Herbst

v.l.n.r.: Scharka an Pflaumen, Kastanienminiermotte, Apfelschorf, Raubwanze, Botrytis an Tomate
v.l.n.r.: Scharka an Pflaumen, Kastanienminiermotte, Apfelschorf, Raubwanze, Botrytis an Tomate
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Hier finden Sie für den Herbst typische Fragen und Antworten zu parasitären und nichtparasitären Pflanzenschäden.

Sie können auch eigene Fragen stellen, die per E-Mail beantwortet werden.

Bäume/ Gehölze

Entomosporium-Blattbräune an Rotdorn
Entomosporium-Blattbräune an Rotdorn
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Nein. Bei den geschilderten Symptomen handelt es sich um die “Entomosporium-Blattbräune”. Diese Blattflecken-Erkrankung wird durch verschiedene pilzliche Erreger verursacht. Hauptverursacher ist jedoch der Pilz Diplocarpon mespili, dessen Nebenfruchtform Entomosporium maculatum häufig auf den Blättern nachweisbar ist.

Der Pilz überdauert im Falllaub und infiziert im Frühjahr das frisch ausgetriebene Blattwerk. In Abhängigkeit der Witterung verläuft die Krankheit unterschiedlich stark und kann bereits im Spätsommer zur totalen Entlaubung von Weiß- und Rotdorn führen.

Um einer Infektion vorzubeugen sollte das Falllaub im Herbst entfernt werden. Da es dem Erreger auch möglich ist in die Triebe über zu gehen, kann ein Rückschnitt befallener Äste ebenfalls sinnvoll sein. Bei wiederholt starkem Befall ist der Einsatz von zugelassenen Fungiziden im Frühjahr möglich.

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Fraßminen am Einzelblatt
Fraßminen am Einzelblatt
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Entfernen Sie sorgfältig das Laub unter der Kastanie. Mit dem Laub werden überwinternde Stadien der Kastanienminiermotte entfernt. Durch diese Maßnahme wird das Auftreten der ersten Mottengeneration im Frühjahr um ca. 80% reduziert.

Weitere Informationen:

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Birke
Birke
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Die Art des Gehölzes, das Sie pflanzen dürfen, richtet sich nach dem Abstand zur Grenze.

Die Grenzabstände sind hier geregelt:

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Baumfällung
Baumfällung
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Nein. In der Berliner Baumschutzverordnung ist geregelt welche Bäume grundsätzlich geschützt sind. Darunter fallen alle Laubgehölze einschließlich Baumhasel und Walnuss und die heimische Waldkiefer. Soll ein geschützter Baum gefällt werden, so ist eine Genehmigung von den Unteren Naturschutzbehörden der Bezirke notwendig:

Weiteres unter:

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Rasen

Moos im Rasen
Moos im Rasen
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Das bringt meist keine ausreichende Verbesserung. Denn es gibt zahlreiche Moosarten, die sogar kalkliebend sind, insbesondere alle Lebermoosarten. Besser ist es die wirklichen Ursachen für die Moosansiedlung zu beheben. Das sind insbesondere alle Faktoren die zur Lückenbildung in der Fläche führen. Hierzu zählen Nährstoffmangel, tiefer Schatten, Bodenverdichtung und zu kurzer Schnitt. Überall dort, wo Gräser keine optimalen Wachstumsbedingungen haben, entstehen Lücken in der Grasnarbe, in die sich die anspruchslosen Moose und auch Unkräuter setzen. Die Anwendung von Moosvernichtern führt deshalb auch nur zur kurzfristigen Beseitigung des Mooses, nicht aber zur Behebung der eigentlichen Ursachen.

