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Aktuelles zum Pflanzenschutz

Berlin investiert in die Zukunft des Stadtgrüns – Senatorin gibt Startschuss für die Modernisierung der Klimakammern des Pflanzenschutzamtes

Pressemitteilung vom 12.08.2026:

Senatorin Ute Bonde besuchte heute gemeinsam mit Tatjana Adams, Mitglied der Geschäftsleitung der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), das Pflanzenschutzamt Berlin, um sich über die technische Ertüchtigung der Klimakammern zu informieren und gab den Startschuss für die Modernisierung der Anlagen. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) modernisiert zusammen mit der BIM die Klimakammern des Pflanzenschutzamtes grundlegend. Die neuen Anlagen schaffen künftig optimale Voraussetzungen für Versuche und Untersuchungen zur klimaangepassten Entwicklung des Berliner Stadtgrüns.

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Klimaanpassung beginnt dort, wo Wissen entsteht – und genau das schaffen wir hier im Pflanzenschutzamt neu. Mit den modernisierten Klimakammern können wir künftig testen, welche Baumarten Hitze und Trockenheit standhalten und wie wir unser Stadtgrün gezielt darauf vorbereiten. Diese Erkenntnisse fließen direkt in die Umsetzung des Klimaanpassungsgesetzes ein. Berlin zeigt damit: Wir schaffen die wissenschaftliche Grundlage für ein Stadtgrün, das dem Klima von morgen gewachsen ist.”

Die Klimakammern ermöglichen unter anderem die Simulation möglicher zukünftiger Klimabedingungen. Hierdurch können zum Beispiel die Auswirkungen steigender Temperaturen, längerer Trockenperioden und weiterer Klimafolgen auf Stadtbäume, Gehölze sowie auf Schädlinge und Pflanzenkrankheiten wissenschaftlich untersucht werden.

Tatjana Adams, Geschäftsleitung der BIM GmbH: „Die Erneuerung spezialisierter Klimakammern gehört für uns keineswegs zum Tagesgeschäft. Gerade deshalb ist diese Maßnahme mit einem Gesamtbudget von rund 1,7 Millionen Euro etwas Besonderes. Sie zeigt, dass auch sehr spezifische Nutzeranforderungen erfolgreich umgesetzt werden können, wenn alle Beteiligten eng zusammenarbeiten. Mit der Maßnahme schaffen wir eine moderne technische Grundlage für Untersuchungen und Versuche, die angesichts des Klimawandels, neuer Schadorganismen und der Anforderungen an ein zukunftsfähiges Stadtgrün zunehmend an Bedeutung gewinnen.“

Der gemeinsame Besuch unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen SenMVKU, BIM und Pflanzenschutzamt bei der Schaffung einer leistungsfähigen Infrastruktur für die Herausforderungen des Klimawandels.

Im Rahmen des Termins erhielten die Gäste einen Einblick in den Baufortschritt der Klimakammern sowie in die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten der Anlagen. Mit der Investition setzt das Land Berlin ein deutliches Zeichen für den Schutz und die langfristige Sicherung des urbanen Grüns sowie für eine wissenschaftlich fundierte Umsetzung des Berliner Klimaanpassungsgesetzes.

Trocken- und Hitzeschäden

24.07.2026

Verstärkt sind Trocken- und Hitzeschäden an Gehölzen erkennbar. Sie äußern sich durch eine vorzeitige Laubverbräunung und/oder Laubabwurf. Oftmals sterben einzelne Äste (Totholzbildung) und Kronenpartien ab. Besonders frisch gepflanzte Gehölze sind mit ihrem noch unzureichend ausgebildeten Wurzelwerk noch nicht in der Lage, aus tieferen Bodenschichten Wasser aufzunehmen. Daher sind diese stark von Oberflächenwasser (Regen und zusätzlicher Bewässerung) abhängig.

Trockenschäden an Rhododendron

Hitzeschäden an Birne

Nest mit verpuppten Raupen

Übergang Eichenprozessionsspinner in das Puppenstadium

26.06.2026

Die Larven des Eichenprozessionsspinners befinden sich im letzten der sechs Larvenstadien und werden in Kürze in die Puppenruhe übergehen.
Es geht nicht nur von den Larven samt den Brennhaaren eine gesundheitliche Gefährdung aus, sondern auch von den Tagesnestern und den Häutungsresten.

Der aktive Bekämpfungszeitraum des Eichenprozessionsspinners mittels mechanischer Maßnahmen (unter anderem Absaugen, Verkleben, Heißschaumbehandlung) bleibt weiterhin bestehen.

Weitere Informationen entnehmen Sie gerne unserer Website zum Eichenprozessionsspinner.

