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Öffentlich-rechtliche Namensänderung

Unterschrift
Bild: B. Wylezich - Fotolia.com

Keine offenen Sprechstunden

Das Rechtsamt wird ab Februar 2021 keine offenen Sprechstunden mehr anbieten.
In dringenden Fällen kann mit den Bürgerinnen und Bürgern telefonisch oder per E-Mail ein fester Termin vereinbart werden.

Allgemeine Informationen:

Das deutsche Namensrecht ist durch die entsprechenden Vorschriften des Bürgerlichen Rechts umfassend und im Grundsatz abschließend geregelt. Das BGB sieht hierzu vielfältige Erklärungsmöglichkeiten vor.
Sofern keine der dort genannten Möglichkeiten in Betracht kommt, wäre die Möglichkeit der nachrangigen “öffentlich-rechtlichen Namensänderung” zu prüfen. Die öffentlich-rechtliche Namensänderung hat Ausnahmecharakter. Sie dient als Korrektiv, um vom Gesetz nicht beabsichtigte unzulängliche Härten zu beseitigen, die sich im Einzelfall aus der Verpflichtung, den überkommenen Namen zu führen, ergeben können. Sie ist hingegen kein taugliches Mittel, um den Namensträger vor jeder Art von Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten zu bewahren, die die Führung eines bestimmten Namens mit sich bringen kann.

Hinweise:

Voraussetzung für eine Namensänderung ist das Vorliegen eines wichtigen Grundes. Ob ein wichtiger Grund vorliegt, ergibt sich aus einer Interessenabwägung, bei der folgendes zu prüfen ist:

  • liegen objektiv feststellbare Umstände vor, die das Interesse des Antragstellers an der Namensänderung als schutzwürdig erscheinen lassen und
  • rechtfertigen diese Umstände den Schluss, dass das öffentliche Interesse, welches in der Regel die Beibehaltung des bisherigen Namens fordert, zurücktreten muss.

Unterlagen:

Anträge auf Änderung des Vor- oder Familiennamens sind bei der Verwaltungsbehörde zu stellen, in deren Bezirk der Antragsteller seinen Wohnsitz hat.

Nur Bürger, die im Bezirk Marzahn-Hellersdorf wohnhaft sind, wenden sich an das Rechtsamt Marzahn-Hellersdorf, Alice-Salomon-Platz 3, 12627 Berlin, Ansprechpartnerin ist Frau Grosse, Telefon: 90293 2404 oder 90293 2403

Hier erhalten Sie auch Information darüber, welche Unterlagen zusammen mit dem entsprechenden Antrag eingereicht werden müssen.

Rechtliche Grundlagen:

Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen
–NamÄndG- vom 05.01.38 (RGBl. I S. 9, BGBl. III Nr. 401-1) mit späteren Änderungen

Erste Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen –NamÄndDV- vom 07.01.38 (RGBl. I S. 12, BGBl. III Nr. 401-1-1) mit späteren Änderungen

Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen
–NamÄndVwV- vom 11.08.80 (BAnz. Nr. 153 a vom 20.08.80) mit späteren Änderungen

Gebühren:

Änderung des Familiennamens – zwischen 2,56 € und 1022,58 €.
Änderung des Vornamens – zwischen 2,56 € und 255,65 €.

Die Höhe der Gebühr richtet sich nach dem Verwaltungsaufwand und den wirtschaftlichen Verhältnissen (Einkommen) des Antragstellers.

Bei Ablehnung oder Antragsrücknahme wird 1/10 bis ½ dieser Gebühr erhoben.

Antrag Änderung Familiennamen - Stand 2018

PDF-Dokument (170.1 kB)

Antrag Änderung Vornamen - Stand 2018

PDF-Dokument (169.0 kB)

Merkblatt Namensänderung - Stand 2018

PDF-Dokument (32.0 kB)