Drucksache - DS/0423/VIII  

 
 
Betreff: Bessere Anbindung mit dem ÖPNV
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion CDUBezirksamt
  BzStR SchulSpOrdUmVer,
Drucksache-Art:Antrag zur BeschlussfassungVorlage zur Kenntnisnahme (Abb.)
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
19.10.2017 
12. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
30.08.2018 
21. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin mit Abschlussbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag CDU PDF-Dokument
VzK (Abb.) PDF-Dokument

 

 

Die BVV hat beschlossen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht, sich gegenüber dem Senat dafür einzusetzen, dass die Linie S75 in den Bezirk Pankow verlängert wird. Dabei soll auch ein S-Bahn-Halt für die Margaretenhöhe/Malchow mit einem deutlichen P+R-Angebot geschaffen werden. Spätestens mit der Verlängerung der Linie S75 soll auch eine neue Taktung der Linie zur Fahrt über die Stadtbahn erfolgen.

 

Das Bezirksamt bittet die Bezirksverordnetenversammlung, Folgendes zur Kenntnis zu nehmen:

 

Frau Senatorin Günther teilte in einem Schreiben zu mehren Sachverhalten unter anderen zu der S75 mit:

 

Ein Enden der Linie S75 sowie jeder zweiten Fahrt der Linie S3 in Ostbahnhof ist aufgrund der begrenzten Fahrzeugverfügbarkeit bei der S-Bahn erforderlich. Alle für den Linienbetrieb verfügba­ren Fahrzeuge der S-Bahn werden im zuvor beschriebenen Angebotskonzept bereits eingesetzt. Es befinden sich auch nach den im letzten Jahr erfolgten Anpassungen weiterhin sechs Zuggrup­pen (verkehren jeweils im 20-Minuten-Takt) im Tagesverkehr auf der Stadtbahn. Das dortige An­gebot wurde also nicht reduziert. Das veränderte S-Bahn-Angebot entspricht der im Berliner Nah-verkehrsplan (NVP) 2014 bis 2018 festgelegten Angebotskonzeption.

 

Die Zurückziehung der Linie S75 geht mit der Führung der Linien S9 und 83 auf die Stadtbahn einher. Die Führung der Linie S9 auf die Stadtbahn stellt eine Wiederaufnahme der ursprünglichen Linienführung vor Beginn der Baumaßnahmen am Ostkreuz dar. Zudem wird eine Zuggruppe der Linie S3 anstelle einer Zuggruppe der Linie S75 auf die Stadtbahn durchgebunden. Der Linientausch zwischen den Linien S3 und S75 ist aufgrund der erheblich größeren Nachfrage entlang der Strecke nach Erkner verkehrlich gerechtfertigt, wodurch mehr Fahrgäste eine umsteigefreie Direktverbindung erhalten. Durch den Linientausch von 83 und S75 haben zahlreiche Stationen eine direkte S-Bahn-Anbindung an die Stadtbahn (Rummelsburg, Betriebsbahnhof Rummelsburg, Karlshorst, Wuhlheide, Köpenick, Hirschgarten, Friedrichshagen, Rahnsdorf, Wilhelmshagen und Erkner) erhalten. Auf der Linie S75 sind lediglich die Stationen Wartenberg, Hohenschönhausen und Gehrenseestraße nicht mehr direkt, aber mit einmaligem Umstieg an die Stadtbahn westlich des Ostbahnhofes angebunden. Es ist hierbei ein bahnsteiggleicher Umstieg zu den Stadtbahnlinien möglich, sodass die Einschränkungen als akzeptabel beurteilt werden. Die weiteren Stationen der Linie S75 werden parallel von der Linie S7 bedient, die weiterhin direkt auf die Stadtbahn und nach Potsdam verkehrt.

 

Hinzu kommt, dass der S-Bahnhof Hohenschönhausen und die Wohngebiete entlang der Zingster Straße und Falkenberger Chaussee als verkehrliche Alternative über die Metrostraßenbahnlinie M4 verfügen, mit der eine umsteigefreie Anbindung in die Innenstadt im Bereich Alexanderplatz ohne Fahrzeitnachteile gegenüber der S-Bahn-Verbindung gewährleistet wird. Auf der Linie M4 erfolgt zudem sukzessive der Einsatz längerer Straßenbahnen mit zusätzlicher Kapazität.

 

Auch die Linien S5 und S7, die weiterhin auf die Stadtbahn geführt werden, weisen höhere Fahr­gastzahlen als die Linie S75 auf. Das heißt, würde eine andere Linie anstelle der Linie S75 zurückgezogen werden, wären mehr Fahrgäste von zusätzlichen Umsteigevorgängen betroffen, als dies im jetzt geplanten Zielkonzept mit der am Ostbahnhof endenden S75 der Fall ist.

 

Eine zusätzliche Durchbindung einer Zuggruppe der Linie S75 oder der Linie S3 als siebte Zuggruppe auf die Stadtbahn ist im Rahmen der begrenzten Fahrzeugverfügbarkeit bei der S-Bahn kurz- und mittelfristig nur zu Lasten anderer bestehender Verkehrsangebote möglich, was somit an anderer Stelle zu verkehrlichen/kapazitativen Nachteilen führen würde und daher nicht vorgesehen ist.“

 
 

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