Coronavirus

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Pilzliche Schaderreger: Rußrindenkrankheit

v.l.n.r.: Ablösen der Rinde und Sporenbelag, schwarze Sporen unter der Rinde, abblätternde Rinde und Sporen, Stresstriebbildung
v.l.n.r.: Ablösen der Rinde und Sporenbelag, schwarze Sporen unter der Rinde, abblätternde Rinde und Sporen, Stresstriebbildung
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

Die Rußrindenkrankheit – Cryptostroma corticale trat in Berlin erstmalig 2013 in einem Stadtbezirk an Bestandbäumen und 2016/2017 in zwei weiteren Bezirken auf. Hauptwirt ist der Bergahorn. Besonders nach Trockenstress (Wassermangel) und Hitze tritt die Krankheit auf. Neben Stamm-, Rinden- u. Kambiumnekrosen und Absterbe- u. Welkeerscheinungen in der Krone ist ein weiteres prägnantes Merkmal der schwarze Sporenstaub unter der Rinde, der zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann.

Im Verlauf der Infektion treten Welkesymptome in der Krone auf, die zum Absterben des Baumes führen können. Ebenfalls kann eine verstärkte Stresstriebbildung beobachtet werden.

Befallene Bäume sind aus dem Bestand zu entfernen. Möglichst bei feuchter Witterung unter Plane einer Entsorgung (Verbrennung) zuführen und mit Vollschutz.

Problematisch im Umgang mit der Erkrankung ist die gesundheitliche Belastung des Pilzes für den Menschen.

Die Sporen können zu starken Atemwegsreizungen und einer Entzündung der Lungenbläschen (Alveolitis) führen. Daher sollten befallene Bäume nur unter Berücksichtigung von persönlichen Schutzmaßnahmen gefällt werden.

Bildvergrößerung: bestätigte Fälle an Ahorn mit Rußrindenkrankheit im Stadtgebiet Berlin, Stand: 07.12.2020
bestätigte Fälle an Ahorn mit Rußrindenkrankheit im Stadtgebiet Berlin, Stand: 07.12.2020
Bild: Karte: Geoportal Berlin