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Pflanzenschutzamt Aktuell: Die Telefonzentrale des Pflanzenschutzamtes unter der Rufnummer (030) 700006-0 ist nicht mehr besetzt!
Eine Übersicht der Aufgabengebiete und die Kontaktdaten der Mitarbeitenden finden Sie unter Zuständigkeiten.

Inhaltsspalte

Aktuelles zum Pflanzenschutz

Novellierte Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung ist in Kraft getreten

Am 08. September 2021 ist die Fünfte Verordnung zur Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung in Kraft getreten. Zusammen mit der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes vom 18. August 2021 ist sie Teil des Insektenschutzpaketes der Bundesregierung.

Sie beinhaltet u.a. ein Verbot der Anwendung von Glyphosat haltigen Herbiziden in naturschutz- und wasserrechtlichen Schutzgebieten und sieht ein Anwendungsende in Deutschland mit Ablauf des Jahres 2023 vor.

Verboten ist nunmehr die Glyphosat Anwendung auf Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, d.h. im Stadtgrün, aber auch im Haus- und Kleingartenbereich, soweit bestandskräftige Zulassungen nicht entgegenstehen.

Im Ackerbau gelten ab sofort Anwendungsbeschränkungen für Glyphosat Herbizide, insbesondere für die Vorsaat- und Stoppelbehandlung. Eine Anwendung unmittelbar vor der Ernte ist grundsätzlich verboten.

Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln an Gewässern, ausgenommen kleine Gewässer von wasserwirtschaftlicher untergeordneter Bedeutung, gilt ab Böschungsoberkante ein Abstand von 10 Metern oder von 5 Metern, wenn eine geschlossene, ganzjährig begrünte Pflanzendecke vorhanden ist.

Lesefassung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung

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Umfrage zur “Bewertung von Entschädigungsmöglichkeiten für Betriebe beim Auftreten von Quarantäneschadorganismen”

Im Rahmen eines Forschungsprojektes im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft führt die Humboldt-Universität zu Berlin bis Ende Oktober eine Umfrage zu Entschädigungslösung/en für Landwirtschaftsbetriebe bei einem Auftreten von Quarantäneschädlingen durch.

Beschreibung Quarantäneprojekt der HU-Berlin

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Gefurchter Dickmaulrüssler

Bildvergrößerung: Schadbild gefurchter Dickmaulrüssler
Schadbild gefurchter Dickmaulrüssler
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

31. August 2021

An Blättern von Rhododendron, wildem Wein oder Efeu findet man häufig buchtenförmigen Fraß. Verursacher ist der Gefurchte Dickmaulrüssler. Die Käfer sind dämmerungs- und nachtaktiv. Neben den deutlich sichtbaren Blattschäden verursachen die engerlingsförmigen Larven im Boden große Schäden an den Wurzeln. Gegen diese können Ende August bei Bodentemperaturen über 12°C nützliche Nematoden eingesetzt werden. Die Behandlungen sollten bei starkem Befall im kommenden Jahr wiederholt werden.

Blattflecken auf Gehölzen

Bildvergrößerung: Sternrußtau an Rose
Sternrußtau an Rose
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

5. August 2021

Auf den Blättern vieler Gehölze und Stauden beginnen Veränderungen in Form von Vergilbungen, Verbräunungen, schwarzen und andersfarbigen Punkten sichtbar zu werden. Häufig welken die betroffenen Blätter und fallen zu Boden. Die Symptome werden durch den Befall mit Blattfleckenpilzen hervorgerufen. Dazu gehören u.a. der Sternrußtau an Rosen, die Teerfleckenkrankheit am Ahorn und die Blattbräune der Kastanie.

Sachkundeprüfung für die Abgabe von Pflanzenschutzmitteln

26. Juli 2021

Die Sachkundeprüfung für die Abgabe von Pflanzenschutzmitteln findet dieses Jahr vom 1. bis 3. September 2021 statt. Die vorbereitende Informationsveranstaltung am 25. und 26. August 2021.

Neue Blattfallkrankheit an Apfelbäumen

Bildvergrößerung: Marssonina-Blattfallkrankheit an Apfelbaumblättern
Marssonina-Blattfallkrankheit an Apfelbaumblättern
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

7. Juli 2021

Erstmals ist in Berlin die Marssonina-Blattfallkrankheit aufgetreten. Apfelbaumblätter zeigen ineinanderlaufende, braune verästelte Flecken, das Laub fällt frühzeitig ab. Die Früchte bleiben unversehrt am Baum. Details dazu im Berliner Gartenbrief. Fachgerechter Schnitt für gute Durchlüftung der Krone und schnelle Blattabtrocknung sowie die Beseitigung des Falllaubs, an dem die Pilzsporen überwintern, mindert den Befallsdruck. Unter pflanzenschutzamt@senuvk.berlin.de nehmen wir Auftretensmeldungen (mit Bild) an.

Hitzeschäden

Bildvergrößerung: Verbrannte Blätter am Rhododendron
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

28. Juni 2021

Sonne und Hitze haben zu unterschiedlichen Symptomen geführt. Meist sind es zunächst nur die am stärksten besonnten Stellen des Pflanzengewebes, die Verbräunungen – Sonnenbrand – aufweisen. Bei empfindlichen Pflanzen kann auch der gesamte oberirdische Bereich betroffen sein. Kommen keine weiteren Beeinträchtigungen, wie z.B. Wassermangel hinzu, kann die Pflanze die Schädigung mehr oder weniger zügig überwachsen. Eine gute Wasserversorgung und eine eher verhaltene Düngung führen zu einer raschen Vitalisierung.