Pressemitteilung vom 22.05.2026:
Das Pflanzenschutzamt Berlin informiert über die aktuelle Entwicklung und Vorsichtsmaßnahmen

Blattnervenkrankheit an der Platane

26.05.2026

An Platanen sind gegenwärtig welkes Blattwerk und vielfach verstärkter Blattfall sichtbar, was auf die Blattnervenkrankheit (Anthraknose) durch den Pilz Apiognomonia veneta zurückzuführen ist, welcher sich durch den kühlfeuchten Mai optimal ausbreiten konnte. Die Krankheit verursacht schwärzliche Verfärbungen des Blattgewebes. Es wird erwartet, dass der Schaden durch den Blattverlust im Laufe des Sommers durch den Neuaustrieb kompensiert wird.

Welkes, herabhängendes Blattwerk in Platane

Schwärzliche Verfärbungen am Blattwerk der Platane

Eichenprozessionsspinner

20.05.2026

Die Larven des Eichenprozessionsspinners haben sich zum zweiten Mal gehäutet, weisen eine Länge von rund 2 Zentimetern auf und befinden sich – je nach Standort – im sogenannten dritten Larvenstadium (L3). Ab diesem Entwicklungsstadium bilden die Raupen die bekannten Brennhaare aus, die bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können. Gegenwärtig wurden die ersten Nester im unteren Stammbereich gebildet, was eine erhöhte Gefahr für die Bevölkerung und Haustiere darstellt.

Weitere Informationen entnehmen Sie gerne unserer Website zum Eichenprozessionsspinner.

Pressemitteilung vom 22.05.2026:
Das Pflanzenschutzamt Berlin informiert über die aktuelle Entwicklung und Vorsichtsmaßnahmen

L3-Larve Eichenprozessionsspinner

Tagesnester Eichenprozessionsspinner

Erste Gespinste der Euonymus-Gespinstmotte auffällig

23.04.2026

Aktuell sind bei genauerer Betrachtung von Pfaffenhütchen vereinzelt die ersten Gespinste der Larven der Euonymus-Gespinstmotte zu erkennen. Die hellgelben unbehaarten Larven haben derzeit eine Größe von rund 0,5 cm und fressen gesellig an den Blättern. Sowohl die Raupen als auch deren Gespinste sind für den Menschen völlig harmlos. Dennoch ist nun ein guter Zeitpunkt, um diese frühzeitig durch Schnitt aus den Sträuchern zu entfernen, bevor die Larven und die Gespinste größer werden und ganze Sträucher Mitte Mai mit Gespinsten umhüllt sind.

Weitere Informationen hierzu finden sich im Merkblatt.

  • Merkblatt zu Raupen und Gespinste im Stadtgrün

    PDF-Dokument (526.7 kB)

Junge Larven der Euonymus-Gespinstmotte

späterer Kahlfraß durch Euonymus-Gespinstmotte

Junge Raupen des Eichenprozessionsspinners

Raupen des Eichenprozessionsspinners

16.04.2026

Seit einigen Tagen hat im Berliner Stadtgebiet der Schlupf der Eichenprozessionsspinner begonnen. Aktuell geht von den Raupen keine Gefährdung aus. Beginnend ab dem L3-Stadium entwickeln die Raupen Brennhaare, welche das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Das Nesselgift kann beim Menschen und bei Tieren starke gesundheitliche Reaktionen verursachen.

Kontrolle im Inneren eines Buchsbaumes auf Fraßaktivität des Buchsbaumzünslers

Raupen des Buchsbaumzünslers

13.03.2026

Gegenwärtig sollten Buchsbaumbestände hinsichtlich ersten Aktivitäten des Buchsbaumzünslers kontrolliert werden. In den letzten Tagen konnten bereits erste Aktivitäten der Buchsbaumzünslerraupen, insbesondere im geschützten inneren Teil der Pflanzen, festgestellt werden. Je nach Standort sollte sich die Aktivität der Raupen in der kommenden Woche verstärken. Insofern sind Gegenmaßnahmen zur Bekämpfung der überwinterten Jungraupen bis Ende des Monats zu planen. Weitere Informationen entnehmen Sie gerne unserer Webseite sowie dem entsprechenden Merkblatt.

  • Buchsbaumzünsler: Gegenmaßnahmen und zugelassene Wirkstoffe

    PDF-Dokument (70.5 kB) - Stand: Mai 2026

Lavendel im Beet mit Frostschaden und Staunässe

Winterschäden an immer- und wintergrünen Gehölzen

16.02.2026

Wenngleich bereits die ersten Schneeglöckchen blühen und Vorboten des nahenden Vorfrühlings sind, haben Schnee und Barfröste der vergangenen Wochen für Winterschäden an immer- und wintergrünen Gehölzen gesorgt. Neben Frostschäden an Blättern und Trieben, wird derzeit auch mit Wurzelschädigungen gerechnet. In den Grünanlagen und Gärten sollten daher im Frühjahr entsprechende Pflegemaßnahmen wie Rückschnitt, Ausputzen (Pflanzenhygiene) und Düngung der Pflanzungen zur Gesunderhaltung eingeplant werden.
Wir informieren darüber ausführlicher in den nächsten Ausgaben des Grünen Blattes und des Berliner Gartenbriefs.