Aktuelles zum Pflanzenschutz

Blattnervenkrankheit an der Platane

26.05.2026

An Platanen sind gegenwärtig welkes Blattwerk und vielfach verstärkter Blattfall sichtbar, was auf die Blattnervenkrankheit (Anthraknose) durch den Pilz Apiognomonia veneta zurückzuführen ist, welcher sich durch den kühlfeuchten Mai optimal ausbreiten konnte. Die Krankheit verursacht schwärzliche Verfärbungen des Blattgewebes. Es wird erwartet, dass der Schaden durch den Blattverlust im Laufe des Sommers durch den Neuaustrieb kompensiert wird.

Welkes, herabhängendes Blattwerk in Platane

Schwärzliche Verfärbungen am Blattwerk der Platane

Eichenprozessionsspinner

20.05.2026

Die Larven des Eichenprozessionsspinners haben sich zum zweiten Mal gehäutet, weisen eine Länge von rund 2 Zentimetern auf und befinden sich – je nach Standort – im sogenannten dritten Larvenstadium (L3). Ab diesem Entwicklungsstadium bilden die Raupen die bekannten Brennhaare aus, die bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können. Gegenwärtig wurden die ersten Nester im unteren Stammbereich gebildet, was eine erhöhte Gefahr für die Bevölkerung und Haustiere darstellt.

Weitere Informationen entnehmen Sie gerne unserer Website zum Eichenprozessionsspinner.

Pressemitteilung vom 22.05.2026:
Das Pflanzenschutzamt Berlin informiert über die aktuelle Entwicklung und Vorsichtsmaßnahmen

L3-Larve Eichenprozessionsspinner

Tagesnester Eichenprozessionsspinner

Erste Gespinste der Euonymus-Gespinstmotte auffällig

23.04.2026

Aktuell sind bei genauerer Betrachtung von Pfaffenhütchen vereinzelt die ersten Gespinste der Larven der Euonymus-Gespinstmotte zu erkennen. Die hellgelben unbehaarten Larven haben derzeit eine Größe von rund 0,5 cm und fressen gesellig an den Blättern. Sowohl die Raupen als auch deren Gespinste sind für den Menschen völlig harmlos. Dennoch ist nun ein guter Zeitpunkt, um diese frühzeitig durch Schnitt aus den Sträuchern zu entfernen, bevor die Larven und die Gespinste größer werden und ganze Sträucher Mitte Mai mit Gespinsten umhüllt sind.

Weitere Informationen hierzu finden sich im Merkblatt.

  • Merkblatt zu Raupen und Gespinste im Stadtgrün

    PDF-Dokument (526.7 kB)

Junge Larven der Euonymus-Gespinstmotte

späterer Kahlfraß durch Euonymus-Gespinstmotte

Junge Raupen des Eichenprozessionsspinners

Raupen des Eichenprozessionsspinners

16.04.2026

Seit einigen Tagen hat im Berliner Stadtgebiet der Schlupf der Eichenprozessionsspinner begonnen. Aktuell geht von den Raupen keine Gefährdung aus. Beginnend ab dem L3-Stadium entwickeln die Raupen Brennhaare, welche das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Das Nesselgift kann beim Menschen und bei Tieren starke gesundheitliche Reaktionen verursachen.

Kontrolle im Inneren eines Buchsbaumes auf Fraßaktivität des Buchsbaumzünslers

Raupen des Buchsbaumzünslers

13.03.2026

Gegenwärtig sollten Buchsbaumbestände hinsichtlich ersten Aktivitäten des Buchsbaumzünslers kontrolliert werden. In den letzten Tagen konnten bereits erste Aktivitäten der Buchsbaumzünslerraupen, insbesondere im geschützten inneren Teil der Pflanzen, festgestellt werden. Je nach Standort sollte sich die Aktivität der Raupen in der kommenden Woche verstärken. Insofern sind Gegenmaßnahmen zur Bekämpfung der überwinterten Jungraupen bis Ende des Monats zu planen. Weitere Informationen entnehmen Sie gerne unserer Webseite sowie dem entsprechenden Merkblatt.

  • Buchsbaumzünsler: Gegenmaßnahmen und zugelassene Wirkstoffe

    PDF-Dokument (70.5 kB) - Stand: Mai 2026

Lavendel im Beet mit Frostschaden und Staunässe

Winterschäden an immer- und wintergrünen Gehölzen

16.02.2026

Wenngleich bereits die ersten Schneeglöckchen blühen und Vorboten des nahenden Vorfrühlings sind, haben Schnee und Barfröste der vergangenen Wochen für Winterschäden an immer- und wintergrünen Gehölzen gesorgt. Neben Frostschäden an Blättern und Trieben, wird derzeit auch mit Wurzelschädigungen gerechnet. In den Grünanlagen und Gärten sollten daher im Frühjahr entsprechende Pflegemaßnahmen wie Rückschnitt, Ausputzen (Pflanzenhygiene) und Düngung der Pflanzungen zur Gesunderhaltung eingeplant werden.
Wir informieren darüber ausführlicher in den nächsten Ausgaben des Grünen Blattes und des Berliner Gartenbriefs.