Putzen der immergrünen Gehölze

Bildvergrößerung: Putzen der Eibe
Putzen der Eibe
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

28. Juni 2021

Das Putzen – das Abwerfen der alten Nadeln oder Blätter – ist wieder auffällig. Dieser natürliche Vorgang findet jedes Jahr statt. Die Lebensdauer der Nadeln und immergrünen Blätter ist begrenzt und beträgt je nach Gehölzart 1 bis 4 Jahre. Danach werden die alten Blätter oder die ältesten Nadeljahrgänge gelb und fallen herab. Besonders Eiben, aber auch andere immergrüne Gehölze, u.a. Thujen, Rhododendron, Kirschlorbeer, Ilex zeigen je nach Witterungsverlauf einen starken Abwurf von Nadeln und Blättern.

Blattnervenkrankheit der Platane

Bildvergrößerung: Blattnervenkrankheit Platane
Blattnervenkrankheit Platane
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

9. Juni 2021

Unter den Platanen sind bereits jetzt trockene Blätter sichtbar. Bei einem Blick in die Krone können braune, begrenzte Flecken entlang der Blattnerven auf den Blättern und welk herunterhängende Triebe festgestellt werden.

Hierbei handelt es sich um die Blattnervenkrankheit, Blattbräune oder Anthraknose der Platane, hervorgerufen durch den Pilz Apiognomonia veneta. Begünstigt durch die eher kühle und feuchte Witterung tritt die Krankheit in diesem Jahr verstärkt auf.

Der Pilz wandert über Knospen, Blattnarben oder kleinere Ästchen in den Endtrieb ein. Die Folge ist eine plötzliche Welke der bereits ausgetriebenen Blätter. Auch wenn manche Platanen dadurch kein ansehnliches Bild abgeben, wird der Schaden durch den Blattverlust im Laufe des Sommers i.d.R. durch den Neuaustrieb kompensiert, sodass keine nachhaltigen Schäden zu erwarten sind. Zur Unterstützung können, dort wo möglich, zusätzliche Wassergaben bei Trockenheit hilfreich sein.

Gespinstmotte oder Eichenprozessionsspinner

Bildvergrößerung: Junge Eichenprozessionsspinnerraupen behaart links und Gespinstmottenraupen unbehaart rechts
Junge Eichenprozessionsspinnerraupen behaart links und Gespinstmottenraupen unbehaart rechts
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

3. Juni 2021

Der Eichenprozessionsspinner ist meist – wie der Name der Raupen verrät – nur an Eichen zu finden. Nicht jedoch auf Sträuchern und Büschen.
Das Farbspektrum der Raupen geht je nach Entwicklungsstadium von orangebraun im ersten Raupenstadium bis zum letzten mit dunklem Streifen auf dem Rücken und seitlicher graublauer Färbung mit heller, gelblich gefärbter Bauchunterseite. Sie sind schon ab dem ersten Larvenstadium behaart, bilden jedoch erst zum Ende des dritten Raupenstadium die gesundheitsgefährdenden Brennhaare aus.

Gespinstmotten bilden Nester, die komplette Bäume und vor allem Büsche wie weiße Schleier überziehen. Sie befinden sich häufig auf Traubenkirschen, aber auch auf Weißdorn, Pfaffenhütchen, Pappeln und Weiden. In Ausnahmefällen können auch Obstbäume betroffen sein.
Die kleinen Raupen sind im Gegensatz zu den Eichenprozessionsspinnern komplett unbehaart, gelblich gefärbt mit schwarzen Punkten und für den Menschen ungefährlich.

Gespinstmotten

Bildvergrößerung: Komplett eingesponnenes Gehölz
Komplett eingesponnenes Gehölz
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

20. Mai 2021

An verschieden Gehölzen (Pfaffenhüttchen, Weißdorn, Schlehe) sind zurzeit stark eingesponnene Gehölzteile zu beobachten. In deren Inneren befinden sich zahlreiche weißliche Raupen mit schwarzen Flecken. Die Raupen fressen geschützt in den Gespinsten und können ein Gehölz kahlfressen. Diese treiben in der Regel im nächsten Jahr wieder aus.

Sind die Gespinste erst einmal auffällig, so ist es für eine Bekämpfung zu spät. Günstig ist es, die Nester mit den Raupen so früh wie möglich herauszuschneiden und zu vernichten. Eine gesundheitliche Gefährdung geht von diesen Gespinsten und den Raupen nicht aus.

Monilia-Spitzendürre

Bildvergrößerung: Monilia an Sauerkirsche
Monilia an Sauerkirsche
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

28. April 2021

Die Feuchtigkeit zur Blüte von Mandelbäumchen und einigen frühblühenden Prunus-Arten hat bereits zu Infektionen durch die Monilia-Spitzendürre geführt. Die Spitzendürre wird durch den Pilz Monilinia laxa hervorgerufen.

Bei kühler feuchter Witterung dringt dieser Pilz über die Blüte in den Trieb ein und es kann in der Folge zu Rücktrocknungen der Triebe kommen. Besonders häufig leiden Ziermandel-Sträucher darunter. Sind die Triebe trocken, so sollte ein Schnitt bis ins gesunde Holz erfolgen

Betroffen sind neben Mandelsträucher besonders Sauerkirschen und Japanische Zierkirschen.

Buchsbaumzünsler

Bildvergrößerung: Buchsbaumzünsler im Überwinterungsgespinst am Buchsbaum
Buchsbaumzünsler im Überwinterungsgespinst am Buchsbaum
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin

8. April 2021

Buchsbäume sollten jetzt unbedingt auf einen Befall mit dem Buchsbaumzünsler hin kontrolliert werden, damit ein Anfangsbefall nicht übersehen wird.