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Obst

Befallsmerkmale an Blättern und Früchten
Befallsmerkmale an Blättern und Früchten
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Die Beschreibung der Fruchtsymptome könnte auf den Befall durch eine Viruskrankheit, die Scharkakrankheit, zurückzuführen sein. Bei Befallsverdacht sollten Sie sich an den Pflanzenschutzdienst Ihres Bundeslandes wenden. Diese Krankheit gehört zu den meldepflichtigen Schaderregern (Quarantäne). Der Pflanzenschutzdienst muss anhand von frischen Pflanzenproben, meist anhand von Früchten oder Blättern, den Befall genau diagnostizieren. Bestätigt sich ein Befall durch die Scharkakrankheit, werden vom Pflanzenschutzdienst Auflagen zur Rodung und Entsorgung befallener Bäume erteilt. Da die Krankheit durch saugende Insekten, allen voran durch Blattläuse übertragen wird, sollte in Befallsgebieten Wert auf eine gründliche Blattlausbekämpfung gelegt werden. Diese Krankheit kann auch an Aprikosen und Pfirsichen auftreten. In Befallsgebieten sollten künftig scharkaresistente Pflaumen- und Aprikosensorten gepflanzt werden.

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befallene Äpfel
Wintereier Blattläuse, Obstbaumspinnmilbe und Frostspanner
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Fruchtfäulen entstehen häufig nach Verletzungen der Äpfel durch die Obstmade (Apfelwickler) oder durch starken Schorfbefall. Über Verletzungen der Fruchthaut dringen dann die Sporen verschiedener Fäulniserreger ein, allen voran die Monilia-Fruchtfäule. Unverletzte Früchte bleiben in der Regel verschont. In jedem Fall sollten Sie alle befallenen Früchte rechtzeitig aus der Krone entfernen, damit benachbarte Früchte nicht auch infiziert werden. Faule Früchte können ohne Bedenken kompostiert werden, wenn das Material gut zerkleinert und mit einer dichten Schicht Erde oder pflanzlichem Material abgedeckt wird. Hierdurch kommt der Rotteprozess rasch in Gang. Mit diesem Abbauprozess des pflanzlichen Materials gehen auch die pilzlichen Erreger zu Grunde. Die an Obst vorkommenden Fäulniserreger sind nicht in der Lage, noch in der Komposterde Dauersporen zu bilden. Mit der Verwendung der Komposterde werden diese Krankheiten also nicht im Garten weiterverbreitet.

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Blattsymptome Apfelschorf
Blattsymptome Apfelschorf
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Die Beschreibung deutet auf einen Befall durch den Obstschorf hin. Diese typische Pilzkrankheit kann sowohl bei Äpfeln als auch bei Birnen auftreten. Förderlich sind ein nasses Frühjahr und ein regenreicher Sommer. Es gibt aber auch große Unterschiede in der Schorfanfälligkeit einzelner Apfelsorten. So gelten u. a. die Sorten ‚Cox-Orange’, ‚Golden Delicious’, ‚Elstar’, ‚Jonagold’ und’ Goldparmäne’ als besonders schorfanfällig.

Diese Apfelsorten bringen nur in trockenen Jahren gesunde Früchte. In feuchten Jahren kann ein kräftiges Auslichten der Krone im Sommer und eine rechtzeitige Fruchtausdünnung den Befall etwas reduzieren. Vorbeugende Spritzbehandlungen mit zugelassenen Präparaten müssten auch im Hobbygarten frühzeitig bei Blattaustrieb einsetzen und bis Ende Juni in mehreren Wiederholungen erfolgen. Primärinfektionen erfolgen über die Blätter. Von hier aus bildet der Erreger massenhaft Sommersporen, die für die Infektion der Früchte sorgen. Zur Behandlung kommen die Wirkstoffe Myclobutanil und Difenoconazol in Frage.

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Quitte Fleischbräune
Quitte Fleischbräune
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Diese Symptome an Quittenfrüchten treten in den letzten Jahren vermehrt auf. Es handelt sich weder um eine Krankheit noch um Standortprobleme. Als Hautursache wird in den letzten Jahren eine zu späte Ernte der Früchte vermutet. Auffällig war in den letzten Jahren, dass die Vegetationszeit schon deutlich früher begann, als es noch vor 10 bis 15 Jahren der Fall war. Demzufolge setzt bei allen Obstarten der Zeitpunkt der optimalen Pflückreife deutlich früher ein, als dies noch in der älteren Fachliteratur angegeben wird. Wartet man aber zu lang mit der Ernte, beginnen die Früchte zu altern und ein Abbauprozess der Inhaltsstoffe kommt in Gang. Dies führt auch zur Verbräunung des Fruchtfleisches. Dies gilt nicht nur für Quitten, sondern auch für Birnen und Äpfel. Deshalb ist die beste Methode dieser Verbräunung der Früchte zu entgehen ein frühzeitiger Erntezeitpunkt.

