Partnerschaft mit Warschau-Białołęka (Polen) - Aktivitäten

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CineLuzes 2025 – Kulturelle Impulse im Kontext unserer Städtepartnerschaften

Im Rahmen unserer Städtepartnerschaften spielen kulturelle Kooperationen mit externen Partner:innen eine wichtige Rolle, um internationale Begegnungen zu fördern und den interkulturellen Austausch lebendig zu gestalten. Stadtlichter nehmen in ihren Projekten regelmäßig Bezug auf die Idee und betten Inhalte von Städtepartnerschaften in einen künstlerischen Kontext ein, so auch in diesem Jahr mit CineLuzes 2025 geschehen, wo drei Partnerschaftsjubiläen in den Fokus rückten.

Das Festival steht beispielhaft für den lebendigen kulturellen Austausch zwischen unseren Partnerstädten und zeigt, wie Filmkunst Menschen über Grenzen hinweg verbindet. Im Mittelpunkt standen Filmbeiträge, Begegnungen und gemeinsame Überlegungen, wie künstlerische Projekte Brücken zwischen den Partnerstädten schlagen und bestehende Beziehungen vertiefen können.
Der folgende Bericht von Stadtlichter verdeutlicht, welchen Beitrag kulturelle Formate zur internationalen Verständigung leisten und wie sie den partnerschaftlichen Gedanken auf kreative Weise weitertragen.

  • Bericht Stadtlichter 2025

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27.08.2025-29.08.2025: Antrittsbesuch aus Warschau-Białołęka – Städtepartnerschaft im persönlichen Austausch vertieft

Vom 27. bis 29. August 2025 durfte der Bezirk Lichtenberg eine Delegation aus der polnischen Partnerstadt Warschau-Białołęka herzlich willkommen heißen. Anlass des Besuchs war der Antrittsbesuch der kürzlich neu gewählten Bezirksbürgermeisterin Anna Majchrzak, die gemeinsam mit ihren Stellvertretern Mariusz Wajszczak und Piotr Cieszkowski sowie Aleksandra Czarniakowska aus der Verwaltung nach Berlin reiste. Der Besuch stand im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens, des Austauschs und der Vertiefung der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Bezirken.

Ankunft und herzliche Begrüßung

Die Gäste aus Polen trafen am Mittwochabend mit deutlicher Zugverspätung in Berlin ein – die Deutsche Bahn machte ihrem Ruf alle Ehre. Dennoch wurde die Delegation herzlich empfangen. Bei einem gemeinsamen Abendessen fand in freundlicher Atmosphäre bereits der erste persönliche Austausch statt, bevor es zum Check-in ins Hotel ging.

Einblicke in die Verwaltung und Begegnung mit der Vergangenheit: Besuch im Stasimuseum und Archiv der Stasi-Unterlagen

Am Donnerstagmorgen begann das offizielle Programm mit einer Begrüßung im Rathaus von Lichtenberg. Vertreter:innen des Bezirksamts und der Bezirksverordnetenversammlung empfingen die polnischen Gäste und hießen sie herzlich willkommen.
Im Anschluss führte ein kurzer Spaziergang die polnische Delegation zu einem zentralen Ort der historischen Erinnerung in Lichtenberg: dem Stasimuseum in der ehemaligen Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR.
Dort erhielten die Gäste mittels polnischsprachiger Audioguides einen individuellen Einblick in die Strukturen, Arbeitsweisen und das umfassende Überwachungssystem der DDR-Staatssicherheit. Die authentisch erhaltenen Räume – darunter auch das originale Büro von Erich Mielke, dem einstigen Minister für Staatssicherheit – vermittelten ein eindrückliches Bild vom repressiven Machtapparat in der DDR.
Im Anschluss besuchte die Delegation den benachbarten Campus für Demokratie, wo eine Führung durch das Archiv der Stasiunterlagen auf Polnisch stattfand. Hier erhielten sie einen Überblick über die Archivarbeit, den Zugang zu persönlichen Akten sowie die Bedeutung der Aufarbeitung politischer Repression für eine demokratische Gesellschaft.
Die polnischen Gäste zeigten sich tief beeindruckt von der Transparenz und der systematischen geschichtlichen Aufarbeitung, die an diesem Ort geleistet wird. In den Gesprächen wurde deutlich, dass eine vergleichbare museale und institutionelle Auseinandersetzung mit den Geheimdiensten der sozialistischen Vergangenheit in Polen – insbesondere mit dem polnischen Pendant zur Stasi, der Służba Bezpieczeństwa (SB) – bislang nur punktuell und in sehr unterschiedlichem Umfang existiert.
Die Delegation wertete diese Erfahrung als wichtigen Impuls für die Erinnerungskultur in Polen. Das sichtbare Bemühen um Offenheit, kritische Reflexion und demokratische Bildung wurde als vorbildlich bezeichnet und regte zu weiteren Gesprächen über den Umgang mit autoritärer Vergangenheit in beiden Ländern an.

