Rahmenlehrpläne

Lehrpläne
Bild: SenBJW

Rahmenlehrpläne formulieren die Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit erwerben sollen, um den gesellschaftlichen Anforderungen gewachsen zu sein. Sie sind eine wichtige Grundlage für die Qualitätsentwicklung der Schulen. Für die Schule und die Lehrkräfte definieren die Pläne Standards für eine individuelle Gestaltung der Unterrichtsinhalte. Für Eltern sind diese Informationen eine Hilfe für die aktive Unterstützung ihrer Kinder. Schülern bieten sie eine Orientierung, um ihren Lernprozess selbstständig zu steuern.

Neuer Rahmenlehrplan für Berlin und Brandenburg

Schüler stehen in einer Reihe vor der Tafel
Bild: © Gennadiy Poznyakov - Fotolia.com

Die Einführung des gemeinsamen Rahmenlehrplans für die Klassen 1 bis 10 in den Schulen in Berlin und Brandenburg erfolgt im Schuljahr 2017/2018. Dieser Rahmenlehrplan wird die bisher gültigen Rahmenlehrpläne für die Grundschule, für die Sekundarstufe I sowie für den sonderpädagogischen Förderschwerpunkt “Lernen” ablösen.

Bis zur Unterrichtswirksamkeit können sich die Schulen in Berlin und Brandenburg mit vielfältigen Unterstützungsangeboten auf die Einführung vorbereiten. Die Lehrkräfte für den sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen erhalten hierbei verstärkt fachspezifische Unterstützung.

Am 15. Dezember 2015 startete das Portal “Rahmenlehrplan Online”, dass neben den Inhalten des Rahmenlehrplans auch ergänzende Informationen und Materialien anbietet.

Ziele des neuen Rahmenlehrplans

Der Rahmenlehrplan wurde modernisiert und verschlankt, um auf dem Weg zum inklusiven Lernen Ziel, Standards und Inhalte anzupassen. So werden zukünftig die unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten der Schülerinnen und Schüler noch mehr berücksichtigt sowie Themen der Lebensgestaltung und Berufsorientierung einer zukünftigen Gesellschaft.

Der neue Rahmenlehrplan unterstützt Lehrkräfte dabei, die Übergänge zwischen den einzelnen Schulstufen besser zu gestalten. Außerdem wurden die Rahmenlehrpläne für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf Lernen integriert und eine verständlichere Sprache gewählt.

Was ist neu?

  • Der Rahmenlehrplan ist durchgängig angelegt von der Jahrgangsstufe 1 bis 10.
  • Zum ersten Mal werden die Sprach- und Medienbildung sowie die übergreifenden Themen auf eine curriculare Grundlage gestellt.
  • Integration des Rahmenlehrplans für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt “Lernen” als curriculare Grundlage für die individuelle Förderung der Lernenden im Kontext von Inklusion.
  • Anforderungen für Abschlüsse und Übergänge sind einzelnen Niveaustufen zugeordnet, so ist erkennbar, welche Anforderungen Schülerinnen und Schüler erfüllen müssen, um erfolgreich von der Grundschule zur weiterführenden Schule zu wechseln und um den gewünschten Abschluss zu erreichen.
  • Die Standards im Rahmenlehrplan bilden eine wichtige Grundlage für Leistungsbewertung der Schüler.
  • In verwandten Fächern wurden die Modelle für die Kompetenzentwicklung aufeinander abgestimmt (zum Beispiel in den Fremdsprachen, den naturwissenschaftlichen und künstlerischen Fächern).
  • Der Rahmenlehrplan fördert die Ausgestaltung der gemeinsamen Bildungsregion Berlin und Brandenburg.

Die amtliche Fassung des neuen Rahmenlehrplans für das Schuljahr 2017/2018 können Sie hier einsehen:

Rahmenlehrpläne kompakt

Ein Überblick über die Themen und Inhalte des Unterrichts in der Grundschule und in den Klassen 7 bis 10 der Oberschule
In kurzen, allgemein verständlichen Texten wird zu jedem Unterrichtsfach erläutert, was die Schüler lernen sollen und über welche Kompetenzen sie am Ende der jeweiligen Klassenstufen verfügen müssen. So werden für Eltern und Schüler die Ziele, Inhalte sowie die Struktur der Fächer transparent. Sie können die gestellten Anforderungen nachvollziehen, bei der Unterrichtsgestaltung mitwirken und die Lernfortschritte aktiv begleiten.

Vorgaben für den Unterricht der allgemein bildenden Schulen

* Die Rahmenlehrpläne Englisch und Französisch für die Grundschule und die Sekundarstufe I sind inhaltlich identisch. Sie gelten für die Klassenstufen 3 bis 10.

** Gilt ab Schuljahr 2014/2015 für Schüler der Jahrgangsstufe 11 im 13-jährigen Bildungsgang, ab Schuljahr 2015/2016 für Schüler im 1. Kurshalbjahr, ab Schuljahr 2016/17 für alle Schüler der Sekundarstufe II.

Pädagogische Begriffe zu den Rahmenplänen Grundschule

PDF-Dokument (381.3 kB)

Sexualerziehung in der Berliner Schule

Allgemeine Hinweise zu den Rahmenplänen für Unterricht und Erziehung (AV 27)

PDF-Dokument (61.2 kB)

Rahmenvorgaben für die Einführungsphase (11. Klasse)

Die Einführungsphase (11. Klasse) an den Gymnasien fällt durch die Verkürzung der Zeit bis zum Abitur auf 12 Jahre ab dem Schuljahr 2010/2011 weg. An den Gesamtschulen, Beruflichen Gymnasien, Kollegs und Abendgymnasien wird es die Einführungsphase weiterhin geben, weil dort das Abitur nach 13 Jahren abgelegt wird. Die Rahmenvorgaben für die Einführungsphase wurden an die neue Situation angepasst und im Mai 2010 in Kraft gesetzt.

Die Rahmenvorgaben sind Bestandteile der mit den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg entwickelten Kerncurricula für die gymnasiale Oberstufe. Die für alle Fächer in den Rahmenlehrplänen für die gymnasiale Oberstufe formulierten Grundsätze und die jeweiligen Kompetenzmodelle gelten weiterhin für die Einführungsphase und die Qualifikationsphase.

Rahmenlehrplan sonderpädagogischer Förderbedarf

Rahmenlehrplan für Schülerinnen und Schüler

mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“, die die Abschlussstufe/den zweijährigen berufsqualifizierenden Lehrgang besuchen oder sich in der in der Werkstufe befinden.

PDF-Dokument (312.8 kB) Dokument: SenBJW