Zunehmende Schäden an Laub- und Obstgehölzen durch den Ungleichen Holzbohrer wurden besonders in bzw. nach Jahren mit extremen Witterungsverläufen (Hitze, Trockenheit, Spätfröste etc.) festgestellt. Der Ungleiche Holzbohrer gehört zu den sekundär schädlichen Borkenkäfern, d.h. zunächst befällt er nur kranke und geschwächte Gehölze oder solche, die sich im Umpflanzschock befinden. Anhaltende Trockenperioden führen zum Stress und zu einer Schwächung der Bäume, die somit zu idealen Brutbäumen werden.
Tierische Schaderreger: Ungleicher Holzbohrer
Aktuelle Monitoringzahlen aus dem Jahr 2026
Auftreten des Ungleichen Holzbohrers in Berlin 2004 bis 2025
Flugverlauf des Ungleichen Holzbohrers 2025 im Stadtgebiet Berlin im Vergleich zum Mittelwert
Bild: Pflanzenschutzamt Berlin
Flugverlauf 2025
Mit ansteigenden Tagestemperaturen erfolgte im Jahr 2025 gegen Ende März vereinzelt der Flug erster Borkenkäfer. Ungleiche Holzbohrer können bereits Anfang März bei Tagestemperaturen ab 18 °C/20 °C fliegen. Von Anfang bis Ende April kam es aufgrund der Witterung zu einem starken Auftreten des Ungleichen Holzbohrers. In diesem Zeitraum wurden oftmals Tageshöchstwerte über 20 °C erreicht. Mit dem Flughöhepunkt gegen Ende April nahmen die Fangzahlen ab. Bereits gegen Mitte Mai stellte sich der Flug ein und wenige Holzbohrer konnten bis Ende August noch in den Fallen gefangen werden. Oftmals treten immer wieder „Nachzügler“ im Juli/August auf.
Lebensweise
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Lebenszyklus der Ungleichen Holzbohrer
PDF-Dokument (186.7 kB)
Ungleicher Holzbohrer - Xyleborus dispar (Anisandrus dispar)
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Vorkommen:
Laub- und Obstgehölze, gelegentlich auch an Pinus, Thuja u. Juniperus
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Flugzeit:
April/Mai, wenn die Mittagstemperaturen 18°C bis 20°C erreichen
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Begattung:
am Geburtsort, die Männchen sind flugunfähig
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Brutsystem:
das Weibchen bohrt senkrechte Eingangröhre (bis 6 cm), von der die Brutröhren abzweigen, dabei Übertragung des Ambrosiapilzes
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Eiablage:
in Häufchen, bis Juni, je nach voranschreitender Anlage des Brutsystems
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Ernährung:
vom Ambrosiapilz
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Verpuppung:
in den Gängen
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Überwinterung:
die meisten Jungkäfer überwintern im Brutsystem
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Generation:
einfach, in wärmeren Regionen sind 2 pro Jahr möglich
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Symptome:
kreisrunde Einbohrlöcher an Zweigachsen, Astquirlen und Astnarben, die senkrecht ins Holz gehen, Auswurf von feinem hellem Bohrmehl, Saftfluss
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Schaden:
Pilz zerstört die Zellulose, Absterbeerscheinungen je nach Stärke des Befalls
Kontakt
Pflanzenschutzamt Berlin