Sozial, praxisnah, zukunftsorientiert: Die Kiezküche als Ausbildungsstandort in Lichtenberg

Ein besonderer Programmpunkt während des Besuchs war die Besichtigung des Standorts der Kiezküche Lichtenberg in der Atzpodienstraße – ein Leuchtturmprojekt für berufliche Qualifizierung und soziale Teilhabe im Bezirk. Die Kiezküchen gGmbH ist ein Tochterunternehmen der Berliner Bildungseinrichtung bbw Akademie und hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt praxisnah auszubilden und in Beschäftigung zu integrieren.
Am Standort Atzpodienstraße werden insbesondere Aus- und Weiterbildungen im Bereich Gastronomie und Hauswirtschaft angeboten. Die Teilnehmenden – viele von ihnen mit Migrationshintergrund, Fluchterfahrung oder aus anderen benachteiligten Lebenslagen – absolvieren hier praxisorientierte Qualifizierungen, u.a. als Beikoch/-köchin, Hauswirtschafter:in oder Küchenhilfe. Zusätzlich gibt es Sprachförderangebote, Bewerbungstrainings und sozialpädagogische Begleitung, um individuelle Barrieren abzubauen und langfristige Integration zu ermöglichen.
In der Ausbildungsküche sowie im angeschlossenen Restaurantbetrieb lernen die Teilnehmenden unter realistischen Bedingungen – sie kochen täglich für Gäste aus dem Kiez, für Einrichtungen und soziale Träger. Die Küche legt großen Wert auf regionale, gesunde und saisonale Produkte und vermittelt zugleich nachhaltige Aspekte der Gastronomie.
Im Austausch mit den polnischen Gästen wurde deutlich, dass auch in Warschau-Białołęka ähnliche Herausforderungen in der beruflichen Integration bestehen. Das Modell der Kiezküche stieß daher auf großes Interesse – insbesondere der ganzheitliche Ansatz, der soziale Arbeit, berufliche Bildung und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbindet
Der Abend klang bei einem gemeinsamen Abendessen mit Vertreter:innen aus Bezirksamt, Verwaltung und Bezirksverordnetenversammlung aus – mit vielen anregenden Gesprächen über politische, gesellschaftliche und kulturelle Herausforderungen in beiden Bezirken.

