Berlin, Lichtenberg und die mosambikanischen Partnerkommunen der Berliner Bezirke machen mit und setzen ein Zeichen für lokale Mitbestimmung.
Mit Unterstützung des Europäischen Ausschuss der Regionen (CoR), der Generaldirektion Internationale Partnerschaften der Europäischen Kommission sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit vertrat das Bezirksamt Lichtenberg gemeinsam mit der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit der Senatsverwaltung für Energie, Wirtschaft und Betriebe im Dezember 2025 das Land
Berlin beim hochkarätigen EU-Forum „Cities and Regions for International Partnerships“. Es ist die zentrale Plattform der Europäischen Union für dezentrale Entwicklungszusammenarbeit.
Gemeinsam mit den mosambikanischen Partnerkommunen KaMubukwana-Maputo (Städtepartnerschaft vom Bezirksamt Lichtenberg) und KaTembe-Maputo (Entwicklungspartnerschaft vom Bezirksamt Pankow) brachte das Bezirksamt Lichtenberg von Berlin die lokalen bezirklichen Perspektiven aus Berlin und Maputo in die globale Debatte um die „Lokalisierung der EU-Global-Gateway-Strategie“ ein. Den Bezirk-Lichtenberg und ihren Partnerbezirk KaMubukwana-Maputo verbindet bereits eine 30 Jahre währende Partnerschaft geprägt durch eine Vielzahl an Projekten der Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Umwelt, Bildung Gesundheit und Sport.
Warum das wichtig ist: Global Gateway, aber lokal
Die EU-Global-Gateway-Initiative, 2021 gestartet, soll nachhaltige Infrastrukturprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika fördern – von digitalen Netzen über Erneuerbare Energien bis zu Bildung und Forschung. Doch bisher wurden lokale Akteure und Behörden oft nur als Empfänger von Geldern gesehen, nicht als aktive Gestalter. Genau hier setzte das Forum an: Es wurden Möglichkeiten diskutiert, wie Städte, Bezirke und Kommunen weltweit stärker in Planung, Umsetzung und Kontrolle der Projekte eingebunden werden können. Nur so können die Projekte wirklich vor Ort wirken um so angepasst an lokale Bedürfnisse und mit echter Eigenverantwortung („Local Ownership“) Projekte zu entwickeln.
Lichtenbergs Rolle: Brückenbauer zwischen Berlin und Maputo (Mosambik)
Im Mittelpunkt des Forums stand die Frage: Wie können lokale Lösungen in einer von geopolitischen Spannungen geprägten Welt gestärkt werden? Lichtenbergs Teilnahme unterstreicht Berlins bezirkliches Engagement, globale Strategien mit lokaler Expertise zu verbinden. Konkrete Vorschläge aus dem Forum:
- Systematische Einbindung lokaler Akteure, z.B. über Dialogplattformen wie die „Civil Society and Local Authorities Dialogue Platform“.
- Mehr Ressourcen und Wissenstransfer, damit Partnerkommunen langfristig selbst handlungsfähig bleiben.
- Finanzielle und technische Unterstützung, die direkt bei den Kommunen ankommt statt über zentrale Instanzen.
Herausforderungen bleiben, aber der Weg ist klar
Es bestehen weiterhin Hürden, aber das Forum zeigte: Lokale Behörden sind Schlüsselstrukturen für eine erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit. Der Europäische Ausschuss der Regionen (CoR) verabschiedete während des Forums eine Stellungnahme, die genau das unterstreicht und kommunales und bezirkliches Engagement damit auf EU-Ebene verankert.
Die bezirkliche Entwicklungszusammenarbeit Lichtenberg-KaMubukwana zeigt, wie globale Politik lokal wirkt
Mit ihrer Teilnahme setzten die Partnerkommunen KaMubukwana-Maputo und Berlin-Lichtenberg ein deutliches Signal. Globale Strategien wie Global Gateway können nur gelingen, wenn sie von den lokalen Akteuren selbst mitgestaltet werden. Die Städtepartnerschaft mit KaMubukwana-Maputo zeigt, wie dezentrale Entwicklungszusammenarbeit funktioniert und wie Berlin–Lichtenberg als Brückenbauer zwischen lokalen und globalen Interessen agiert. Die nächste Aufgabe: Die Ideen des Forums in konkrete Projekte für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit zwischen europäischen Kommunen und ihren Partnern zu übersetzen. Berlin-Lichtenberg und KaMubukwana-Maputo gehen hierzu bereits den nächsten Schritt, mit ihrem von Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten NAKOPA-Projekts zu Erneuerbaren Energien, Klimaanpassung und Reduzierung der Klimaauswirkungen.
Weiterführende Informationen: