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Lebensweise

Lebenszyklus der Eichenprozessionsspinner

  • Eigelege

    Eigelege

  • Zweites Raupenstadium Eichenprozessionsspinner

    Raupen im zweiten Larvenstadium

  • Raupe

    Raupe im dritten Stadium mit Brennhaaren

  • altes, verlassenes Nest

    Altes, verlassenes Nest

Eichenprozessionsspinner – Thaumetopoea processionea

  • Vorkommen:

    Eichenarten

  • Flugzeit:

    Juli / August, Männchen/Weibchen können größere Strecken zurücklegen

  • Eiablage:

    im oberen Teil besonnter Eichenkronen an dünnen Zweigen mit glatter Rinde, in einschichtigen Platten, die zur Tarnung mit Afterschuppen bedeckt sind

  • Larvenschlupf:

    Ende April/Anfang Mai, bei Austrieb der Eichen

  • Larvenfraß:

    junge Raupen die austreibenden Knospen, die älteren die Blätter

  • Larvenentwicklung:

    • insgesamt 6 Larvenstadien (L1 – L6); Larven sind stark behaart
    • ab Larvenstadium 3 Ausbildung der gefährlichen Gifthaare
  • Lebensweise:

    • Leben in Fraßgesellschaften, gemeinschaftliche Prozessionen auf die Fraßbäume
    • junge Larven in locker zusammengesponnen Blättern oder Zweigen,
    • ältere Larven (ab L5) in typischen Gespinstnestern am Stamm, Astgabeln oder der Unterseite stärkerer Äste
  • Verpuppung:

    in den Gespinsten

  • Überwinterung:

    als Ei

  • Schaden:

    Fraßschäden, Zuwachs- und Vitalitätsverluste der Eichen

Die Raupen, die Nester und die alten verlassenen Nester stellen für Menschen und Tiere (aufgrund der Gifthaare) eine Gefahrenquelle dar.

Schlupf der Eiräupchen

Beispiel: Entwicklungsverlauf 2013

Schlupf:
Schlupf der Eiräupchen am 18.04.2013
Die Raupen sind von Beginn an behaart.

Erste Prozessionen

Prozession:
Die erste Prozession der Raupen direkt nach dem Schlupf
Größe der Raupen: ca. 0,3 cm
Farbe: orangebraun mit schwarzer Kopfkapsel
Haare: lang und dunkel

Larvenstadium 1

Larvenstadium 1:
Lebensweise: gesellig, noch ohne ein ausgeprägtes Nest
Fraß: an den schwellenden, austreibenden Knospen

Larvenstadium 2

Larvenstadium 2:
Die erste Häutung erfolgte 2013 nach ca. 17 Tagen (04.05.2013) Entwicklungszeit.
Größe der Raupen: ca. 1,5 cm
Farbe: dunkler Streifen auf dem Rücken, mit graublauer Seite
Haare: hell, weiß scheinend

Larvenstadium 3

Larvenstadium 3:
Die zweite Häutung erfolgte 2013 nach ca. 30 Tagen (17.05.2013) Entwicklungszeit.
Größe der Raupen: ca. 3 cm
Farbe: intensiver; die Ausbildung der rötlich braunen Spiegelflecke
Haare: Beginn der Brennhaarbildung am Ende des Larvenstadiums auf dem 11.Segment

Larvenstadium 4

Larvenstadium 4:
Die dritte Häutung erfolgte 2013 nach ca. 43 Tagen (30.05.2013) Entwicklungszeit.
Farbe: die Bauchseite verfärbt sich deutlich sichtbar ins gelbliche
Haare: Brennhaare auf dem 10. und 11. Segment
Beweglichkeit: die Raupen sind in diesem Stadium äußerst mobil
Nester: die Ausbildung von Tagesnestern beginnt

Larvenstadium 5

Larvenstadium 5:
Die vierte Häutung erfolgte 2013 nach ca. 54 Tagen (10.06.2013) Entwicklungszeit.
Größe der Raupen: mehr als 3 cm Länge
Haare: Brennhaare bis zum 4. Segment
Beweglichkeit: die Raupen werden zunehmend träger
Nester: größer Raupenansammlungen sind sichtbar

Larvenstadium 6

Larvenstadium 6:
Die fünfte Häutung erfolgte 2013 nach ca. 65 Tagen (21.06.2013) Entwicklungszeit.
Größe der Raupen: über 4cm Länge
Haare: Brennhaare vom 4. bis 11. Segment
Beweglichkeit: die Raupen sind extrem träge

Ruhestadium

Ruhestadium:
Eintritt in die Puppenruhe in 2013 nach ca. 75 Tagen (30.06.2013) Entwicklungszeit.
Dauer: ca. 3 Wochen; Puppen können auch 1 bis 2 Jahre überliegen
Wo: an geschützten Stellen am Stamm und an Starkästen, meist dort wo bereits alte Nester vorhanden waren oder sich die Tagesnester befanden.
Wie: eingesponnen in festen Gespinsten an denen die alten Häute mit Haaren und Raupenkot sichtbar ist

Falterflug

Falterflug:
Der Beginn des Falterfluges in 2013 war nach ca. 91 Tagen (17.07.2013) Entwicklungszeit.
Dauer des Falterfluges: bis Ende August
Hauptflugzeit: Mitte Juli bis Mitte August; Nachts, Lichtquellen werden bevorzugt angeflogen

Eigelege

Eigelege:
Die Eiablage erfolgt oftmals in der ersten Nacht nach dem Falterschlupf.
Wo: an ein- bis zweijährigen Zweigen im Kronenbereich von Eichen. Besonnte und einzelstehende Eichen werden bevorzugt.
Anzahl: die Weibchen legen im Schnitt 150 Eier in Zeilen ab, die durch verkittete, graue Afterwolle gut getarnt sind.