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Tierische Schaderreger: Kupferstecher

  • Kupferstecher: Größenvergleich

    Kupferstecher: Größenvergleich

  • Bohrmehl

    austretendes Bohrmehl

  • Kupferstecher: Brutbild unter der Rinde

    Kupferstecher: Brutbild unter der Rinde

  • Kupferstecher

    Kupferstecher

Borkenkäfer, so auch der Kupferstecher, sind allgegenwärtig und befallen bevorzugt kranke und geschwächte Bäume und Gehölze. Sind die äußeren Bedingungen günstig, so treten sie verstärkt auf. Wärme und Trockenheit begünstigen die Entwicklung der Käfer. Gleichermaßen führen die Veränderungen im Witterungsverlauf, die häufigen Trockenperioden, gepaart mit hohen Temperaturen zu verstärktem Stress der Wirtsbäume, die somit als Brutbäume attraktiv werden.

Lebenszyklus der Kupferstecher

Lebensweise

Lebenszyklus der Kupferstecher

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Kupferstecher – Pityógenes chalcógraphus

  • Vorkommen:

    Fichte, Kiefer, Weymouthkiefern, Lärchen, Douglasie, Tanne, Wacholder

  • Schwarm:

    April/Mai und Juli/August an sonnigen Tagen

  • Paarung:

    das Männchen bohrt sich in die Rinde ein und fertigt die Rammelkammer

  • Brutbild:

    3- bis 6-armiger Sterngang, je nach Anzahl der begatteten Weibchen

  • Larvenschlupf:

    einige Tage nach der Eiablage

  • Larvenfraß:

    kurze, nah beieinander liegende Gänge

  • Verpuppung:

    am Ende der Larvengänge in der Rinde

  • Reifungsfraß:

    Jungkäfer

  • Regenerationsfraß:

    der Weibchen nach der ersten Eiablage

  • Generation:

    doppelt, je nach Witterung auch Geschwisterbruten

  • Symptome:

    Austreten von Harz, feines braunes Bohrmehl, feine Bohrlöcher, Spechteinschläge, Verfärben und Schütterwerden der Krone, Rötung der Nadeln, bei älteren Bäumen nur im Kronenraum an stärkeren Ästen

  • Schaden:

    teilweises oder ganzes Absterben des Wirtsbaumes

Monitoring

Der Kupferstecher wird seit 2004 im Berliner Stadtgebiet mit Pheromonfallen überwacht. Besonders bei geschwächten und gestressten Gehölzen führt der Befall zu Absterbeerscheinungen. Die wiederholt warmen und trockenen Jahre haben ihn stark in seiner Ausbreitung stark begünstigt.

Auftreten des Kupferstechers in Berlin 2004 bis 2021 (Mittelwert pro Falle)

Auftreten des Kupferstechers im Stadtgebiet Berlin 2004 bis 2021, Mittelwert pro Falle

Im Gegensatz zu 2020 mit der höchsten Anzahl gefangener Kupferstecher (5675) betrug die Anzahl 2021 etwas weniger als die Hälfte (2554 Kupferstecher) und liegt im Vergleich der Jahre 2004 bis 2021 als sechsthöchster Wert auf einem mittleren Niveau. Der bislang niedrigste Wert wurde im Jahr 2015 (464 Kupferstecher) ermittelt. Beim Vergleich des unterschiedlich starken Auftretens des Kupferstechers mit dem Witterungsverlauf des jeweiligen Jahres scheint auf ein eher trockenes Jahr eines mit einem stärkeren bis starken Kupferstecher-Flug zu folgen.

Flugverlauf des Kupferstechers im Berliner Stadtgebiet 2021 im Vergleich zum mittleren Flugverlauf

Flugverlauf des Kupferstechers 2021 im Vergleich zum mittleren Flugverlauf (2004 bis 2021) im Stadtgebiet Berlin

Flugverlauf 2021

Einige wenige Käfer wurden zwar schon von Mittel April bis Anfang Mai gefangen, jedoch setzte der erste starke Schwarmflug erst Mitte Mai mit dem Ansteigen der Temperaturen ein. Kupferstecher sind, wie alle Borkenkäfer, wärmeliebend. In eher kühlen Phasen, besonders auch nachts, geht ihre Schwarmaktivität etwas zurück bzw. verläuft auf einem niedrigen Niveau.

Weiterhin ist ein sehr hohes Potential an Kupferstechern im Stadtgebiet vorhanden und mit entsprechenden Schädigungen und Ausfallerscheinungen an Gehölzen ist zu rechnen. Vorbeugend ist auf eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung der Gehölze zu achten.