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Hilfe für Menschen aus der Ukraine im Bezirk Lichtenberg

Informationen: COVID-19 (Coronavirus)
Corona-Info-Seite von Lichtenberg | Corona-Info-Seiten vom Land Berlin

Hinweis Es gilt weiterhin die Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen Dienstgebäuden und Einrichtungen des Bezirksamtes Lichtenberg.

Veranstaltungen zum Jubiläum des Lichtenberger Stadtteils

Blick auf den Park am Fennpfuhl

Kunst, Kultur und Bildung im Jubiläumsjahr

Über das ganze Jahr werden im Bezirk zum Jubiläum vielfältige Veranstaltungen und Aktionen angeboten.
Einen Schwerpunkt setzt dabei Kunst und Kultur mit Konzerten, Ausstellungen, Lesungen und vielem mehr.

Veranstaltungen aus Kultur und Bildung zum Jubiläum

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Aktuelles

„Urbane Perspektiven Fennpfuhl“ – Fotoausstellung zum Jubiläum des Stadtteils

Noch bis zum 15. Juli 2022 ist die Fotoausstellung im Hauptgebäude der Margarete-Steffin-Volkshochschule Berlin-Lichtenberg in der Paul-Junius-Str. 71 zu sehen. Die Ausstellung ist das Ergebnis zweier Workshops der Volkshochschule und mehrerer Spaziergänge der Kursteilnehmenden im Fennpfuhl. Sie haben als Kiezreporterinnen und -reporter mit der Kamera unter Anleitung des Fotografen Konrad Langer die Architektur und das Stadtteilbild betrachtet und dabei eigene Perspektiven entwickelt. Die Ausstellung ist Montag bis Freitag 10-20 Uhr zu besichtigen, der Eintritt ist frei.

Die Fotoschau ist als Wanderausstellung konzipiert und wird nach der Volkshoschschule in der Anton-Saefkow-Bibliothek, der Begegnungsstätte „Quatschtrommel“ und der Begegnungsstätte „RoBertO“ im Haus der Generationen zu sehen sein.

Wichtige Akteur*innen zum Stadtteiljubiläum

Kiezblick 50 Jahre Fennpfuhl

Kiezblick - 50 Jahre Fennpfuhl

Der vorliegende KiezBlick, herausgegeben vom Stadtteilzentrum Lichtenberg-Nord, entstand in einem Workshop der Margarete-Steffin-Volkshochschule
Berlin-Lichtenberg und mit tatkräftiger Unterstützung der Stadtteilkoordination Fennpfuhl.
Mit dem KiezBlick wird der Auftakt zu einem besonderen Projek gewagt. Im 50. Jubiläumsjahr soll zusammen mit dem Bürgerverein Fennpfuhl e.V., dem Kiez ein kleines Denkmal gesetzt werden: Es werden 50 Menschen vorgestellt, die den Fennpfuhl prägen oder prägten.

Vorwort
Eine Frau für alle Fälle
Die talentierte Miss Riebe
Glaube, Liebe, Hoffnung
125 Jahre Villa am Fennpfuhl
Er war Spitze: Hans Rosenthal
Jetzt muss die Geschichte neu geschrieben werden

Kiezblick 50 Jahre Fennpfuhl

PDF-Dokument (2.6 MB)

50 Jahre Fennpfuhl

Historisches zur Entwicklung des Stadtteils

Die Grundsteinlegung vom 1. Dezember 1972 für das Wohnhochhaus am Roederplatz gilt als die Geburtsstunde des Stadtteils Fennpfuhl. Der Investitionskomplex Leninallee-Weißenseer-Weg, später Ho-Chi-Minh-Straße, stand von da an für mehr als zehn Jahre im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Auf einer Fläche von etwas mehr als zwei Quadratkilometern, die damals auch ein Gebiet nördlich der Landsberger Allee bis in Höhe des heutigen Allee-Centers umfasste, sollten nicht nur Wohnungen für etwa 50.000 Menschen, sondern erstmalig auch alle notwendigen Infrastruktureinrichtungen gleichzeitig errichtet werden.

Texte und nachfolgende Bilder zur Verfügung gestellt von Rainer Bosse, Vorsitzender des Bürgervereins Fennpfuhl e.V.

50 Jahre Fennpfuhl in Bildern

  • Fennpfuhl Studie 1970

    Studie 70 Sozialistisches Wohngebiet für 50.000 Einwohner Berlin-Fennpfuhl Lage im Stadtgebiet M 1:10.000. Das Foto zeigt die rötlich markierten Flächen für den Wohnungsneubau außerhalb des S-Bahnringes (sichtbare Stationen sind mit heutiger Bezeichnung Landsberger Allee, Storkower Straße und Frankfurter Allee), die blaue Markierung zeigt die Grenze des Bereiches, der nördlich der Landsberger Allee im heutigen Stadtteil Alt-Hohenschönhausen zum Investitionskomplex gehören sollte.

  • Fennpfuhl Wohngebiet 1

    Modell des Wohngebietes 1 (zwischen Weißenseer-Weg – Herzbergstraße - Vulkanstraße – Landsberger Allee)

  • Fennpfuhl Wohngebiet 2

    Modell des Wohngebietes 2 (zwischen Weißenseer Weg - Landsberger Allee-Oderbruchstraße – Hohenschönhauser Straße)

  • Gesamtmodell Investitionskomplex Leninallee

    Gesamtmodell des Investitionskomplexes Leninallee-Ho-Chi-Minh-Straße

  • Modell Gesamtbereich 3. Quartal 1979

    Modell des Gesellschaftlichen Bereiches (Zentrum Anton-Saefkow-Platz Stand III Quartal 1979, mit Freibad, ohne Gemeindezentrum, mit großer Lösung SK-Scheibe jedoch ohne Altbaugruppe VK-Leder an der Karl-Lade-Straße.

