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Der Integrationsbeauftragte

Integrationsbeauftragter Dr. Thomas Bryant spricht auf einer Veranstaltung
Dr. Thomas Bryant
Bild: SenIAS

Herr Dr. Bryant, seit 2015 sind Sie der Integrationsbeauftragte von Marzahn-Hellersdorf. Wie sind Sie dazu gekommen? Worin besteht Ihr beruflicher und privater Hintergrund?

Ich habe bereits 2010 die Bezirkliche Koordinierungsstelle für Demokratieentwicklung geleitet und war in dieser Funktion der damaligen Integrationsbeauftragten zugeordnet. Wir haben fachlich sehr eng zusammengearbeitet, da es zahlreiche Überschneidungen zwischen integrations- und demokratiepolitischen Themen gibt. Man denke nur etwa an Vielfalt und Beteiligung. Ansonsten habe ich mich schon während meines Studiums der Neueren und Neuesten Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie intensiv mit solchen Themen beschäftigt (z.B. Einbürgerungs- und Staatsbürgerschaftsfragen, Bevölkerungsentwicklung, bürgerschaftliches Engagement).
Mein eigener Migrationshintergrund – Mutter deutsch, Vater US-amerikanisch – sowie die Tatsache, dass fast meine gesamte deutsch-amerikanische Verwandtschaft in den USA lebt, hat mich schon seit meiner frühen Kindheit dazu gebracht, viel über Integration und Migration nachzudenken und mich für alles zu interessieren, was damit irgendwie in Verbindung steht. Es passiert mir ständig, dass Leute, die mich nicht kennen, meinen Nachnamen fälschlicherweise französisch, polnisch oder türkisch aussprechen wollen. Häufig erläutere ich ihnen dann, dass ich väterlicherseits nicht nur amerikanische, sondern sogar indianische Wurzeln habe. Für einige scheint es fast schon etwas irritierend zu sein, dass ich keine rote Haut habe, keine Feder auf dem Kopf trage und nicht im Tipi wohne. Abgesehen von meinem Nachnamen ist mein Migrationshintergrund eben nicht sehr vordergründig.

Wie verstehen Sie Ihre Rolle als Integrationsbeauftragter von Marzahn-Hellersdorf? Was sind Ihre Aufgaben?

Ganz allgemein gesprochen bin ich dafür zuständig, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens voranzutreiben und dafür zu sorgen, dass die Belange von Menschen mit Migrationshintergrund bei allen bezirklichen Entscheidungen berücksichtigt werden. Das gelingt z.B. durch Anregungen und Vorschläge gegenüber dem Bezirksamt, der Bezirksverordnetenversammlung und den Senatsverwaltungen. Es geht also darum, Zugangsbarrieren zu Diensten und Leistungen der öffentlichen Hand, Integrationshemmnisse oder sonstige strukturelle Benachteiligungen abzubauen bzw. sich dafür einzusetzen, dass diese bestenfalls gar nicht erst entstehen. Als Hauptansprechpartner für alle Fragen, die mit Migration, Integration, Antidiskriminierung, Vielfalt, Toleranz und interkultureller Öffnung des Verwaltungshandelns zusammenhängen, möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, Marzahn-Hellersdorf als „Ort der Vielfalt“ zu bewahren und weiterzuentwickeln. Dazu zählt nicht nur die Beratung verschiedener Akteure der soziokulturellen Infrastruktur bei der Erstellung und Umsetzung von Konzepten zur Verbesserung der Lage der Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch die strategische Weiterentwicklung der bezirklichen Integrationsarbeit, die sich insbesondere im „Bezirklichen Integrationsprogramm“ niederschlägt.

Ihre Aufgaben sind sehr vielfältig. Das kann niemand alleine bewältigen. Welche Unterstützung haben Sie?

In der Tat ist Integration ein Gemeinschaftsprozess und kann auch gar nicht anders umgesetzt werden. Es gibt erfreulicherweise zahlreiche Akteure, die tagtäglich ihre verschiedenen Kompetenzen einsetzen, um an verschiedenen Stellen Integration mitzugestalten. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Neben den hiesigen Migrantenorganisationen, dem Migrationssozialdienst, den Integrationslotsinnen und Integrationslotsen sowie den Kolleginnen und Kollegen in den Unterkünften für geflüchtete Menschen gehören dazu auch viele Einrichtungen der soziokulturellen Infrastruktur im Bezirk. Damit sind die Stadtteilzentren, Jugendfreizeiteinrichtungen oder Beratungsstellen zu verschiedenen Themen gemeint. Für den fachlichen Austausch gibt es darüber hinaus jede Menge Gremien, wie etwa den Integrationsbeirat (inkl. mehrerer Arbeitsgruppen), die Vernetzungsrunde Integrationspolitik oder die regelmäßigen Beratungen mit meinen Amtskolleginnen und Amtskollegen aus den anderen elf Bezirken in der Landesarbeitsgemeinschaft der Integrationsbeauftragten.

Was liegt Ihnen besonders am Herzen?

