Schulqualität

Abstrakte Figur auf grünen Haken gestützt
Bild: bluecups/depositphotos

Was ist eine gute Schule? Kann man das überhaupt messen? Man kann – wie überall im Berufsleben. Berlin hat Qualitätsbereiche definiert: von den konkreten Ergebnissen (z. B. Vergleichsarbeiten, Abschlüsse) über die Organisation der Lehr- und Lernprozesse, das Schulklima, die Professionalität der Lehrkräfte und die Personalentwicklung. Von den Akteuren hängt viel ab – das beweisen immer wieder Schulen, die unter schwierigen Bedingungen hervorragende Ergebnisse erzielen.

Handlungsrahmen Schulqualität in Berlin

Was ist eine gute Schule? Kann man das überhaupt definieren? Man kann – auch wenn die Ansichten über Schulqualität vielfältig sind und nicht unverändert für alle Zeit Gültigkeit haben. Man kann einen Rahmen abstecken, der beschreibt, was in Berlin in den nächsten Jahren von einer guten Schule erwartet wird: einen „Handlungsrahmen Schulqualität in Berlin“.

Im Handlungsrahmen sind sechs Bereiche von Schulqualität definiert:

  1. Lehr und Lernprozesse
  2. Schulkultur
  3. Schulmanagement
  4. Professionalität der Lehrkräfte
  5. Qualitätsentwicklung
  6. Ergebnisse und Wirkungen

Seit der ersten Veröffentlichung des Handlungsrahmens 2005 gab es vielfältige gesellschaftliche und bildungspolitische Entwicklungen. Berlin hat seine Schulstruktur grundlegend reformiert, Erfahrungen aus der Schulinspektion aller Berliner Schulen liegen vor, die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen trat in Kraft.

All diese Veränderungen galt es aufzunehmen in die Überarbeitung des Handlungsrahmens, um ihn an die aktuelle und zukünftige bildungspolitische Situation anzupassen. Der Handlungsrahmen stellt damit die zentrale Orientierungshilfe für die Qualitätsentwicklung der Berliner Schulen dar.

Im Dezember 2012 wurde die Entwurfsfassung des aktualisierten Handlungsrahmens „Schulqualität in Berlin“ veröffentlicht.

Handlungsrahmen Schulqualität

Qualitätsbereiche und Qualitätsmerkmale

PDF-Dokument (1.1 MB) - Stand: Juli 2013

Das Selbstevaluationsportal

Selbstevaluation
Selbstevaluation

Das Selbstevaluationsportal des Instituts für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg e. V. (ISQ) bietet Lehrerinnen und Lehrern in Berlin und Brandenburg die Möglichkeit, von den Schülern Rückmeldungen zum Unterricht zu erhalten. Es ist ein Instrument zur schulinternen Evaluation des Unterrichts.
Dazu können Fragebogen sowohl für Grundschüler ab Jahrgangsstufe 3 als auch für Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen genutzt werden.

Ziel der Befragungen ist es, die Reflexion über Unterricht bei Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern anzuregen und zu fördern.

Ab dem Schuljahr 2011/2012 sind Lehrkräfte in Berlin darüber hinaus verpflichtet, innerhalb von zwei Schuljahren mindestens einmal ihren Unterricht mit dem Selbstevaluationsportal zu evaluieren.

Broschüre “Das Selbstevaluationsportal”
In der Broschüre wird das Selbstevaluationsportal als Instrument zur Evaluierung des Unterrichts vorgestellt und die Handhabung schrittweise erläutert. Es bietet Lehrerinnen und Lehrer alle Informationen zur schulinternen Evaluation.

Interne Evaluation

Mit der internen Evaluation überprüft jede Schule selbst, inwieweit sie die in ihrem Schulprogramm formulierten Entwicklungsziele erreicht. Schulprogramm, Umsetzung der dort festgelegten Maßnahmen, interne und externe Evaluation (Schulinspektion) sowie Zielvereinbarung mit der Schulaufsicht wirken systematisch zusammen und münden in eine Auswahl neuer Entwicklungsvorhaben und eine kontinuierlichen Fortschreibung des Schulprogramms.

Der Aufwand einer internen Evaluation ist dann gerechtfertigt, wenn er in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen steht – das heißt, sie muss so angelegt sein, dass Konsequenzen für zukünftige Entwicklungsprozesse gezogen werden können. In der vorliegenden Handreichung wird dies anhand eines Beispiels aus der Praxis Schritt für Schritt “durchgespielt”.

Handreichung Interne Evaluation

PDF-Dokument (1.3 MB)

Laut AV Schulprogramm legt jede Schulleitung der zuständigen Schulaufsicht in einem dreijährigen Turnus einen Evaluationsbericht vor. Der nächste Termin ist der 1. März 2014. Für die Berichtslegung steht den Schulen unter www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/fachinfo.html ein Formular zur Verfügung: Schul 330 – Bericht Interne Evaluation (05.13)

AV Schulprogramm

Ausführungsvorschriften zur Erstellung der Schulprogramme und zur internen Evaluation

PDF-Dokument (30.6 kB) - Stand: 9. August 2011

Erläuterungen zur AV Schulprogramm

PDF-Dokument (55.7 kB)

Expertise "Erfolgreiche Sprachbildung unter Berücksichtigung der besonderen Situation Berlins"

Der Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern hängt maßgeblich von deren sprachlichen Kompetenzen ab. Im Qualitätspaket Kita und Schule wurde daher ein Schwerpunkt im Bereich durchgängige Sprachbildung gesetzt.

Im Auftrag der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft haben Herr Prof. Ehlich, Frau Prof. Valtin und Frau Dr. Lütke und Mitarbeiterinnen, unter Beratung von Frau Prof. Stanat (IQB) eine Expertise vorgelegt zu Forschungsergebnissen im Bereich Spracherwerb und zu Empfehlungen Methoden und Strategien erfolgreicher Sprachbildung.

Zentrale Empfehlungen und Maßnahmen zur Umsetzung

PDF-Dokument (75.3 kB)

Expertise zu Forschungsergebnissen im Bereich Spracherwerb

PDF-Dokument (1.1 MB)