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Befall durch Obstbaumsplintkäfer
Befall durch Obstbaumsplintkäfer
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Der Specht ist nicht Verursacher der absterbenden Äste, er ist nur “Nachnutzer” eines Schädlingsbefalls am Ast. Vermutlich handelt es sich um den Befall durch Borken- oder Splintkäfer. Diese Käfer befallen vorzugsweise Gehölze die durch andere Ursachen trocken wurden, nicht mehr optimal versorgt werden und absterben. Derart vorgeschädigte Äste und Zweige entfernt man zweckmäßig im Spätwinter, damit die hier vorhandenen Schädlinge nicht im Frühjahr schlüpfen können und erneut andere Obstbäume befallen.

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Himbeerrutensterben
Himbeerrutensterben
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Ursache ist ein ganzer Komplex verschiedener Faktoren. Diese als Himbeerrutensterben bezeichnete Krankheit wird meist durch mechanische Verletzungen an den Ruten und ein anschließendes Eindringen verschiedener pilzlicher Erreger verursacht.

Spätfröste aber auch unnötige Bodenbearbeitungen und damit einher gehende Verletzungen fördern den Befall. Im Spätsommer ab August fördert die beginnende Tauperiode den Befall. Zudem neigen sommertragende Sorten eher zum Befall als herbsttragende Himbeeren. Die Ruten von Herbstsorten werden nach der Ernte im Spätherbst bodennah abgeschnitten. Damit hat die Krankheit kaum Möglichkeiten hier zu infizieren.

Die im Spätsommer vorhandenen Jungruten der Sommerhimbeeren können nach der Ernte durch Spritzbehandlungen mit Präparaten des Wirkstoffes Difenoconazol geschützt werden.

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Gemüse

Botrytis an Frucht und Pflanze; Samtflecken an Blattober- und Unterseite
Botrytis an Frucht und Pflanze; Samtflecken an Blattober- und Unterseite
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

In der Regel nicht. Sie haben aber andere Krankheiten.

So können sie unter feuchten und warmen Witterungsbedingungen im Haus die “Geisterfleckenkrankheit” Grauschimmel-Botrytis bekommen. Die Früchte zeigen kreisrunde Flecken. Aber auch an Blättern und Stängels tritt der Pilz auf.

Typisch für Gewächshäuser ist die Samtfleckenkrankheit. Auf der Blattoberseite zeigen sich gelbe Flecken, blattunterseits ist ein olivegrauer Belag erkennbar. Es werden nur die Blätter befallen. Zur Vermeidung der Ausbreitung aller Pilzkrankheiten ist ein gut durchlüfteter Bestand von Vorteil; untere Blätter sollten rechtzeitig entfernt werden. Auch Fungizide (Pflanzenschutzmittel zur Unterbindung von Pilzinfektionen) sind anwendbar. Im Herbst müssen alle Pflanzenteile aus dem Haus entfernt werden.

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Schlupfwespe Encarsia formosa, Raubmilbe Phytoseiulus, Raubwanze Orius, Florfliege
Botrytis an Frucht und Pflanze; Samtflecken an Blattober- und Unterseite
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Am Gemüse unter Glas sind im Gewächshaus vorwiegend Blattläuse, Weiße Fliegen und Spinnmilben als tierische Schadorganismen zu finden. Blattläuse und Weiße Fliegen produzieren Honigtau, der Früchte und Blätter verkleben kann und zusätzlich bei hoher Luftfeuchte durch Rußtaupilze besiedelt wird. Für diese Schädlingsgruppen steht zur biologischen Bekämpfung eine Reihe von Gegenspielern zur Verfügung (siehe Tabelle). Eine erfolgreiche Blattlausregulierung im Hobbygewächshaus gelingt besonders gut mir den Larven der Florfliege oder mit Raubwanzenarten. Beim Einsatz von Schlupfwespen (Parasiten) ist die genaue Kenntnis der Blattlausart notwendig.

