Corona-Informationen zu Schule und Kita

Bis zum 14. Februar gibt es keinen Präsenzunterricht in Berlins Schulen, für Abschlussklassen gelten besondere Regelungen.
Die Kitas sind bis zum 14. Februar im Notbetrieb. Der Betreuung in Kita und Primarstufe liegt eine Liste systemrelevanter Berufe zugrunde, die laufend aktualisiert wird.

Hotline zum Schulbetrieb (bis 13 Uhr) +49 30 90227-6000 | Hotline zum Kitabetrieb (bis 15 Uhr) +49 30 90227-6600

Inhaltsspalte

Ablauf

Zwölf bis zehn Wochen vor der Durchführung der Inspektion nimmt das Inspektionsteam Kontakt zur Schulleitung auf und trifft Absprachen im Vorfeld der Inspektion, z. B. zu den Terminen.

Die Online-Befragung

Im Vorfeld der Inspektion erfolgt eine Online-Befragung. Befragt werden jeweils
  • alle Lehrkräfte einer Schule,
  • das sonstige pädagogische Fachpersonal (ab 5 Personen),
  • Schülerinnen und Schüler (hier erheben wir eine Stichprobe im 4., 6., 8., 10. und 12. Jahrgang) und deren Erziehungsberechtigte.

Die Qualitätsbereiche des Handlungsrahmens Schulqualität sind Grundlage für die Zusammenstellung der Fragebogen. Sie beinhalten Aussagen zum Unterricht, zur Schulkultur, zum Management der Schule ebenso wie Aussagen zur Arbeit der Lehrkräfte und des Erzieherpersonals sowie zur Schulentwicklung. Die Bewertung erfolgt in einer vierstufigen Skala.

Die Auswertung der Befragungen erfolgt durch das Institut für Schulqualität (ISQ) und wird sowohl der Schule als auch der Schulinspektion zur Verfügung gestellt. Die Analyse dieser Ergebnisse gibt dem Inspektionsteam wichtige Hinweise für gezielte Fragestellungen in den Interviews bzw. zur Festlegung des Inspektionsrahmens.

Das Vorgespräch

Mindestens vier Wochen vor der Inspektion findet ein Vorgespräch in der Schule statt, um das Inspektionsverfahren und die Instrumente vorzustellen, Termine zu vereinbaren, den Inspektionsrahmen festzulegen und Fragen der Schule zu beantworten.

An dem Vorgespräch nehmen möglichst die Schulleitung, ggf. die Koordinatoren der ergänzenden Förderung und Betreuung, Schüler- und Elternvertreter, die schulischen Evaluationsberater, Qualitätsbeauftragte und weitere Vertreter der Lehrkräfte und ggf. des pädagogischen Fachpersonals teil. Je nach Schulgröße ist dies eine Gruppe von fünf bis zehn Personen.

Am Ende des Vorgesprächs werden anhand schulischer Listen die Teilnehmer an den Gruppeninterviews ausgewählt. Bei der Auswahl wird darauf geachtet, dass Personen mit Funktion (z. B. Eltern- bzw. Schülervertreter, Schulkonferenzmitglieder) und solche ohne Funktion paritätisch in den Interviews vertreten sind.

Daten- und Dokumentenanalyse

Zur Vorbereitung der Inspektion sichtet das Team die in der Senatsverwaltung vorhandenen Daten der Schule wie z. B. die Zusammensetzung der Schülerschaft und die Personalausstattung, die Ergebnisse von Vergleichsarbeiten und Prüfungen sowie den letzten Inspektionsbericht. Darüber hinaus verschafft sich das Team einen ersten Eindruck über die Arbeit an der Schule. Dies geschieht anhand der im Schulverzeichnis vorhandenen Daten sowie der von der Schule im Vorgespräch zur Verfügung gestellten Dokumente wie z. B. dem Schulprogramm, der Rückmeldung zu gezielten Maßnahmen in den letzten fünf Jahren und den Ergebnissen der Befragungen.

Die Durchführung der Inspektion

Die Inspektion an der Schule dauert in der Regel zwei Tage, bei großen Schulen entsprechend länger.

