Drucksache - 2291/VII  

 
 
Betreff: Radverkehrsstrategie: Modellprojekte auch für Marzahn-Hellersdorf
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion Bündnis 90/Die Grünenüberfraktionell
Verfasser:Kern, Bernadette 
Drucksache-Art:AntragAntrag
   Beteiligt:Fraktion DIE LINKE
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Entscheidung
28.04.2016 
Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlagen:
1. Antrag PDF-Dokument
2. Überfraktioneller Antrag (GRÜNE, LINKE) PDF-Dokument

Die BVV möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht,gliche Modellprojekte im Bezirk zur Umsetzung der Radverkehrsstrategie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zu benennen und sich für ihre Umsetzung bei den zuständigen Stellen einzusetzen.

 

Im Zusammenhang mit der Erreichbarkeit der IGA 2017 mit dem Fahrrad ist besonders die Konzeption und Realisierung eines (von drei geplanten) bezirklichen Fahrradroutenabschnitten mit besonderer örtlicher Bedeutung und möglicher Vorbildfunktion zu prüfen.
 

Darüber hinaus wird das Bezirksamt ersucht, sich im Rahmen der Radverkehrsstrategie für die Realisierung der vom BUND Berlin vorgeschlagenen Radschnellverbindung „Schlossplatz-Wuhletal“ einzusetzen. Zu prüfen ist dabei konkret, ob als erster Realisierungsschritt die Schackelsterstraße als vorfahrtberechtigte Fahrradstraße sowie der Biesdorfer Friedhofsweg als Fahrradstraße ausgewiesen werden können.


Begründung:

Da der Anteil der Fahrradfahrenden in Marzahn-Hellersdorf im Vergleich zu Berlin unterdurchschnittlich ist, erfordert die Förderung des Radverkehrs besondere Aufmerksamkeit. Die Umsetzung von Modellprojekten im Bezirk im Rahmen der Radverkehrsstrategie (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/verkehr/politik_planung/rad/strategie/de/modellprojekte.shtml) könnte helfen, das Radfahren attraktiver zu gestalten. Dazu sind der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt geeignete Modellprojekte vorzuschlagen.

 

Folgende Modellprojekte wurden noch nicht begonnen
(vgl. Antwort auf Frage 1 zur Schriftlichen Anfrage 17/17935 im Abgeordnetenhaus zu Berlin, http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S17-17935.pdf):
 

-          Umsetzung von drei Nahbereichskonzepten durch Maßnahmen im Straßenraum, bei den Abstellmöglichkeiten und der Verknüpfung mit öffentlichen Verkehrsmitteln

-          Umsetzung von mindestens drei im Rahmen der „Strategie Fahrradparken“ zu benennenden Vorhaben (z.B. Fahrradstation mit Serviceangeboten für Radfahrer und mindestens 500 Stellplätzen)

-          Modellprojekt fahrradfreundliche Einkaufsstraße: modellhafte Ausrüstung mit Fahrradstellplätzen und innovativen Service-Attributen (z.B. Verleih von Transporträdern)

-          Konzeption und Realisierung von drei bezirklichen Fahrradroutenabschnitten mit besonderer örtlicher Bedeutung und möglicher Vorbildfunktion

-          Umsetzung und Evaluation von drei innovativen Knotenlösungen (z.B. Radfahrerschleuse), bei Bewährung Aufstellung von Regelplänen dazu.
 

Die ersten drei Modellprojekte sind abhängig von der Fertigstellung der Strategie Fahrradparken, zu der erste Erkenntnisse im April 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.

 

Aktuell hat dazu der BUND Berlin Vorschläge für Radschnellverbindungen und Berliner Rad-Vorrangrouten vorgelegt:
http://www.bund-berlin.de/fileadmin/bundberlin/pdfs/Mobilitaet/BVR_WegeRadverkehrIIIkom_25032016.pdf.

 

Für Marzahn-Hellersdorf ist dabei insbesondere die Radschnellverbindung „Schlossplatz-Wuhletal“  für die radverkehrliche Anbindung der IGA 2017 von zentraler Bedeutung.

 
 

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