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Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation Geflüchteter

Papier auf dem steht: Angekommen in Berlin: Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation Geflüchteter
Bild: BA M-H

Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation Geflüchteter

Der Berliner Senat hat sich die Stärkung der Integrations- und Partizipationsmöglichkeiten für Geflüchtete zum Ziel gesetzt. Flüchtlingspolitik ist ein wichtiger Teil der gesamtgesellschaftlichen Stadtpolitik und von Bedeutung für unser städtisches Zusammenleben, in dem Themen wie Wohnen, Schule, Kita, Arbeit, Ausbildung und Gemeinwohl eine große Rolle spielen.

Im Dezember 2018 legte der damalige Beauftragte für Integration und Migration, Andreas Germershausen, ein Strategiepapier zur Integration und Partizipation vor, das gemeinsam mit allen Senatsverwaltungen und vielen Akteuren der Stadtgesellschaft entwickelt wurde. Es enthält die flüchtlingspolitischen Schwerpunkte, an denen sich die Politik des Senats sowie die Maßnahmen der Berliner Verwaltung orientieren und an dem der Stand der Umsetzung von Integrations- und Partizipationsbemühungen in Berlin nachvollzogen werden kann. Dieses „Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation Geflüchteter” löst den „Masterplan Integration und Sicherheit“ ab, der im März 2016 beschlossen wurde. Es legt seinen Fokus auf die Lebenssituation Geflüchteter in der Zeit des Ankommens und der ersten Jahre in Berlin.

Damit eine bessere Teilhabe von geflüchteten Menschen gelingt und sie dauerhaft in das Stadtleben einbezogen werden, müssen ihre Unterbringung, der Zugang zu Bildung und zum Arbeitsmarkt oder das Deutschkursangebot in den Blick genommen werden. Auch ihre Beteiligung an Nachbarschaftsprojekten sowie Kultur- und Sportveranstaltungen in den Kiezen sind wichtige Themen im Gesamtkonzept.

"Integrationsfonds" Marzahn-Hellersdorf

Mit dem „Masterplan für Integration und Sicherheit“ wurden 2016 die bezirklichen „Integrationsfonds“ eingeführt, d.h. Fördertöpfe, mit denen die Bezirksämter Projekte finanzieren können, die sich nach den konkreten Gegebenheiten vor Ort richten und spezifische Bedarfe einkalkulieren. Diese bezirklichen „Integrationsfonds“ sind 2018 in das „Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation Geflüchteter“ überführt worden.

  • Jahr

    Mittel aus dem Integrationsfonds für Marzahn-Hellersdorf

  • 2021

    925.200,00 Euro

  • 2020

    925.194,00 Euro

  • 2019

    924.876,00 Euro

  • 2018

    892.000,00 Euro

  • 2017

    926.400,00 Euro

  • 2016

    429.600,00 Euro

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf trägt in einer jährlich stattfindenden fachämterübergreifenden Abstimmungsrunde zur Planung des „Integrationsfonds“ im Rahmen des „Gesamtkonzeptes zur Integration und Partizipation Geflüchteter“ sämtliche Maßnahmen und Projekte zusammen, die aus Sicht aller Ämter und Serviceeinheiten gefördert werden sollen, um anschließend eine Priorisierung vorzunehmen. Die finanzierten Projekte werden quartalsweise ausgewertet und durch das Integrationsbüro des Bezirksamtes besucht und beraten.

Besonders für Geflüchtete und Wohnungssuchende, die in Sammelunterkünften untergebracht und auf Sozialberatung oder Integrationsangebote angewiesen sind, stellt die aktuelle Corona-Pandemie eine große Herausforderung dar. Die durch den Integrationsfonds geförderten Projekte sind aufgefordert, ihre Angebote unter den gegebenen Umständen aufrechtzuerhalten. Das betrifft z.B. Beratungen, die ursprünglich mit persönlichem Kontakt vorgesehen waren und nun über Ton- oder Bildübertragungen sichergestellt werden. Im Jahr 2021 liegt der Fokus der Förderung weiterhin auf der psychosozialen Versorgung von Geflüchteten, da sich neben den Symptomen von Belastungsstörungen, die oftmals erst einige Jahre nach dem Ankommen in Deutschland auftreten, weitere Symptome auswirken, die u.a. auf die Isolation während der Corona-Pandemie zurückzuführen sind. Ein weiterer Förderschwerpunkt liegt in der Unterstützung von selbstorganisierten Projekten, wie z.B. dem Frauentreff „Anahita“ oder dem Empowerment-Projekt „LaLoKa“, wo Geflüchtete nachbarschaftliche Angebote initiieren und ihre eigene Perspektive einbringen. Als unverzichtbar erweisen sich ebenfalls die Spendenstelle, die Beratungsstelle zur Wohnraumvermittlung, die bereits in den Vorjahren sehr erfolgreiche Betreuungsarbeit geleistet und zahlreiche Personen in eine eigene Mietwohnung geführt hat, sowie die fachkundige Rechtsberatung inklusive der Begleitung zu entsprechenden Behörden.

Der Großteil der geplanten Maßnahmen ist darauf ausgerichtet, entweder möglichst viele geflüchtete Menschen zu erreichen, da sie zumeist die Hauptadressaten ebendieser Maßnahmen sind oder ein möglichst ausgewogenes Verhältnis zwischen geflüchteten und nicht-geflüchteten Menschen zu verwirklichen, da nur so wechselseitige Begegnungen stattfinden können. In anderen Fällen geht es darum, ganz gezielt einen besonderen, manchmal eher kleineren Personenkreis zu adressieren, für den die geplanten Maßnahmen nichtsdestotrotz von hoher Relevanz sind. Dies trifft namentlich für vulnerable Zielgruppen (z.B. Frauen, Kinder, kranke und behinderte Menschen) zu.

Integrationsfonds 2021

Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation Geflüchteter

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Integrationsfonds 2020

Gesamtkonzept zur Integration und Partizipation Geflüchteter

PDF-Dokument (200.7 kB)

Integrationsfonds 2019

Masterplan Integration und Sicherheit

PDF-Dokument (218.8 kB)

Integrationsfonds 2018

Masterplan Integration und Sicherheit

PDF-Dokument (214.4 kB)

Integrationsfonds 2017

Masterplan Integration und Sicherheit

PDF-Dokument (360.1 kB)

Integrationsfonds 2016

Masterplan Integration und Sicherheit

PDF-Dokument (163.6 kB)