Am meisten liegen mir Projekte am Herzen, bei denen man integrationspolitisch tatsächlich etwas bewegen und für seine Mitmenschen Gutes bewirken kann. Manchmal sind es vergleichsweise kleine und bescheidene Dinge, die praktisch zum „Alltagsgeschäft“ gehören. Das kann die Unterstützung von Vereinen bei ihrer integrationspolitischen Arbeit sein. Es gibt manchmal aber auch Umstände, die eine bundesweite oder gar internationale Dimension annehmen: Insbesondere der Zuzug von geflüchteten Menschen, der bei uns im Bezirk seit 2013 alle Beteiligten vor Herausforderungen stellte und teilweise noch immer stellt – z.B. durch die Suche nach Wohnraum, gesundheitlicher Versorgung oder Integration in den Arbeitsmarkt –, war und ist nach meinem Dafürhalten ein geradezu historisches Projekt. Daran mitarbeiten zu dürfen und zu sehen, wie es trotz aller Schwierigkeiten auch immer wieder Erfolgserlebnisse zu verzeichnen gibt, beflügelt mein Team und mich bei unserer Arbeit immer wieder aufs Neue. Das muss es auch, denn bekanntlich ist „Integration“ niemals ganz abgeschlossen, sondern ein fortwährender Prozess.

Koordination für Flüchtlingsfragen

Susan Hermenau und Francisco Cárdenas Koordinatoren für Flüchtlingsfragen
Susan Hermenau und Francisco Cárdenas
Bild: BA M-H

Francisco Cárdenas und Susan Hermenau bearbeiten Themenfelder der Unterbringung, Integration und Antidiskriminierung geflüchteter Menschen im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Ihr Ziel ist es, eine erfolgreiche Kommunikation auf Bezirksebene – innerhalb der Gremien und Fachämter, jedoch auch zu den Sammelunterkünften, Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Asylsuchenden selbst – zu etablieren und auszubauen.

Das Arbeitsgebiet umfasst die Koordinierung von Netzwerk- und Unterstützungsstrukturen sowie die Entwicklung und Kontrolle adäquater Qualitätsstandards für Unterbringung und Betreuung. In ressort- und bezirksübergreifenden Runden vertreten sie die Interessen von Marzahn-Hellersdorf und erarbeiten Konzepte und Lösungsvorschläge. Sie beraten relevante Gremien, Betreiber, Träger, Netzwerke, Initiativen und Beratungseinrichtungen.

Kontaktdaten:
Francisco Cárdenas Ruiz
Susan Hermenau
Koordination für Flüchtlingsfragen
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
Alice-Salomon-Platz 3, 12627 Berlin
Tel.: (030) 90293-2062 /-2019
Fax: (030) 90293-2055
E-Mail, E-Mail

Gesundheitsamt: Medizinische Koordination für die Versorgung von Geflüchteten

Dr. Berit Meyerrose Gesundheitsamt
Dr. Berit Meyerrose
Bild: BA M-H

Geflüchtete sind durch den beengten Lebensraum in Sammelunterkünften, die Erfahrungen von Krieg, Flucht und Leid und einem schlechteren Zugang zu präventiver und kurativer medizinischer Versorgung stärker als andere Patientengruppen von einem erhöhten Krankheitsrisiko betroffen. Frau Dr. Berit Meyerrose vom Gesundheitsamt koordiniert die Gesundheitsfürsorge geflüchteter Menschen in Marzahn-Hellersdorf.

Sie stellt sicher, dass Hilfesuchende behandelt werden können und etabliert kommunale Netzwerke, die auf die besonderen Bedarfe von Geflüchteten abgestimmt sind. Als versierte Ansprechpartnerin für die Sozialdienste in den bezirklichen Sammelunterkünften, die Fachämter des Bezirks und Senats und das Personal in Beratungsstellen prüft sie medizinische Bedarfe. In ihrer Funktion als Ärztin obliegt es ihr, gesundheitliche Härtefälle medizinisch zu beurteilen und adäquate Verweisberatungen zu veranlassen. Sie kontrolliert die Umsetzung und Implementierung von Hilfsangeboten. In regelmäßigen Vernetzungsrunden, Fachtagungen und Weiterbildungen werden Akteurinnen und Akteure regelmäßig geschult und beraten.

Kontaktdaten:
Dr. Berit Meyerrose
Medizinische Koordinatorin für flüchtlingsrelevante Fragen
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
Abt. Stadtentwicklung, Gesundheit, Personal und Finanzen
Gesundheitsamt
Janusz-Korczak-Str. 32, 12627 Berlin
Tel.: (030) 90293-3623
E-Mail

Jugendamt: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge & asylsuchende Familien

Naumburger Ring 17
Naumburger Ring 17
Bild: BA M-H

Unter den asyl- und schutzsuchenden Menschen befinden sich unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF) und Familien aus unterschiedlichen Nationen, die auf Hilfe und Unterstützung des Jugendamtes angewiesen sind. Seit dem 1. Januar 2019 engagiert sich das Team „umF & asyl-
suchende Familien“ als Ansprechpartner für Eltern und Kinder sowie Angestellte der Geflüchtetenunterkünfte des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten und bezirklicher Institutionen.

Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind in aufenthaltsrechtlichen Fragen geschult und mit vielen Institutionen und Trägern im Bezirk vernetzt. Sie informieren über geeignete Beratungs- und Hilfsangebote. Ziel der Arbeit ist es, Eltern in der Wahrnehmung ihrer elterlichen Verantwortung zu stärken, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu fördern und sie vor Gefahren zu schützen. Das Aufgabenfeld umfasst die Vorbeugung von Krisen- und Konfliktsituationen in Familien und die Zusammenarbeit mit Eltern, welche bei der Suche nach tragfähigen Lösungen unterstützt werden. Mit der Hilfe von Sprachmittlern werden Anträge auf Hilfen zur Erziehung gemäß Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) geprüft und installiert.

Kontaktdaten:
Tony Schauer
RSD Hellersdorf Ost/Mahlsdorf
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge & asylsuchende Familien
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
Jugendamt
Naumburger Ring 17, 12627 Berlin
Tel.: (030) 90293-2489
Fax: (030) 90293-2485
E-Mail