Frühkindliche Bildung im Fokus: Besuch in der Kita „Kleine Wichtel“

Vor der Rückreise nach Warschau stand am Freitagmorgen noch ein letzter Programmpunkt an: der Besuch in der Kita „Kleine Wichtel“, einer modernen Kindertageseinrichtung in Lichtenberg, die auch als Kooperationspartnerin im Rahmen eines Job-Shadowing-Programms aktiv ist.
Die Delegation aus Warschau-Białołęka wurde herzlich von der Kitaleitung empfangen und durch das Haus geführt. Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste von der hochwertigen Ausstattung, der freundlichen Atmosphäre sowie dem durchdachten pädagogischen Konzept der Einrichtung. Die Räume sind hell, kindgerecht gestaltet und mit vielfältigen Materialien für kreative, motorische und sprachliche Entwicklung ausgestattet – von Rollenspielbereichen über Bewegungsräume bis hin zu Ruhe- und Leseecken. Auch die großzügig angelegte Außenfläche mit Spielgeräten und naturnahen Elementen stieß auf große Begeisterung.
Im Gespräch mit der Leitung wurde deutlich, wie wichtig die Verbindung von pädagogischer Qualität, frühzeitiger Sprachförderung und einer engen Zusammenarbeit mit Familien ist – insbesondere in einem Bezirk wie Lichtenberg, der durch kulturelle Vielfalt geprägt ist. Die Kita engagiert sich zudem in verschiedenen Förderprogrammen und legt besonderen Wert auf Inklusion, gesundes Aufwachsen und sozial-emotionale Kompetenzen.
Für die Delegation war dieser Einblick besonders spannend, da auch in Warschau aktuelle Diskussionen über Fachkräftemangel, Ausbildung und Qualitätsentwicklung im Bereich frühkindliche Bildung geführt werden. Das Berliner Beispiel wurde als inspirierendes Modell wahrgenommen – insbesondere die Kombination aus qualifizierter Ausbildung, guter Ausstattung und Praxisvernetzung mit Programmen wie dem Job-Shadowing. Die Gäste äußerten großes Interesse an einem vertieften Austausch zu diesem Thema.

Ausblick: Partnerschaft gemeinsam weiterentwickeln

Während des Besuchs wurden zahlreiche Möglichkeiten für eine zukünftige Zusammenarbeit diskutiert. Besonders im Fokus standen Austauschprojekte in den Bereichen Schule, Jugend, Sport und Kultur, aber auch Fachaustausche auf Verwaltungsebene wurden als gewinnbringende Perspektiven gesehen.
Zudem gab es Impulse ggf. auch trilaterale Begegnungen zu initiieren – zum Beispiel gemeinsam mit Partnerstädten wie Jurbarkas (Litauen) oder Odesa (Ukraine). Der persönliche Kontakt zwischen den Menschen aus den Partnerbezirken wurde dabei als unverzichtbare Grundlage für nachhaltige Beziehungen hervorgehoben.
Alle diese Ideen stehen am Anfang und leben vom gemeinsamen Engagement.
Wer sich aus der Zivilgesellschaft an der Weiterentwicklung der Städtepartnerschaft beteiligen möchte – sei es durch eigene Projektideen, Beteiligung an Austauschformaten oder durch Unterstützung bestehender Aktivitäten –, ist herzlich eingeladen, sich mit der Beauftragten für Städtepartnerschaften in Verbindung zu setzen.

Die Partnerschaft mit Warschau-Białołęka lebt von Offenheit, Vertrauen und dem gemeinsamen Interesse, voneinander zu lernen. Wir freuen uns auf viele weitere Begegnungen und gemeinsame Projekte!

Bildliche Eindrücke zum Antrittsbesuch aus Warschau-Białołęka

  • Delegation aus Warschau im Gespräch mit dem Bezirksbürgermeister und der stellvertretenden Vorsitzenden der Bezirksverordnetenversammlung Kerstin Zimmer

    Delegation aus Warschau im Gespräch mit dem Bezirksbürgermeister und der stellvertretenden Vorsitzenden der Bezirksverordnetenversammlung Kerstin Zimmer

  • Delegation aus Warschau mit Vertreter*innen der Bezirksverordnetenversammlung und des Bezirksamtes Lichtenberg

    Delegation aus Warschau mit Vertreter*innen der Bezirksverordnetenversammlung und des Bezirksamtes Lichtenberg

  • Besuch beim sozialen Projekt kiezküchen GmbH

    Besuch beim sozialen Projekt kiezküchen GmbH

  • Besuch beim sozialen Projekt kiezküchen GmbH

    Besuch beim sozialen Projekt kiezküchen GmbH

  • Besuch in der Kita „Kleine Wichtel“

    Besuch in der Kita „Kleine Wichtel“

  • Freunde aus Jurbarkas mit Vertretern der Bezirksverordnetenversammlung und dem Bezirksamt Lichtenberg beim Abschlussabend

    Freunde aus Jurbarkas mit Vertretern der Bezirksverordnetenversammlung und dem Bezirksamt Lichtenberg beim Abschlussabend

28. Juli 2024 - 1. August 2024: Gedenkreise nach Warschau

Zum Gedenken an den Warschauer Aufstand am 1. August 1944 fand in Organisation der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin vor Kurzem eine bedeutsame Reise nach Warschau statt. Daran nahmen zahlreiche Berliner Bürger:innen teil, auch Studierende Lichtenbergs der Hochschule Karlshorst. Diese nutzten die Gelegenheit, sich in Warschau zu vernetzen, u.a. auch um eine weitere Bildungsreise zu planen.

