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Aktuelles zum Pflanzenschutz

Komplett eingesponnenes Gehölz

Gespinstmotten

16. Mai 2022

An verschieden Gehölzen (Pfaffenhüttchen, Weißdorn, Schlehe) sind zurzeit stark eingesponnene Gehölzteile zu beobachten. In deren Inneren befinden sich zahlreiche weißliche Raupen mit schwarzen Flecken. Die Raupen fressen geschützt in den Gespinsten und können ein Gehölz kahlfressen. Diese treiben in der Regel im nächsten Jahr wieder aus.

Sind die Gespinste erst einmal auffällig, so ist es für eine Bekämpfung zu spät. Günstig ist es, die Nester mit den Raupen so früh wie möglich herauszuschneiden und zu vernichten. Eine gesundheitliche Gefährdung geht von diesen Gespinsten und den Raupen nicht aus.

Blumenwiese

Blumenwiese

19.04.2022

Die Zeit von März bis Mai eignet sich gut für die Aussaat einer Bienenweide. Die Saatgutmischung sollte dabei an die jeweiligen Standortbedingungen angepasst sein. Im Handel gibt es hierfür fertige Samenmischungen, die die Ansiedlung von heimischen Blumenarten erleichtern.

Apfelbaum mit Weißanstrich

Stammschutz

27.01.2022

Jetzt, Ende Januar werden die Tage spürbar länger und an sonnigen Tagen erwärmen sich dunkle Rindenoberflächen schnell. Das kann, besonders wenn auf sonnige Tage frostige Nächte folgen, zu Stammschäden führen. Jungbäume, besonders dünnrindige Baumarten sollten vorbeugend mit einem Stammschutz gegen thermische Schäden (Sonne/Hitze) versehen werden. Dabei hat sich Stammschutzfarbe bewährt. Bei der Ausbringung ist auf frostfreies Wetter zu achten. Gleiches gilt für Wildverbissmittel. Bitte hierzu die jeweilige Gebrauchsanleitung beachten, da ansonsten die Wirksamkeit stark beeinträchtig ist.

Raupen der Eichenprozessionsspinner

Empfehlungen zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner

01.12.2021

Auch in diesem Jahr ist es in sensiblen Bereichen (Anzahl von Menschen und Aufenthaltsdauer) wiederholt zum verstärkten Auftreten von Eichenprozessionsspinnerraupen gekommen. Die Zahlen und Daten des Monitorings 2021 belegen eine deutliche Zunahme der Standorte, obwohl hohe Aufwendungen für die mechanische Bekämpfung und Entfernung der Raupen und Nester getätigt wurden.

Da weiterhin ein ansteigendes Niveau in der Ausbreitung zu erwarten ist, sollten Bekämpfungsentscheidungen im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes in Erwägung gezogen werden. Weiteres entnehmen Sie bitte unseren Empfehlungen zur Bekämpfung.

Online-Kauf von Pflanzenschutzmitteln

18.11.2021

Vorsicht beim online-Kauf von Pflanzenschutzmitteln.
Auf Internetplattformen werden neben zugelassenen Pflanzenschutzmitteln vielfach auch verbotene oder nicht für die Anwendung durch nichtberufliche Anwender zugelassene Pflanzenschutzmittel angeboten. Die Anwendung solcher Mittel ist nicht gestattet und kann mit einer Geldbuße geahndet werden.

Weitere Informationen:

Hallimasch an Eiche

Pilze

19. Oktober 2021

Zurzeit sind viele Pilzfruchtkörper sichtbar. Das Auftreten im Umfeld von Bäumen oder an Bäumen ist jedoch unterschiedlich zu bewerten, da nicht jeder Pilzfruchtkörper automatisch auch eine „Gefahr“ für den Baum darstellt. Aktuell treten an vielen Stellen die Fruchtkörper des Hallimaschs Armillaria spp. auf. Dieser gefürchtete Pilz kann einen intensiven Holzabbau im Wurzelbereich sowie im Wurzelstock verursachen, der die Standsicherheit von Bäumen erheblich beeinträchtigt. Weitere Informationen zu diversen Holz zerstörenden Pilzen entnehmen Sie bitte auch unseren Pilzsteckbriefen auf unserer Webseite:

Novellierte Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung ist in Kraft getreten

Am 08. September 2021 ist die Fünfte Verordnung zur Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung in Kraft getreten. Zusammen mit der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes vom 18. August 2021 ist sie Teil des Insektenschutzpaketes der Bundesregierung.

Sie beinhaltet u.a. ein Verbot der Anwendung von Glyphosat haltigen Herbiziden in naturschutz- und wasserrechtlichen Schutzgebieten und sieht ein Anwendungsende in Deutschland mit Ablauf des Jahres 2023 vor.

Verboten ist nunmehr die Glyphosat Anwendung auf Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, d.h. im Stadtgrün, aber auch im Haus- und Kleingartenbereich, soweit bestandskräftige Zulassungen nicht entgegenstehen.

Im Ackerbau gelten ab sofort Anwendungsbeschränkungen für Glyphosat Herbizide, insbesondere für die Vorsaat- und Stoppelbehandlung. Eine Anwendung unmittelbar vor der Ernte ist grundsätzlich verboten.

Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln an Gewässern, ausgenommen kleine Gewässer von wasserwirtschaftlicher untergeordneter Bedeutung, gilt ab Böschungsoberkante ein Abstand von 10 Metern oder von 5 Metern, wenn eine geschlossene, ganzjährig begrünte Pflanzendecke vorhanden ist.

Lesefassung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung

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