Newsletter Weiterbildung und Kultur März-April 2026

Bezirksbürgermeister Martin Schaefer

Liebe Leserin, lieber Leser,

der März bringt frischen Wind nach Lichtenberg – und mit ihm eine Fülle an kulturellen und bildenden Impulsen. Wenn die Natur neu erblüht, öffnen sich auch bei uns zahlreiche Räume für Austausch, Kreativität und gemeinsames Lernen.

Die Lichtenberger Frauenwoche lädt dazu ein, Perspektiven sichtbar zu machen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus setzen viele Einrichtungen ein Zeichen für Respekt und Vielfalt – auch mit neuen Veranstaltungsformaten in unserer Stadtbibliothek. Bildung und Haltung gehen hier Hand in Hand.

Mit dem Start der Seniorenuniversität im März wird deutlich, dass Lernen keine Frage des Alters ist. Gleichzeitig bietet die Volkshochschule mit ihrem Kurs „Finanzkompetenz stärken – Über Geld sprechen“ praxisnahe Anregungen für den Alltag. Im Museum Lichtenberg regen Ausstellungen wie „Kolonialbiografien aus Lichtenberg“ oder die Fotografien zu den Industrietürmen des ehemaligen VEB Elektrokohle dazu an, Geschichte neu zu betrachten.

Künstlerische Höhepunkte bereichern ebenfalls den Frühling: Der Jazz Treff Karlshorst lädt zum Monat des Jazz, Konzerte und Liederabende wie „Heimliche Aufforderung“ schaffen besondere Klangmomente, und Ausstellungen – etwa in der rk-Galerie oder der Galerie 100 – eröffnen neue Blickwinkel.

So entfaltet sich ein Programm, das Begegnung ermöglicht, Horizonte erweitert und Gemeinschaft stärkt. Ich lade Sie herzlich ein, diesen kulturellen Frühling mitzuerleben und Lichtenberg von seiner inspirierenden Seite zu entdecken.

Mit besten Grüßen

Ihr
Martin Schaefer
Bezirksbürgermeister

News aus Weiterbildung und Kultur

Lichtenberger Frauenwoche

Bis 8. März 2026: Lichtenberger Frauenwoche - „Sicherheit. Selbstbestimmung. Sichtbarkeit. Für alle Frauen!“

Mehr als 30 Vereine, Organisationen und Initiativen aus dem Bezirk beteiligen sich – mit einem vielfältigen Programm aus Workshops und Veranstaltungen in den Bereichen Kunst, Kultur, Gesundheit, Sport und Bildung.

Symbolischer Auftakt der Aktionstage ist das Hissen der Fahne zur Frauenwoche am Montag, 2. März um 11:00 Uhr am Rathaus Lichtenberg in der Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin.

Am Freitag, 6. März, um 18 Uhr findet im Kulturhaus Karlshorst in der Treskowallee 112, 10318 Berlin, die offizielle Abschlussfeier der diesjährigen Frauenwoche statt. Die Veranstaltung hat das Thema „Wenn Engagement unter Druck gerät – Frauen, Politik und Ehrenamt im Wahljahr“.

Das komplette Programm, Informationen zur Anmeldung für Veranstaltungen und zu den Mitwirkenden sind unter www.lichtenberger-frauenwoche.de zu finden.

Internationale Woche gegene Rassismus

16. bis 29. März: Internationale Wochen gegen Rassismus

Mit über 50 Veranstaltungen setzen Initiativen, Träger und engagierte Akteure im Bezirk ein Zeichen für Vielfalt, Respekt und ein friedliches Miteinander. Die Aktionswochen laden dazu ein, sich mit der eigenen antirassistischen Haltung auseinanderzusetzen, miteinander ins Gespräch zu kommen und offensiv-freundliche Reaktionsmuster für rassistische Situationen im Alltag kennenzulernen und zu erproben.

Auftakt der Aktionswochen ist am 16. März um 16 Uhr vor dem Linden-Center Berlin. Zur Anreise aus Lichtenberg nach Hohenschönhausen startet um 14 Uhr eine Fahrradtour vor der Anton-Saefkow-Bibliothek (Anton—Saefkow-Platz 14, 10369 Berlin) mit Stopp im Interkulturellen Garten.

Während der zwei Wochen gibt es ein vielfältiges Programm mit Ausstellungen, Lesungen, Filmen und Diskussionsrunden. Dazu gehören unter anderem ein Filmabend, der Kurzfilme vietdeutscher Jugendlicher und Menschen aus Lichtenberg zeigt, sowie Feiern zum persisch-kurdischen Frühlingsfest Newroz.

Die Lichtenberger Bibliotheken bieten ein vielfältiges Programm: Die „Omas gegen Rechts“ gestalten zwei öffentliche Lesungen für Familien mit Kindern ab 5 Jahren und der Workshop „Gib mir mal die Hautfarbe“ vermittelt Eltern und pädagogischen Fachkräften Impulse für eine rassismuskritische und diversitätssensible Erziehung.