Ziel des Aufenthalts war, mehr über die Geschichte des Aufstands zu erfahren und ins heutige Bewusstsein zu rücken, aber auch Brücken zu bauen im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Warschau. Besonders in Zeiten wie diesen ist interkulturelles Verständnis wichtiger denn je. Eine gesellschaftliche Debatte bzw. ein gemeinsamer Dialog über historisch leider oft recht unbekannte Ereignisse von damals tragen dazu bei.

Unter anderem wurden im Rahmen der historischen Stadtführung das Denkmal für den Warschauer Aufstand besichtigt, sowie das Museum des Warschauer Aufstandes, wo eine zweistündige Führung tiefere Einblicke in die Geschichte vermittelte.

Weiterhin stand der Besuch der Deutschen Botschaft sowie die Besichtigung des polnischen Parlaments (Sejm) auf dem Programm, wo Gespräche mit dem Vorsitzenden der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe geführt werden konnten. Ein Spaziergang durch den neu gestalteten Park am Kopiec Powstania Warszawskiego, einem Hügel zum Gedenken an den Warschauer Aufstand, war ebenfalls ein bewegendes Erlebnis. Ein besonders eindrucksvoller Besuch war darüber hinaus auch jener im Museum Polin, wo die Gruppe in einer zweistündigen Führung durch die 1000-jährige Geschichte der polnischen Juden geführt wurde.

Abschließend gab es die Möglichkeit, sich mit Kulturschaffenden zu treffen und auszutauschen sowie mit Vertreter:innen des Stadtparlaments und der Bezirksverwaltungen. Den emotionalen Höhepunkt der Reise bildete die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag des Warschauer Aufstands in Anwesenheit von Überlebenden, samt Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer.

Diese ereignisreiche und tief berührende Reise stärkte nicht nur das historische Verständnis der Teilnehmer:innen, sondern soll auch die deutsch-polnische Zusammenarbeit und die Verbindungen zwischen den Partnerstädten fördern. Es konnten wertvolle Netzwerke aufgebaut werden, alle freuen sich bereits auf zukünftige Projekte und weitere Bildungsreisen nach Warschau.

Eindrücke von der Gedenkreise

  • Kranzniederlegung
  • Teilnehmende auf dem Marktplatz

    Teilnehmende auf dem Marktplatz

  • Teilnehmende vor dem Mahnmal

    Teilnehmende vor dem Mahnmal

  • Museum des Warschauer Aufstandes

    Museum des Warschauer Aufstandes

  • Friedhof

    Friedhof

  • Warschauer Parlament

    Warschauer Parlament

  • Statue in Gedenken an den Warschauer Aufstand

    Statue in Gedenken an den Warschauer Aufstand

August 2023: Sommercamp an der polnischen Ostsee

Im Frühling 2023 stimmten sich Lichtenberg und Białołęka über künftige gemeinsame Projekte im Rahmen der kürzlich verlängerten Städtepartnerschaft ab. Eine Idee aus Warschau war die Organisation eines deutsch-polnischen Sommercamps an der Ostsee, in der Nähe von Ostrowo.
Dieser Vorschlag wurde mit großer Begeisterung hier aufgenommen. Nach einer Corona bedingt recht ruhigen Phase der letzten Zeit, war dies nun eine großartige Möglichkeit für Jugendliche in den Sommerferien erneut interkulturelle Erfahrungen zu sammeln, ihre Englischkenntnisse aufzupolieren und gemeinsam mit Warschauer Kids eine tolle Woche am Meer zu verbringen.
Mein besonderer Dank gilt der Administration in Warschau-Białołęka, die das Camp hauptsächlich finanzierte und an alle Kolleg*innen aus Schule und Verwaltung, die diese bilaterale Begegnung möglich machten. Die Schüler*innen schienen begeistert und waren nachhaltig von der polnischen Herzlichkeit und Gastfreundschaft beeindruckt.
Im Folgenden haben sie ihre Eindrücke festgehalten.

