Drucksache - DS/0757/VII  

 
 
Betreff: Umfassende Teilhabe am Sport für Menschen mit Behinderung ermöglichen - UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion DIE LINKE.Bezirksamt
   
Drucksache-Art:Antrag zur BeschlussfassungVorlage zur Kenntnisnahme (Abb.)
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
16.05.2013 
20. Sitzung in der VII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin überwiesen   
Soziales, Menschen mit Behinderungen und Mieterschutz Entscheidung
18.06.2013 
20. Sitzung in der VII. Wahlperiode des Ausschusses Soziales, Menschen mit Behinderungen und Mieterschutz vertagt   
20.08.2013 
21. Sitzung in der VII. Wahlperiode des Ausschusses Soziales, Menschen mit Behinderungen und Mieterschutz vertagt   
18.03.2014 
28. Sitzung in der VII. Wahlperiode des Ausschusses Soziales, Menschen mit Behinderungen und Mieterschutz mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Schule und Sport mitberatend
11.06.2013 
18. Sitzung in der VII. Wahlperiode des Ausschusses Schule und Sport vertagt   
04.09.2013 
20. Sitzung in der VII. Wahlperiode des Ausschusses Schule und Sport vertagt   
12.11.2013 
21. Sitzung in der VII. Wahlperiode des Ausschusses Schule und Sport vertagt   
05.12.2013 
22. Sitzung in der VII. Wahlperiode des Ausschusses Schule und Sport erledigt   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
15.05.2014 
32. Sitzung in der VII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
16.10.2014 
36. Sitzung in der VII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin mit Abschlussbericht zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag DIE LINKE. PDF-Dokument
BE Soziales, Menschen mit Behinderungen und Mieterschutz PDF-Dokument
VzK (Abb.) PDF-Dokument
Anlage  

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

 

 

Das Bezirksamt wurde ersucht,

über die Beauftragte für Menschen mit Behinderung in Zusammenarbeit mit dem Bezirkssportbund und den Behindertenverbänden eine Aufstellung der dringlichsten Maßnahmen bei bestehenden Angeboten in Sportvereinen und in den Sportsanlagen im Bezirk zu erarbeiten.

Die dabei entstehende Prioritätenliste ist bis Ende des III. Quartals 2014 der Bezirksverordnetenversammlung vorzulegen.

 

Das Bezirksamt teilt Folgendes mit:

 

Im Sportentwicklungsplan ist der Investitionsbedarf zur Sanierung bezirklicher Sportstätten vermerkt. Den Sanierungsanstrengungen des Bezirkes sind zwar finanzielle Grenzen gesetzt, sie richten sich jedoch immer auch auf die Herstellung von Barrierefreiheit auf den jeweiligen Sportanlagen. Im Zuge von Baumaßnahmen werden deshalb - im Rahmen der zur Verfügung gestellten Mittel - Verbesserungen bezüglich der Barrierefreiheit regelmäßig eingeplant und umgesetzt.

Die Beantragung von Mitteln aus dem Schul- und Sportanlagensanierungsprogramm des Senats erfolgt jährlich. Die Entscheidung über die anzumeldenden Maßnahmen wird dabei in zeitlicher Nähe entsprechend der zu beantragenden Mittel und entsprechend der aktuellen Prioritäten gesetzt. Ein Ranking der zu sanierenden Sportanlagen ist nicht sinnvoll, da der Bezirk flexibel auf aktuelle Bedarfe reagieren können muss.

Aktuell wird das Sportfunktionsgebäude der Sportanlage Wartenberger Straße 123 auch mit dem Augenmerk auf Behindertenfreundlichkeit saniert.

Die Anforderungen an barrierefreie Sport- und Freizeitanlagen entsprechend der DIN 18040 existieren.

 

Beim Ist-Zustand der sportlichen Infrastruktur des Bezirkes gilt es zwischen zwei verschiedene Arten von Objekten zu unterscheiden: alter Bestandsschutz und neugebaute Objekte.

Neue öffentliche Bauten werden unter den Aspekten der Barrierefreiheit gebaut. So werden derzeit beim Neubau der "Nils-Holgersson-Schule" 18,5 Millionen Euro für die dreigeschossige Bildungseinrichtung mit Sporthalle und Therapiebecken zur Verfügung gestellt.

