostehr, Steffen 
Drucksache-Art:AntragBeschlussempfehlung
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Vorberatung
22.06.2017 
Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf überwiesen   
Jugendhilfeausschuss Anhörung
18.07.2017 
Öffentliche außerordentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses vertagt   
13.09.2017 
Öffentliche außerordentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses vertagt   
27.09.2017 
Öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses vertagt     
18.10.2017 
Öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses erledigt   
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
23.11.2017 
Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf mit Änderungen in der BVV beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
1. Antrag PDF-Dokument
2. Beschlussempfehlung PDF-Dokument

Neuer Drucksache-Betreff:

 

Jugendliche an kommerziellen Orten im Bezirk

Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit stärken

 

 

Die BVV möge beschließen:

 

Dem Bezirksamt wird empfohlen, eine Bedarfsanalyse zur Nutzung kommerzieller Räume im Bezirk Marzahn-Hellersdorf durch Jugendliche durchzuführen. Folgende Fragestellungen könnten dabei eine wesentliche Rolle spielen:

 

  1. Was ist die Faszination für Jugendliche, sich in kommerziellen Räumen aufzuhalten?
  2. Woher kommen die Jugendlichen (z.B. Marzahn-Hellersdorf, andere Bezirke, Brandenburg)?
  3. Gibt es Konflikte mit den Einkaufscentern (Gewerbetreibende, Security,etc.)?
    Wenn ja, welche?
  4. Welche Wünsche haben Jugendliche, die von den kommerziellen Räumen nicht erfüllt werden? 
  5. Welche Perspektiven haben die Eigentümer kommerzieller Orte auf die Nutzung von Einkaufscentern durch Jugendliche?

 

Dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf wird empfohlen, die Perspektiven der Expertise der Straßensozialarbeit einerseits und die der Akteure der bezirklichen Einkaufscenter andererseits bei der Analyse zu nutzen. Im Mittelpunkt stehen die Jugendlichen selbst.

 

Insbesondere drei Standorte sollten bei der Studie berücksichtigt werden:

 

  • Eastgate Berlin
  • Biesdorf Center
  • Marktplatzcenter Helle Mitte

 

Einschlägige Ergebnisse in Kommunen durchgeführter Jugendstudien zur Nutzung kommerzieller Räume sowie deren Beteiligung und Anziehungskraft auf Jugendliche sollten bei der Konzipierung berücksichtigt werden.

 

Dem Bezirksamt wird empfohlen die Studie durch einen externen Anbieter durchführen zu lassen und mit den Akteuren aus Streetwork und mobile Jugendarbeit zusammenzuarbeiten. Mit diesem Ansatz können die langjährigen Erfahrungen der Expertinnen und Experten genutzt werden.

 

Zur Umsetzung der Studie muss aufgrund fehlender Mittel eine separate Finanzierung ausfindig gemacht werden. Die Zusammenarbeit mit dem MHWK, die Entwicklung eines über den Netzwerkfonds finanzierten Projektes oder aber die Finanzierung über Fördermittel seitens der Senatsverwaltung sind dabei in Erwägung zu ziehen. Auch die Nutzung des Genossenschaftsfonds kann in Betracht gezogen werden.

 

Wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden könnte der Projektansatz durch die im Bezirk verortete Alice-Salomon-Hochschule.

Zwischenberichte sollten dem Jugendhilfeausschuss in regelmäßigen Abständen zur Verfügung gestellt werden.

 

 

Ursprungsdrucksache:

Dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf wird empfohlen, in Zusammenarbeit mit den Akteuren der Straßensozialarbeit einerseits und den Partnern der bezirklichen Einkaufscenter andererseits ein Konzept zur Jugendarbeit/ Jugendsozialarbeit in und um bezirkliche Shopping-Hotspots zu erarbeiten und nach einer Analyse ggf. umsetzen. Insbesondere drei Standorte sind dabei zu berücksichtigen:

 

       Eastgate Berlin

       Biesdorf Center

       Marktplatzcenter Helle Mitte

 

 

Einschlägige Ergebnisse in Kommunen durchgeführter Jugendstudien zur Nutzung kommerzieller Räume sowie deren Beteiligung und Anziehungskraft auf Jugendliche sind bei der Konzipierung zu becksichtigen.

Dem Bezirksamt wird empfohlen eine nachhaltige Finanzierung zur Umsetzung der Idee ausfindig zu machen: Die Zusammenarbeit mit dem MHWK, die Entwicklung eines über den Netzwerkfonds finanzierten Projektes oder aber die Finanzierung über Fördermittel seitens der Senatsverwaltung sind dabei in Erwägung zu ziehen. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden könnte der Projektansatz durch die im Bezirk verortete Alice-Salomon-Hochschule. Ein erster Zwischenbericht ist dem Bezirksamt Anfang 2018 zur Verfügung zu stellen.

Das Bezirksamt wird darüber hinaus ersucht, den o.g. Schwerpunkt in den Zielverein-barungen mit den bezirklichen Projektträgern der Straßensozialarbeit zukünftig zu verorten.


Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am 18.10.2017 o. g. Drucksache beraten und empfiehlt der BVV mehrheitlich, mit zehn-Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme und einer Enthaltung, den Antrag in folgender geänderter Fassung zu beschließen.

 

 
 

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