Schulpsychologie

Schüler stehen auf Schulflur
Bild: SenBJW

Der schulpsychologische Dienst in Berlin bietet Schülern, Eltern, aber auch Schulen und Lehrkräften eine qualifizierte Unterstützung und Beratung bei schulbezogenen psychologischen Fragen und Problemen. Die Beratung ist freiwillig, kostenfrei und unterliegt der psychologischen Schweigepflicht sowie dem Datenschutz. Sie ist eine Dienstleistung für die öffentlichen und privaten Berliner Schulen.

Wer sind wir?

Die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen haben einen Studienabschluss in Psychologie, überwiegend mit Zusatzqualifikationen in Psychotherapie, Notfallpsychologie, Supervision, Coaching oder als Lehrkraft. Sie werden in Ihrer Arbeit von speziell qualifizierten Beratungslehrkräften unterstützt.

Die Tätigkeitsfelder der Schulpsychologie

  • Die schulpsychologische Einzelfallberatung richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Eltern und Schulpersonal bei individuellen, schulbezogenen Problemen.
  • Im Rahmen der schulpsychologischen Systemberatung werden Schulleitungen, Schulpersonal und Teams in den Schulen bei der Gestaltung und Verbesserung schulischer Entwicklungsprozesse unterstützt und begleitet. Pädagogen und Pädagoginnen der Berliner Schulen können in der Schulpsychologie ein Coaching in Anspruch nehmen.

Die Arbeit erfolgt in Kooperation mit inner- und außerschulischen Partnern, z.B. dem Jugendamt, Freien Trägern oder Gesundheitsdiensten. Der Fachbereich Schulpsychologie ist neben dem Fachbereich Inklusionspädagogik in die neu gegründeten SIBUZ integriert.

Über die Arbeit der Schulpsychologie

Titelbild Handlungsrahmen

Dieser Handlungsrahmen dient als Grundlage für die schulpsychologische Arbeit. Neben dem Leitbild beinhaltet er die beiden Handlungsfelder des Schulpsycho-logischen Dienstes, exemplarische Tätigkeitsbereiche sowie damit verbundene Aspekte der Personalentwicklung und Qualitätssicherung.

Jahresbericht 2014/2015 der Schulpsychologischen Beratungszentren

Auch im Schuljahr 2014/15 wurde das Beratungs- und Unterstützungsangebot des Schulpsychologischen Dienstes intensiv in Anspruch genommen. Im Bereich der schülerzentrierten Beratung wurden, so wie auch in den Vorjahren, mehr Jungen als Mädchen angemeldet, häufig aus Grundschulen.

Emotionale und soziale Auffälligkeiten, allgemeine Lernschwierigkeiten oder Teilleistungsschwächen (Lese-Rechtschreib- und Rechenschwierigkeiten) waren häufiger Beratungsgrund. In rund zwei Dritteln der Fälle wurde im Sinne der „Vernetzung“ mit anderen Partnern und Institutionen kooperiert.

Um besonders förderbedürftige Schülerinnen und Schüler, deren Eltern sowie Lehrkräfte umfassend und multiprofessionell beraten zu können, werden ab dem Schuljahr 2015/16 in jedem Bezirk ein Schulpsychologisches und Inklusionspädagogisches Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ) etabliert. Die bereits bestehende enge Zusammenarbeit von Schulpsychologie und Sonderpädagogik wird damit intensiviert, systematisiert und ausgebaut.

Wem und bei welchen Problemen kann die Schulpsychologie helfen?

Eine Kinderpsychologin spricht in ihrer Praxis mit einem weinenden Kind
Bild: alexsokolov / Fotolia.com

Die schulpsychologischen Fachkräfte bieten nicht nur Schülern und Eltern Beratung an, sondern unterstützen auch Lehrkräfte, Erzieherinnen und Schulsozialarbeiter.