 

Im Sportsanierungsprogramm 2015 des Bezirkes stehen folgende Baumaßnahmen:

-  Sportanlage Dolgenseestraße 42,  ca. 200.000 Euro

-  Sportanlage Siegfriedstraße 71, ca. 28.000 Euro

-  Sportanlage Fennpfuhlweg 53, ca. 100.000 Euro

-  Sportanlage Scheffelstraße 21, ca. 130.000 Euro

 

Die Sportanlagen am Barnim-Gymnasium, der Fritz-Reuter-Schule und Fischerstraße wurden bereits barrierefrei saniert.

 

Bei Bestandsobjekten werden im Rahmen geplanter Baumaßnahmen Nachbesserungsarbeiten zur Herstellung der Barrierefreiheit (z.B. Rampen, Behinderten-WC`s) durchgeführt.

Aufgrund der sehr begrenzten finanziellen Mittel für Sanierungsmaßnahmen ist es eher ein langfristig angelegter Prozess.

Bisher werden Sportvereine mit einem auf Behindertensport ausgerichteten Angebot mit Kapazitäten in bereits umgebauten Objekten versorgt.

So trainieren verschiedenste Vereine auf den Sportanlagen der "Carl-von-Linnè-Schule". Das Angebot reicht von Rollstuhltanz bis Rehabilitations-Schwimmen.

Auf der Sportanlage Fischerstraße 15 kann der Behindertenverein "Frau am Ball Berlin e.V." barrierefrei trainieren.

Auch in der Sporthalle am Anton-Saefkow-Platz 5 bestehen Kapazitäten für den Behindertensport.

 

Mit der Aufwertung der sportlichen Infrastruktur muss eine barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Straßenraumes in der Schaffung von Behindertenparkplätzen und notwendigen Bordsteinabsenkungen im Umfeld einhergehen.

 

Als Anlage liegt eine Übersicht der Sportanlagen des FB Sport unter dem Gesichtspunkt der Behindertenfreundlichkeit bei.

 

Der Freizeitsport gewinnt neben dem Schul- und Vereinssport immer mehr an Bedeutung.

 

Im neuen Sportentwicklungsplan des Bezirks für die Jahre 2014 bis 2020 ist formuliert, wie sich der Sport in Lichtenberg in den kommenden Jahren entwickeln soll.

Ein Entwicklungsziel ist, dass die Sportstätten im Bezirk stärker zugunsten bestimmter Zielgruppen vergeben werden. Eine besondere Bedeutung haben dabei die Vereine, beispielsweise für die Inklusion von Menschen mit Behinderung im Bezirk.

 

 

Ein dem Bezirk obliegendes Handlungs- und Einflussfeld ist die Vergabe der bezirklichen Sportflächen. In der Vergabepraxis wurden die in Bezug auf den Sport mit und für Menschen mit Behinderungen gestellten Anträge in Lichtenberg besonders berücksichtigt.

Es erfolgen regelmäßige Beratungen mit dem Bezirkssportbund Lichtenberg, auch mit Blick auf die Nutzungsmöglichkeiten der öffentlichen Sportanlagen in Lichtenberg durch Menschen mit Behinderung. So fand am 01.07.2014 gemeinsam mit der Beauftragten für Menschen mit Behinderungen eine Konsultation zum Behindertensport im Bezirk und etwaigen Förder­potentialen statt. Zusätzliche entsprechende Bedarfe wurden seinerzeit nicht benannt.

 

Der von der Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderung gewünschten Zuarbeit über den Bezirkssportbund Lichtenberg e.V. zur Beantwortung der DS /0757/VII

 

- Beschreibung der sportlichen Infrastruktur,

- Angebotsstruktur und -vielfalt im Behindertensport,

- Zustand der sportlichen Anlagen auf Barrierefreiheit,

- Zustand der Funktionsgebäude (Sanitäranlagen, Vorhandensein von Fahrstühlen),

- Einschätzung des öffentlichen Straßenumfeldes (Behindertenparkplätze, Bord-
- steinabsenkungen),

- kurz-, mittel- und langfristige Planungen

 

kamen fünf Sportvereine nach. Davon halten drei Vereine Angebote für Menschen mit Behinderung vor.

 

Eine gewünschte Zuarbeit der Berliner Bäderbetriebe blieb trotz Nachfragen aus.

 

 

 

 
 

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