  • Erfahrungsbericht Deutsch-Polnischer Austausch 08/23

    PDF-Dokument (887.7 kB)
    Dokument: Markus Hörty und Bendix Sautmann, Lehrer Fritz-Reuter-Oberschule

Eindrücke vom Sommercamp

  • Sonnenuntergang am Strand

    Sonnenuntergang am Strand

  • junge Frauen im Wald

    junge Frauen im Wald

  • Leuchtturm

    Leuchtturm

  • Jugendliche am Strand

    Jugendliche am Strand

  • Jugendliche am Lagerfeuer

    Jugendliche am Lagerfeuer

  • Sandbuddeln am Strand

    Sandbuddeln am Strand

  • Seerobbenschau

    Seerobbenschau

  • Einweisung am Strand

    Einweisung am Strand

Bialolekas Bürgermeister Jacek Kaznowski führte Bezirksbürgermeister Andreas Geisel 8rechts) durch die Warschauer Altstadt.

Bialolekas Bürgermeister Jacek Kaznowski führte Bezirksbürgermeister Andreas Geisel 8rechts) durch die Warschauer Altstadt.

2012: Städtepartnerschaftsvereinbarung 2012 - 2014 unterzeichnet

Kurz vor der Eröffnung der Fußball Europameisterschaft besuchte am 31. Mai und 1. Juni eine Lichtenberger Delegation unter Leitung des Bezirksbürgermeisters Andreas Geisel (SPD) die polnische Partnerstadt Warschau-Bialoleka. Ziel war es, die seit dem Jahr 2000 erfolgreich bestehende Partnerschaft in den nächsten Jahren fortzusetzen und die gemeinsame Städtepartnerschaftsvereinbarung 2012 bis 2014 zu unterzeichnen. Vereinbart wurden Schwerpunkte der weiteren Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Kultur-, Sport- und Jugendaustausches sowie die Fortsetzung des Wirtschaftdialogs. Ein besonderer Höhepunkt des Aufenthaltes war der Empfang der Lichtenberger Delegation durch die Stadtpräsidentin von Warschau, Hanna Gronkiewicz-Waltz, anlässlich der Eröffnung einer neuen Bibliothek in Bialoleka.

Bialoleka ist der nordöstliche Stadtbezirk der polnischen Hauptstadt an der Weichsel. Ähnlich wie in Lichtenberg gibt es sowohl Flächen mit dichter Wohnbebauung als auch größere Industriegebiete und Naturflächen mit Einfamilienhäusern. Die Anzahl der Einwohner hat sich in den letzten zehn Jahren auf 120.000 Menschen verdoppelt. Ein regelrechter Bauboom und die dynamische Wirtschaftsentwicklung in Bialoleka und in Warschau im Ganzen sind nicht zu übersehen. Im Bezirk liegt die gerade eröffnete neue Brücke über die Weichsel, die U-Bahn wird erweitert, es entstehen Wohnungen, Einkaufszentren, Bildungs- und Sporteinrichtungen.

Der Erfahrungsaustausch der zwei Hauptstadtbezirke – Lichtenberg und Bialoleka – wird auch weiterhin vielseitige Kontakte und gute Ergebnisse bringen.

Jugendbegegnung mit Jugendliche aus Warschau-Białołęka in Falkenberg

Jugendbegegnung mit Jugendliche aus Warschau-Białołęka in Falkenberg

2011: Kunst der Freundschaft

Im Rahmen der Städtepartnerschaft empfingen am ersten Ferientag zehn Jugendliche aus Lichtenberg zehn Gäste zwischen 13 und 16 Jahren aus dem Partnerbezirk Warschau-Bialoleka zum Deutsch-polnischen Jugendaustausch vom 29.06. – 06.07.2011.

Sie beschäftigten sich vormittags in den Workshops “Malen und zeichnen”, “Textilwerkstatt” und “Installation” mit dem Thema “Kunst der Freundschaft”. Nachmittags hatten sie Zeit für eine Kiezrallye, Sport und Spiel, Stadtbummel, Bundestagsbesuch und Erholung.