Der Nützlingseinsatz muss immer bei Befallsbeginn erfolgen. Ist die Zahl der Schädlinge im Gewächshaus bereits zu hoch, können biologische Verfahren nichts mehr ausrichten.

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Schädlinge und Gegenspieler

  • Schädling: Weiße Fliege
    Nützlinge: Schlupfwespen, (Encarsia formosa)

    Anwendungsbedingung: mit Befallsbeginn
    wiederholt
    Erfolgssymptom: Weiße Larven der Weißen Fliege werden schwarz

  • Schädling: Weiße Fliege
    Nützlinge: Raubwanzen, (Macrolophus pygmaeus)

    Anwendungsbedingung: Einmalig, bei stärkeren Befall anwendbar
    Erfolgssymptom: Weniger Fliegen an den oberen Blättern

  • Schädling: Spinnmilben
    Nützlinge: Raubmilben, (Phytoseiulus persimilis)

    Anwendungsbedingung: Sofort nach dem Erkennen erster Spinnmilben und wiederholt
    Erfolgssymptom: Neuaustrieb ist ohne Spinnmilben

  • Schädling: Blattläuse
    Nützlinge: Schlupfwespen-Arten

    Anwendungsbedingung: blattlausartenspezifisch
    Erfolgssymptom: Blattlausmumien

  • Schädling: Blattläuse
    Nützlinge: Florfliegenlarven

    Anwendungsbedingung: Für alle Blattläuse geeignet, beim Erkennnen erster Blattläuse
    Erfolgssymptom: Weniger Blattläuse am Neutrieb

  • Schädling: Blattläuse
    Nützlinge: Raubwanzen, (Macrolophus pygmaeus Orius spec.)

    Anwendungsbedingung: Für alle Blattläuse geeignet, beim Erkennnen erster Blattläuse
    Erfolgssymptom: Weniger Blattläuse am Neutrieb

Rost an Schnittlauch
Rost an Schnittlauch
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Hierbei handelt es sich um den Schn**ittlauchrost. Es kann sich dabei um unterschiedliche Erreger handeln. Die typischen orangeroten Pusteln sind erst im Spätsommer und Herbst erkennbar. In dichten Beständen wird der Befall durch das herrschende Mikroklima begünstigt, der Pilzkomplex entwickelt sich optimal zwischen 10 und 24 °C bei hoher Luftfeuchte. Wintersporen überdauern an abgestorbenen Pflanzeteilen. Erkrankte Blätter sind ungenießbar. Beim Erkennen von Symptomen sollte der Bestand zurückgeschnitten und die Versorgung mit Stickstoff zu Gunsten von Kalium optimiert werden. Auch ein luftiger Standort trägt zur Befallsminimierung bei.

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Zimmerpflanzen

Schäden durch ölhaltige Präparate an Blättern
Honigtau mit Rußtaupilzen und Schildläusen an Ficus
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Nein, das ist nicht empfehlenswert.

Beim Blattglanz handelt es sich um eine Produktgruppe, die Öle enthalten. Dadurch sollen die Blätter durch den Glanz optisch gesünder und attraktiver aussehen. Aber die Pflanzen leiden. Es kommt nicht selten zu Problemen mit der Vitalität. Durch die Öle verkleben die Spaltöffnungen, es funktioniert kein Gasaustausch mehr. Weiche Blätter können verbrennen oder zeigen nicht selten Flecken. Hartfleischige Pflanzen und Farne sollten überhaupt nicht damit behandelt werden, das Pflanzengewebe reagiert besonders heftig bis hin zum Blattverlust. Sofern die Produkte in den Boden gelangen, können die Wurzeln nachhaltig geschädigt werden.

