Drucksache - DS/0938/VIII  

 
 
Betreff: Modellprojekt Mobi-Hub für Hohenschönhausen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion CDUBezirksamt
  BzStR SchulSpOrdUmVer,
Drucksache-Art:Antrag zur BeschlussfassungVorlage zur Kenntnisnahme (Zwb.)
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
20.09.2018 
22. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
24.10.2019 
36. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag CDU PDF-Dokument
VzK (Zwb.) PDF-Dokument

Die Bezirksverordnetenversammlung hat beschlossen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht, sich gegenüber dem Senat und den zuständigen Stellen der Deutschen Bahn AG und der BVG für die Errichtung einer Mobilitätsstation in Hohenschönhausen einzusetzen. Hierin soll das Umsteigen zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln erleichtert und ergänzt werden. Zu überlegen sind dabei neben umfangreichen P+R-Angeboten auch sichere Fahrradabstellplätze, Reparaturmöglichkeiten, Entleihstationen für Car- und Bike-Sharing sowie Elektro-Ladestationen für eMobility-Angebote. Ergänzend könnte diese Servicestation auch durch weitere zentrale Dienstleistungen wie etwa eine Post- und Paketstation erweitert werden.

 

 

Das Bezirksamt bittet die Bezirksverordnetenversammlung, Folgendes zur Kenntnis zu nehmen:

 

Das Bezirksamt Lichtenberg hat sich in der Sache an die zuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, an die Deutsche Bahn AG und die BVG gewandt.

 

Die zuständige Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz teilte mit:

 

Die Angebote im Bereich des Umweltverbundes werden immer vielfältiger. Mobilitätshubs können ein integraler Baustein sein, um den Modal Split zugunsten des Umweltverbundes zu beeinflussen und z.B. Sharing-Angebote, Ladeinfrastruktur für Elektromobilität und den ÖPNV besser zu verknüpfen und intermodale Wegeketten räumlich zu erleichtern. P+R dagegen ist nach Einschätzung meiner Verwaltung zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse aufgrund der hohen Kosten für Grunderwerb, Betrieb und Unterhaltung sowie dem geringen verkehrlichen Nutzen (möglichen Neukundenzuwachs und Entlastung der Straßen vom Individualverkehr) nur sehr begrenzt geeignet und wirtschaftlich nicht tragfähig. Insofern ist es zu begrüßen, dass Sie sich für einen Mobilitätshub in Hohenschönhausen einsetzen.

 

Eine Planung und Errichtung von Mobilitätshubs in Federführung meiner Verwaltung erfolgt derzeit nicht. Aktuell untersucht meine Verwaltung allerdings, parallel zu den Pilotstandorten der BVG und im Sinne des Nahverkehrsplans Berlin 2019 – 2023, welche Anforderungen aus gesamtstädtischer Sicht an die Auswahl, Planung und Ausgestaltung von Mobilitätshubs zu stellen sind und an welchen Bahnhöfen und Haltestellen des ÖPNV geeignete Anknüpfungspunkte für die Entwicklung von Mobilitätshubs bestehen. Die jeweiligen Mobilitätsangebote im Bereich öffentlich zugänglicher Verkehrsmittel müssen in den jeweiligen Stadträumen geeignet sein, die verkehrspolitischen Zielsetzungen Berlins und die Vorgaben des Mobilitätsgesetzes, zu unterstützen. Selbstverständlich informieren wir Sie, sobald Ergebnisse der vorgenannten Untersuchung (voraussichtlich im 2. Quartal 2019) vorliegen.“

 

Eine Information an das Bezirksamt Lichtenberg über die Ergebnisse in der oben genannten Untersuchung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht erfolgt.

 

Bereits im November 2018 teilte die Deutsche Bahn mit:

 

Der Bahnhof Hohenschönhausen zählt zu einer der Stationen, an der wir in den vergangenen Monaten Verschönerungsmaßnahmen durchgeführt haben. Innerhalb der DB gibt es derzeit einen internen Wettbewerb zum Thema Zukunftsbahnhöfe, in dem innovative Ideen und Konzepte an ausgewählten Standorten umgesetzt werden sollen. Hier hätte der Standort gut reingepasst. Leider ist der Prozess so weit fortgeschritten, dass wir die Station Hohenschönhausen dort nicht mehr platzieren können. Sollten aber weitere Standorte hinzugezogen werden können, würden wir Hohenschönhausen gerne nachmelden.

 

Ob der Deutschen Bahn eine Nachmeldung des Bahnhofs Hohenschönhausen gelungen ist, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht bekannt bzw. dem Bezirksamt Lichtenberg nicht mitgeteilt worden.

 

Seit etwa einem Jahr befindet sich das Bezirksamt Lichtenberg mit der BVG zur vertraglichen Ausgestaltung im Gespräch.

 

 

 
 

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