Jugendbegegnung mit Jugendliche aus Warschau-Białołęka beim Kunst-Workshop

Jugendbegegnung mit Jugendliche aus Warschau-Białołęka beim Kunst-Workshop

Die Ergebnisse der Workshops wurden als Ausstellung im Jugendgästehaus Falkenberg präsentiert.
Der Gegenbesuch fand vom 08.07. – 15.07.2011 in Warschau statt. In den Kreativworkshops wurden thematische Buttons hergestellt. Tolle Ergebnisse zeigten die Jugendlichen bei der Herstellung von Handytaschen aus Filz.
Der Jugendaustausch, ein Gemeinschaftsprojekt des Vereins Bildungswerk für Jugend-Soziales und Kultur gGmbH, der Alexander-Puschkin-Schule Lichtenberg, der Jugendkunstschule Lichtenberg, der Bezirksämter Lichtenberg und Warschau-Bialoleka wurde vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk und vom Bezirksamt Lichtenberg gefördert.

2009: Facetten Berlins und Warschaus

Aus dem Bericht vom Jugendaustausch: In diesem Jahr fand wieder ein deutsch-polnischer Jugendaustausch zwischen Jugendlichen des Bezirks Lichtenberg und dem Warschauer Bezirk Białołęka statt.
Finanziert wurde das Projekt mit Mitteln der beiden Partnerbezirke und des Deutsch-Polnischen Jugendwerk DPJW. Organisiert und betreut wurde das Projekt vom Bildungswerk für Jugend-Soziales-Kultur gGmbH und dem Jugendgästehaus Falkenberg.

  • Eins zu Null beim Kickern

    Eins zu Null beim Kickern

  • Spaß beim Volleyball

    Spaß beim Volleyball

  • Im Klasssenraum

    Im Klasssenraum

  • Beim Kricket spielen

    Beim Kricket spielen

  • Naomi feiert ihren Geburtstag

    Naomi feiert ihren Geburtstag

  • Warten auf die S-Bahn

    Warten auf die S-Bahn

  • Wunderkerzen

    Wunderkerzen

Zehn Schüler der Alexander-Puschkin-Oberschule führten die Warschauer Besucher im ersten Begegnungsteil durch ihre Heimatstadt und ihren Heimatbezirk. Dabei entstanden in mehreren Projektgruppen Plakate zu den Themen “Berlin politisch”, “Berlin kulturell”, “Berlin sportlich”, “Berlin kommunikativ”, “Berlin geschichtlich” und “Berlin erholsam”. Nicht nur die polnischen Jugendlichen entdeckten den Charme der Hauptstadt, auch die Lichtenberger Schülerinnen und Schüler konnten ihrer Stadt neue Seiten abgewinnen. So zum Beispiel beim Besuch im Kommunikationsmuseum oder in den Gärten der Welt. Am schönsten aber waren wohl für alle die gemeinsamen Erlebnisse unterwegs oder am Abend beim Lagerfeuer oder in der Disco.
Der zweite Teil der Jugendbegegnung fand im Partnerbezirk Warschau-Bialoleka statt. Diese Rückbegegnung stand unter dem Zeichen von Sport und Kultur. Ob beim Lebendkickern, Volleyball, Museumsbesuchen oder internationalen Abenden mit Tanz und Musik – das gemeinsame interkulturelle Erleben, Spaß haben und Zusammensein stand im Mittelpunkt.
Selbst nach dem Ende des Austausches riss der Kontakt nicht ab. So wird bis Heute fleißig gemailt, gechattet und telefoniert. Denn eines steht für alle fest: Im nächsten Jahr wollen wir wieder dabei sein!
Finanziert wurde das Projekt mit Mitteln der beiden Partnerbezirke und des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes DPJW. Organisiert und betreut wurde das Projekt vom Bildungswerk für Jugend-Soziales-Kultur gGmbH und dem Jugendgästehaus Falkenberg.

Christiane Schütze
Projektleiterin Bildungswerk für Jugend-Soziales-Kultur gGmbH

Kontakt

Postanschrift
Bezirksamt Lichtenberg
10360 Berlin

Beauftragte für Städtepartnerschaften
Frau Koehler

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