  • Modell Gesamtbereich Januar 1980

    Gesamtmodell wie Bild 05 aber Arbeitsstand Januar 1980, jetzt mit Punkthochhäusern und Arbeiterwohnheimbauten an Kreuzung Leninallee Weißenseer Weg , weniger SK-Scheiben, dafür aber mit Gewerbeobjekten aus dem Altbestand

  • Panorama

    Überblick (vom Dach der Volkshochschule fotografiert) über das Gelände des künftigen Fennpfuhlparks, Fenn- und Langpfuhl sind noch getrennte Gewässer

  • Kreuzung Leninallee Weßenseer Weg

    Blick auf die Leninallee Richtung stadteinwärts, vermutlich 1976

  • Baustelle Fennpfuhlpark

    Baustelle Fennpfuhlpark 1976

  • Studie Kulturhaus Berlin

    Eindruck vom nicht gebauten Kulturhaus, Entwurf

  • Kulturhaus Berlin

    Eindruck vom nicht gebauten Kulturhaus, Entwurf

  • Gleitkerne Hochhaus

    Die im Bau befindlichen Gleitkerne für das Doppelhochhaus Anton-Saefkow-Platz 3-4, Juli 1977

  • Fennpfuhlsee

    Der noch trockene Fennpfuhlsee nach Zusammenlegung von Lang- und Fennpfuhl

  • Großer Findling

    Detailaufnahme zeigt den Großen Findling an dessen Fundort

  • Fennpfuhl Übersicht

    Übersichtsaufnahme des im Wesentlichen fertiggestellten Zentrums des Großwohngebiete

Hobrecht-Plan vor 160 Jahren

Vor 160 Jahren, genau am 18. Juli 1862, wurde der Hobrecht-Plan durch allerhöchste Kabinettsorder bestätigt. Seine Abteilung XIII2 umfasste auch das Fennpfuhlgebiet. Die schachbrettartige Straßenanlage ist auch noch im Stadtplan von 1902 zu erkennen.

Zu Hobrechts Zeiten gehörten weite Teile des Fennpfuhls noch zum Rittergut Lichtenberg. Dessen letzter Besitzer, Hermann Leo Roeder, beendete aber noch vor der Jahrhundertwende im Wesentlichen die landwirtschaftliche Nutzung. In der Zeit nach 1870/71 entstanden zahlreiche Terraingesellschaften mit dem Ziel einer gewinnbringenden Bodenverwertung. Eigentümer aus dieser Zeit sind neben Roeder auch Buggenhagen, Loeper oder die Terraingesellschaft Central Viehhof.

Bebauung des Fennpfuhlgebiets

Die Besiedelung des Fennpfuhlgebietes mit Wohnbauten begann zunächst in der Buggenhagenstraße. Einzelne Ansiedlungen entstanden entlang der Straße 60, darunter das Schulz`sche Haus des königlich kaiserlichen Hoflieferanten Gärtnermeister Schulz. Seine 1896 bezogene Villa ist heute das älteste Gebäude im Stadtteil.

Die Verdrängung weniger vermögender Schichten aus dem Innenstadtbereich sorgte dafür, dass außerhalb des S-Bahnringes und dort, wo die Verwertungsabsichten nicht aufgingen, eine Vielzahl von Kleingärten mit Behelfswohnungen entstanden. Dazu gehörten auf Lichtenberger Seite die Große Kolonie und auch die Anlage „Dreieinigkeit“, in der drei mutige Frauen Hans Rosenthal (den späteren Entertainer und Rundfunk-Legende) vor den Nazis versteckten.

Städtebaulich entstanden zwischen 1933 und 1945 nur einige wenige Bauten der GSW in der Roederstraße und im Plöseweg, die 1938 bezogen werden. Gleiche Bautypen in der heutigen Alfred-Jung-Straße wurden nur als Rohbau fertig und ab 1942/43 ebenso für die Unterbringung von Zwangsarbeitern genutzt wie rings um den Fennpfuhl errichtete Baracken.

Mutigen Menschen gelang es in den letzten Kriegstagen, die Sprengung der Brücke am S-Bahnhof Landsberger Allee zu verhindern.

Fennpfuhl nach 1945 bis heute

Ein Magistratsbeschluss vom 14. Februar 1952 bestätigt den Grundstückserwerb von den Koeppschen Erben entlang der Roederstraße für Zwecke des Wohnungsbaus und der Schaffung eines Erholungsparks.

Am 12. September 1956 informierte die Berliner Zeitung über einen Beschluss des Rates des Stadtbezirkes Lichtenberg zur Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbes für das Gebiet Fennpfuhl. Dazu eingeladen waren Architekten aus der DDR, Westberlin und Westdeutschland. 1957 erkannte die Jury den ersten Preis dem Hamburger Architekten Ernst May zu. Sein Siegerentwurf wurde jedoch nicht umgesetzt, da es sowohl in Westdeutschland als auch in der DDR erhebliche politische Vorwürfe an die Beteiligten und zum Wettbewerb selbst gab.

Aufsehen erregte dann vor nunmehr 60 Jahren der Versuchsbau P2 in der Erich-Kuttner-Straße, der den Übergang von der Großblock- zur Plattenbauweise und damit das industrielle Bauen in großem Stil ermöglichte. Den Bautyp entwickelte das Architektenkollektiv Dr. Wilfried Stallknecht, Achim Felz und Herbert Kuschy.

Heute ist das die Großsiedlung Fennpfuhl mit etwas über 33.000 Einwohner*innen auf 2,12 km² eines der am dichtesten besiedelten Gebiete Berlins.