Die Pflege eines nahen Menschen im häuslichen Umfeld dauert häufig mehrere Jahre und ist unvorhersehbar. Menschen übernehmen eine private Pflegeverantwortung oft während ihrer Erwerbstätigkeit, manchmal bereits im Studium oder in der Ausbildung. Die familiäre Pflege wird mehrheitlich von Frauen übernommen und geht meist mit Auswirkungen auf den eigenen Erwerbsverlauf einher und ist mit der Existenzsicherung der Pflegenden verzahnt. Nehmen pflegende Angehörige eine Pflege- oder Familienpflegezeit, können sie finanzielle Unterstützungsleistungen beanspruchen. Diese mindern jedoch lediglich den Einkommensverlust in dieser Zeit und sind zurückzuzahlen. Viele pflegende Angehörige wollen und müssen ihre Erwerbstätigkeit aus finanziellen Gründen aufrechterhalten. Hinzu kommt, dass die Anerkennung im Beruf und die soziale Einbindung als Ausgleich zur belastenden Pflegesituation von großer Bedeutung sind.
Fachstelle Vereinbarkeit Beruf-Familie-Pflege bei KOBRA
Die Fachstelle Vereinbarkeit Beruf-Familie-Pflege bei KOBRA informiert kostenfrei über rechtliche Regelungen und entwickelt individuelle Lösungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gemeinsam mit den Ratsuchenden. Neben pflegenden Angehörigen berät die Fachstelle auch Fachkräfte, sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Personalverantwortliche in Betrieben und Unternehmen zur Umsetzung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflegesituation.
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Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege
Abteilung Pflege
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