Ältere Menschen mit Migrationsgeschichte sind die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe in Berlin. Die Gruppe zeichnet sich insbesondere durch ihre hohe Heterogenität aus. Die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Gruppe darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Lebenslagen der Menschen im Vergleich zur Bevölkerung ohne Migrationsgeschichte oftmals als schwierig zu bewerten sind. Häufig treffen in der Zielgruppe älterer Migrantinnen und Migranten prekäre sozioökonomische Bedingungen mit migrations- und altersbedingten Belastungen zusammen. Ausgehend von diesen Mehrfachbelastungen (Intersektionalität) tragen sie ein relativ hohes Erkrankungs- und Pflegerisiko. Zudem verändern sich allmählich auch bei dieser Zielgruppe soziale Familienstrukturen, so dass migrationsspezifische intergenerationale und familiäre Unterstützungsressourcen zukünftig nicht mehr in demselben Maße wie heute zur Verfügung stehen werden. Daher ist anzunehmen, dass zukünftig immer mehr Menschen mit Migrationsgeschichte auf Leistungen des Altenhilfe- und Pflegesystems angewiesen sein werden (Bartig 2022).
Fachstelle Migration, Pflege und Alter (FaMiPA)
Aufgabe der Fachstelle Migration, Pflege und Alter (FaMiPA) ist es, die gleichberechtigte und selbststimmte Teilhabe von älteren Migrantinnen und Migranten zu unterstützen. Die Fachstelle informiert und vernetzt zum Themenkomplex Migration, Alter und Pflege und initiiert Kooperationsprojekte.
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Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege
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