Öffentlichkeitswirksame Verbreitung des Hospiz- und Palliativgedankens in der Berliner Bevölkerung

Dieses Projekt soll Ängste in der Berliner Bevölkerung im Zusammenhang mit den Themen Sterben, Tod und Trauer abbauen und über Angebote in den Bereichen Vorsorge, Hospiz- und Palliativversorgung informieren.

Ausgangslage

Die Themen Sterben, Tod und Trauer werden häufig tabuisiert. Auch pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige, aber auch Fachkräfte, Ehrenamtliche und andere Zugehörige verdrängen häufig diese Themen, so dass erst spät ein Informations- und Beratungsbedarf entsteht. Vor diesem Hintergrund sind neben bestehenden Informations-, Beratungs- und Schulungsangeboten zum Thema ergänzende Impulse zur Sensibilisierung, Aufklärung und Information der Berliner Bevölkerung wichtig.

Zielsetzung

Zentrales Ziel der Projektarbeit ist es, frühzeitig Zugänge zu ermöglichen, zu Angeboten der Vorsorge, Hospiz- und Palliativversorgung für ein Sterben in Würde. Das Projekt will zum Abbau von Ängsten oder Bedenken im Hinblick auf Sterben, Tod und Trauer beitragen. Gleichzeitig soll die Bereitschaft zur Unterstützung der Hospiz- und Palliativarbeit, beispielsweise über Spenden oder ehrenamtliche Arbeit, in der Berliner Gesellschaft erhöht werden.

Zielgruppen

Zielgruppen des Projekts sind die Berliner Bevölkerung – einschließlich pflegebedürftiger Menschen und pflegender Angehöriger – sowie die Fach-Öffentlichkeit.

Tätigkeitsfelder

Über das Projekt soll auf die eher gemiedenen Themen Tod, Sterben und Trauer aufmerksam gemacht, dafür sensibilisiert, Angst davor minimiert und so umfassend darüber informiert werden. Bei Bedarf wird zu Beratungsangeboten übergeleitet.

Das erfolgt durch Kampagnen, Kooperationsprojekte, Aktionen bei Themenwochen, spezielle Angebote, wie die Ausleihmöglichkeit einer „Letzte Wünsche Wand“, Erklär-Filme, Plakataktionen oder Veranstaltungsreihen, wie z.B. die Werkstattgespräche Hospiz. Zudem wird im Rahmen des Projekts die jährliche „Berliner Hospizwoche“ zeitgemäß weiterentwickelt. So entstand im Rahmen des Projekts das Format „Berliner Hospizaktionen“ mit eigenem Logo und zentraler Internetseite (s. u.) mit Hinweisen auf Veranstaltungen, Lesungen und Vorträge.

Zum Projekt gehört ferner die Stärkung der Kinder- und Jugendbildungsarbeit im hospizlichen Kontext, so vor allem die Koordination eines speziellen Berliner Netzwerks, der Community of Praxis. Hier werden geeignete Bildungsansätze besprochen bzw. weiterentwickelt, Formate der Öffentlichkeitsarbeit für Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Schulen geplant und durchgeführt. In diesem Rahmen entstand auch eine Internetseite (s. u.), die die Vielfalt der Angebote zeigt.
Ohne das ehrenamtliche Engagement vieler Berlinerinnen und Berliner wäre die hospizliche Arbeit in ihrer heutigen Form nicht möglich. Im Rahmen des Projekts wird das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger öffentlichkeitswirksam gewürdigt und zugleich auf die Bedeutung ehrenamtlicher Sterbebegleitung hingewiesen, auch um das Interesse an dieser Aufgabe in der Berliner Bevölkerung zu fördern und zu stärken.

Träger und Förderung

Träger: Hospiz- und PalliativVerband Berlin e.V.

Förderung: Die Förderung durch das Land Berlin betrug 2023 rund 60.000 Euro.

Weiterführende Informationen

Internetpräsenz des Hospiz- und Palliativverbands Berlin e.V. mit Erklärfilm zur ambulanten Hospizarbeit
Internetpräsenz des Hospiz- und Palliativverbands Berlin e.V. zur Kinder und Jugend-Bildungsarbeit
Internetpräsenz des Hospiz- und Palliativverbands Berlin e.V. zur “Letzte Wünsche Wand”
Internetpräsenz zu den Hospizaktionen in Berlin
Internetpräsenz der Berliner Hospizwoche zu “Stimmen aus der Hospizarbeit”

Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege

Abteilung Pflege