Drucksache - DS/0298/VIII  

 
 
Betreff: Museum Lichtenberg zukunftsfähig machen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktionen DIE LINKE., SPDBezirksamt
  BzBm/PersFinImmKult,
Drucksache-Art:DringlichkeitsantragVorlage zur Kenntnisnahme (Zwb.)
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
15.06.2017 
9. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
24.01.2019 
26. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin mit Zwischenbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlagen:
Dringlichkeitsantrag DIE LINKE., SPD PDF-Dokument
VzK (Zwb.) PDF-Dokument

Das Bezirksamt wurde ersucht,

 

das Museum Lichtenberg im Stadthaus zu einer modernen, die Herausforderungen der Zukunft aufgreifenden Einrichtung der historischen Bildung des Bezirkes zu entwickeln.

 

 

Das Bezirksamt bittet die Bezirksverordnetenversammlung, Folgendes zur Kenntnis zu nehmen:

 

Für die Um – und Neugestaltung des Museums mit seiner Dauerausstellung aus dem Jahr 2006 hat das Bezirksamt im Doppelhaushalt 2018/19 ein umfangreiches Budget bereitgestellt und weitere Voraussetzungen geschaffen, innerhalb dieser Frist die Vorbereitungen für ein neugestaltetes, modernes Museum zu treffen, das 2020 eröffnet werden soll.

Der Erneuerungsprozess hat 2018 auch damit begonnen, dass seit Mai d.J. die ehemaligen Ateliers der Animationsfilmer „Talking Animals“ für das Museum nutzbar gemacht worden sind, so dass im Stadthaus Arbeitsplätze für freie Mitarbeiter und Flächen für museumspädagogische Projekte bereitstehen. Auch Archivgut aus gefährdeten Bereichen wie dem Kellergeschoss kann nun umgelagert werden.

2018 haben im Museum Lichtenberg zwei neue Mitarbeiter und eine neue Mitarbeiterin ihre Arbeit aufgenommen. Die Stelle der Archivleitung ist seit Mitte April neu besetzt und auf einen Anteil wissenschaftlicher Aufgaben erweitert worden. Eine neu geschaffene Stelle für Veranstaltungs- und Haustechnik wurde mit einem technischen Mitarbeiter besetzt, der den Prozess der multimedialen Neuausrichtung fachlich vorbereitet. Die anfallenden Verwaltungsaufgaben im Zuge der umfangreichen inhaltlichen und technischen Neugestaltung werden durch eine neue Mitarbeiterin unterstützt, die auch Aufgaben bei der Ausführung und Koordinierung der Digitalisierung des Museumsbestandes übernimmt.

2018 bereitgestellte finanzielle Mittel des Bezirks werden seit März für die fundierte wissenschaftliche Aufarbeitung und Darstellung von 4 Haupt- und 17 Unterthemen eingesetzt. Zu den Haupthemen gehören u.a. Kindheit und Frauen in Lichtenberg oder die Migrationsgeschichte in Lichtenberg von der frühen Neuzeit bis zu Gegenwart. Zu diesen Themen liegen bisher keine systematischen aufgearbeiteten Kenntnisse vor. Weitere Themen knüpfen an vorhandenes Wissen an und werden, mit wissenschaftlichen Quellennachweisen versehen, die bisherigen Kenntnisse absichern und ggf. erweitern. Für alle Themen konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewonnen und Aufträge vergeben werden. Beauftragt sind abgeschlossene wissenschaftlichen Abhandlungen, die den vorhandenen Wissenstand zusammenfassen oder neu gewonnenen Erkenntnisse hinzufügen. Die Autorinnen und Autoren legen bis Jahresende ihre Berichte vor. Bis zum Frühjahr 2019 werden sie zu Kurzdarstellungen verdichtet. Diese bilden die Grundlage für einen großen Teil der 2019 auszuformulierenden Ausstellungstexte. 2018 wurden ebenfalls Biografien neu er- und vorhandene Biografien Lichtenberger Persönlichkeiten überarbeitet und für die zukünftige Präsentation vorbereitet. Es liegen gegenwärtig ca. 80 Biografien vor.

 

Ein im Juli d.J. fertig gestelltes Antragspapier wurde zum Einwerben von Drittmitteln bei der Stiftung Lotto Berlin eingereicht. Damit sollen die bauliche Realisierung und die Umsetzung des Gestaltungs- sowie des Technikkonzepts finanziert werden. Auch die Behindertengerechte Gestaltung mit Leitsystemen für Geh-, Seh- und Hörbeeinträchtigte fanden darin Berücksichtigung.

Geplante Ausgaben für Sachmittel und Investitionen in die technische Grundausstattung wurden im Juli ausgeschrieben, so dass noch im 4. Quartal d.J. Teile der veralteten Ausstattung durch moderne Veranstaltungstechnik ersetzt werden können.

 

Am 1. November 2018 wurde mit einem Auswahlverfahren die Entscheidung über ein Gestaltungskonzept (Ausstellungsdesign und Raumgestaltung) getroffen, das den Anforderungen an ein modernes Museum entspricht.

Beauftragung und Herstellung des ausgewählten Entwurfs sind für 2019 vorgesehen.

 

2018 wurde darüber hinaus an einem Gestaltungsangebot gearbeitet, das sich an Kinder und junge Familien richtet. Zielgruppen sind Kinder im Vor- und Grundschulalter. Dafür konnte ein speziell für diese museumspädagogischen Angebote bekanntes Entwicklungsteam gewonnen werden. Wissensaneignung auf vor- oder frühschulischem Niveau soll zukünftig eine Grundlage dafür bieten, Kinder frühzeitig an der historischen Erkundung ihrer nahen Lebenswelt zu interessieren.

 

 

 

 
 

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