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Räumen Sie die Kübelpflanzen mit nur mäßig feuchtem Substrat ins Quartier ein. Dies erfordert im Herbst große Aufmerksamkeit bei Gießen, denn ein Abtrocknen ist zu diesem Zeitpunkt und auch später im kalten Winterquartier kompliziert. Wurzelschäden wären die Folge. Ratsam ist deshalb im Herbst ein vor Regen geschützter Standort. Hier können einige Pflanzenarten bis zum Frosteintritt im Freien verbleiben.
ErRäumen Sie die Kübelpflanzen mit nur mäßig feuchtem Substrat ins Quartier ein. Dies erfordert im Herbst große Aufmerksamkeit bei Gießen, denn ein Abtrocknen ist zu diesem Zeitpunkt und auch später im kalten Winterquartier kompliziert. Wurzelschäden wären die Folge. Ratsam ist deshalb im Herbst ein vor Regen geschützter Standort. Hier können einige Pflanzenarten bis zum Frosteintritt im Freien verbleiben.wachsene Trauermücken am Gelbsticker
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Wichtige Arbeiten an den Kübelpflanzen im Spätsommer sind das Ausputzen trockener und abgestorbener Pflanzenteile, Schädlinge erfassen und beseitigen und nur mäßige Wasserzufuhr. Letzte Düngergaben sollten nicht später als Ende August erfolgen. Besonders bei verholzenden Pflanzen ist ab Jahresmitte auf eine ausreichende Versorgung mit Kalium zu achten. Je nach Jahreswetter hat es sich auch als günstig erwiesen, wenn die Pflanzen im September und ggf. Oktober noch möglichst viel Sonne “tanken” können. Viele energiereiche Reservestoffe werden in der Pflanze eingelagert. Ein vor Regen geschützter, aber sonniger Stand im Herbst lässt Pflanzen besonders gut in die Winterruhe wechseln. Diese Maßnahmen führen anschließend zu einer weitgehend problemlosen, meist 6 Monate anhaltende, Überwinterung der Gewächse in meist dunklen und kühlen Räumen.

Das Ausputzen von kranken und mit Schädlingen behafteten Pflanzenteilen (z.B. Blätter mit Weißen Fliegen Larven) ist wichtig, um ein Einschleppen von Schadorganismen ins Überwinterungsquartier zu vermeiden. Sollte festgestellt werden, dass die gesamte Pflanze mit Schädlingen befallen ist, kann diese noch an Tagen bei Temperaturen um 15 °C mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Bei sehr starkem Befall ist auch eine Wiederholungsspritzung empfehlenswert.

Räumen Sie die Kübelpflanzen mit nur mäßig feuchtem Substrat ins Quartier ein. Dies erfordert im Herbst große Aufmerksamkeit bei Gießen, denn ein Abtrocknen ist zu diesem Zeitpunkt und auch später im kalten Winterquartier kompliziert. Wurzelschäden wären die Folge. Ratsam ist deshalb im Herbst ein vor Regen geschützter Standort. Hier können einige Pflanzenarten bis zum Frosteintritt im Freien verbleiben.

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Überwinterung von Kübelpflanzen
Bohnenspinnmilben
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Für die große Artenvielfalt der Kübelpflanzen lässt sich keine pauschale Antwort finden. Die Art und Größe der Pflanze aber auch die Bedingungen der vielfältigen Überwinterungsmöglichkeiten bieten eine Menge an Variation und bleiben immer nur ein Kompromiss. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Pflanzen bis zu 6 Monaten an nicht optimalen Standorten ohne Schaden zu nehmen, überdauern müssen. Ein ideales Quartier für unterschiedliche Arten gibt es nicht. Für die meisten Pflanzen günstig ist ein Raum der hell, kühl und luftig ist. Beim Licht ist zu berücksichtigen, dass wir im Winterhalbjahr nicht nur wenige Sonnentage haben, sondern zusätzlich weniger als 8 Stunden Licht. Je dunkler die Bedingungen im Raum sind, desto kühler sollte er sein. Die Pflanzen legen dann eine Winterruhe ein. Nicht bei allen Pflanzenarten kann diese Regel ausgereizt werden. Immergrüne Pflanzen brauchen auch in der Ruhephase ein gewisses Lichtangebot, andere benötigen etwas höhere Temperaturen. Eine gute Durchlüftung des Quartiers und regelmäßiges Entfernen abgefallener und abgestorbner Pflanzenteile ist notwendig, um der Ausbreitung von Pilzkrankheiten vorzubeugen. Die Kübel sind so aufzustellen, dass keine Staunässe im Wurzelraum entstehen kann. Besonders an Frosttagen ist der Zustrom von Kaltluft zu vermeiden.

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