Die digitale Transformation prägt maßgeblich gesellschaftliche Entwicklungen und beeinflusst sämtliche Lebensbereiche und Arbeitsfelder mit hoher Dynamik. Sie wirkt sich auch auf das Leben im Alter und/oder bei Pflegebedürftigkeit sowie auf die Arbeitswelt im Pflegebereich aus.
Die Digitalisierung trägt dazu bei, die Selbstständigkeit von Menschen mit Unterstützungsbedarf zu erhalten, Pflegende zu entlasten und Pflegekräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen. Trotz vieler Vorteile steht die Digitalisierung in der Pflege noch am Anfang. Das liegt nicht zuletzt an Bedenken hinsichtlich Datenschutz, Arbeitsbelastung und reduzierter persönlicher Interaktion.
Die Technik-Akzeptanz in der Pflege ist jedoch entscheidend für ihren erfolgreichen Einsatz. Pflegekräfte, pflegebedürftige Menschen sowie ihre Angehörigen müssen die Technologien verstehen und sinnvoll in ihren Arbeits- bzw. Pflegealltag integrieren können, damit sie dort ihre positive Wirkung entfalten können (siehe ZQP, 2019).
Leben – Pflege – Digital (LPD), das unabhängige Berliner Landeskompetenzzentrum Pflege 4.0, ist bundesweit das erste Kompetenzzentrum für Digitalisierung in der Pflege. Seither inspiriert es weitere Bundesländer, eigene „Landeskompetenzzentren“ zu gründen, wobei sie durch das Berliner Zentrum unterstützt werden. LPD legt einen besonderen Fokus auf pflegebedürftige Menschen, pflegende Angehörige sowie Seniorinnen und Senioren.