Beobachtungen

Der Unterricht nimmt eine zentrale Rolle bei der Bewertung von Schulqualität ein. Unterrichtsbesuche stehen deshalb im Mittelpunkt der Schulinspektion. Dabei hat das Inspektionsteam nicht die einzelne Lehrkraft oder Lerngruppe im Fokus, sondern die Qualität des Unterrichts an der Schule als Ganzes. Eine individuelle Rückmeldung an die Lehrkräfte gibt es nicht.

Die Unterrichtsbeobachtungen dauern in der Regel 20 Minuten und werden vom Inspektionsteam in Anfangs-, Mittel- und Endsequenzen über die Schulbesuchstage hinweg geplant. Um möglichst viele Einblicke in die Unterrichtspraxis an einer Schule zu gewinnen und damit ein umfassendes Gesamtbild über die Unterrichtsqualität zu erhalten, werden mindestens 70 % der Lehrkräfte im Unterricht besucht. Das Ergebnis aller Unterrichtsbeobachtungen an einer Schule wird im Unterrichtsprofil dargestellt.

Bei der Beobachtung des Unterrichts füllen die Schulinspektoren einen Beobachtungsbogen aus, der insgesamt 16 Kriterien beinhaltet, die jeweils mit mehreren Indikatoren unterlegt sind. Die Bewertung erfolgt in einer vierstufigen Bewertungsskala. Die Kriterien sind aus dem Qualitätsbereich „Lehr- und Lernprozesse“ des Handlungsrahmen Schulqualität abgeleitet.

Das Inspektionsteam führt gemeinsam mit der Schulleitung einen Rundgang in der Schule durch, um sich u. a. über die Lernumgebung der Schüler sowie die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte und des weiteren Personals zu informieren. Räumliche Ausstattungs- und Gestaltungsmerkmale wie z. B. der Gebäudezustand der Sporthalle, die Beschilderung und Besucherfreundlichkeit spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Nutzung der Raumkapazitäten durch die Schule.

Bei einem zwei- oder mehrtägigen Besuch an einer Schule ergeben sich weitere Beobachtungsmöglichkeiten, z. B. während der Pausenzeiten, bei einem Besuch im Lehrerzimmer, im Sekretariat oder während der Mittagspause in der Cafeteria, die Rückschlüsse auf das soziale Miteinander ermöglichen.

Interviews

An den Inspektionstagen finden ca. einstündige Einzel- bzw. Gruppeninterviews statt. Wir erfassen damit die Sichtweise der unterschiedlichen Personengruppen und schärfen dadurch unsere Beobachtungen und Eindrücke. Es gibt
  • Gruppeninterviews in der Regel mit
    • Schülerinnen und Schülern (8 Personen, darunter 4 mit Gremienerfahrung),
    • Erziehungsberechtigten (12 Personen, darunter 6 mit Gremienerfahrung),
    • Lehrkräften (8 bis 12 Personen, darunter Personen mit besonderen Funktionen),
    • dem pädagogischen Fachpersonal (4 bis 6 Personen, in der Regel an Grundschulen),
    • Abteilungsleitungen an Oberstufenzentren,
    • Personen des mittleren Managements (Fach- und Fachbereichsleitungen, Qualitätsbeauftragte) und
  • Einzelinterviews mit
    • der Schulleiterin bzw. dem Schulleiter,
    • der stellvertretenden Schulleiterin bzw. dem stellvertretenden Schulleiter,
    • der koordinierenden Erzieherin bzw. dem koordinierenden Erzieher.

An Gymnasien, Gemeinschaftsschulen und Integrierten Sekundarschulen wird in ein Gruppeninterview mit dem stellvertretenden Schulleiter und den pädagogischen Koordinatoren durchgeführt.

Die Anzahl der Interviews variiert nach Schulart, sie wird in Abstimmung mit der Schule im Vorgespräch festgelegt. Gespräche mit dem nichtpädagogischen Personal (z. B. der Schulsekretärin, dem Schulhausmeister) und ggf. Lehramtsanwärterinnen runden den Gesamteindruck ab.

Ablauf einer Inspektion

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Unterrichtsbeobachtungsbogen

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