Zum Abschluss der Aktionswochen gibt es ein Fest mit Live-Musik und Performances am 27. März ab 15 Uhr im Storkower Bogen Center.
Das vollständige Programm mit allen Terminen und Veranstaltungsorten ist online abrufbar unter https://wochengegenrassismus.online/

Luftbild auf Strausberger Platz in Richtung Frankfurter tor

Bis 24. März: Ausstellung „Lichtenberg von oben“ im Rathaus Lichtenberg zu sehen

Die Ausstellung „Lichtenberg von oben“ ist in der ersten Etage des Rathauses Lichtenberg in der Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin, zu sehen. Der Fotograf Dirk Laubner hat sich mit einem Kleinflugzeug in den Himmel über Lichtenberg begeben und für das Bezirksamt einzelne Stadtteile sowie markante Motive mit der Kamera abgelichtet. 20 ausgewählte Luftaufnahmen werden nun im großen Format in der Ausstellung gezeigt.

13 Ortsteile hat der Bezirk Lichtenberg und aus jedem ist mindestens ein Luftbild in der Ausstellung zu sehen. Das Tierheim in Falkenberg, Ostseeviertel und Mühlengrund, Ober- und Orankesee, die Fennpfuhlsiedlung samt Teich und Park, das Rathaus und die Möllendorffstraße, der Landschaftspark Herzberge, die Rummelsburger Bucht, der Tierpark mit Schloss und die Trabrennbahn in Karlshorst: Wie städtebaulich heterogen der Bezirk ist, wird aus der Vogelperspektive besonders deutlich.

Die Ausstellung „Lichtenberg von oben“ kann während der Öffnungszeiten des Rathauses montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr besucht werden. Eintritt frei.

Seniorenuniversität Lichtenberg Sommersemester-Wintersemester 2026

Seniorenuniversität Lichtenberg startet am 25. März

Die Seniorenuniversität Lichtenberg wird im Jahr 2026 fortgeführt – auch die 14. Ausgabe der Veranstaltungsreihe zeichnet sich durch vielseitige und besondere Themen aus, die nicht nur Seniorinnen und Senioren in einem Sommer- und einem Wintersemester erleben können. Insgesamt 24 abwechslungsreiche Veranstaltungen sollen Neugier wecken, den Forschergeist beflügeln und neue Perspektiven eröffnen. Die Themen reichen von Fit im Alter über Digital-Sprechstunde zum Thema Sicherheit im Netz bis hin zu Wer hilft mir, wenn ich Pflege brauche?

Das vollständige Programm mit einer Veranstaltungsbeschreibung ist im Rathaus Lichtenberg, in den Bürgerämtern, Stadtteilzentren, Begegnungsstätten sowie in den Bibliotheken erhältlich und kann auf den Internetseiten des Bezirksamtes Lichtenberg eingesehen werden unter: www.berlin.de/senioren-aktiv-in-Lichtenberg. Anmeldungen werden per E-Mail an seniorenuni@lichtenberg.berlin.de oder telefonisch unter (030) 90296-6501 und -6502 entgegengenommen.

Farben_in_Eimern

25. April: 2. Kreativmarkt im Hubertusbad

Der Design- und Kreativmarkt im Hubertusbad in der Hubertusstraße 47, 10365 Berlin, geht am Samstag, 25. April 2026, von 11 bis 17 Uhr in die zweite Runde. Der Kreativmarkt ist eine gemeinsame Initiative der Wirtschaftsförderungen Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg und wurde im vergangenen Jahr mit circa 2.000 Besuchenden zu einem Highlight. Der historische Ort, DJ-Beats, vielseitiges Streetfood und ein interessiertes Publikum sollen auch 2026 für den perfekten Rahmen sorgen, um Kontakte zu knüpfen, Inspiration zu finden und kreative Dinge zu handeln. https://eveeno.com/2terKreativmarktImHubertusbad..

Kunst und Kultur

Ausstellung Clausnitzer - Keimeyer - Riquelme - rk-Galerie

4. März: Finissage von Clausnitzers „Happy Demon“ und öffentlicher Umbau zu „Hidden Questions“ von Johanna Keimeyer

Am Mittwoch, 4. März, besteht ab 18 Uhr die letzte Chance, die Ausstellung der Künstlerin Clausnitzer im ersten Raum der ratskeller – Galerie zu besuchen. Die Künstlerin lädt zu einer Finissage mit Katalogpräsentation mit dem Autor Ludwig Seyfarth. Im Anschluss präsentiert die Künstlerin erstmals das Kurzvideo ihrer Performance „Inner Demon“ mit Musik von Carol O´Hair.
In den hinteren Räumen werden die Ausstellungen der Künstlerinnen Johanna Keimeyer und Paula Riquelme noch bis zum 7. April präsentiert.

Alle Künstlerinnen sind am 4. März anwesend. Ab dem 6. März erweitert Johanna Keimeyer während der Öffnungszeiten ihre Ausstellung in den ersten Raum hinein. In „HIDDEN QUESTIONS – Verborgene Fragen“ vereint Keimeyer zentrale Werkzyklen ihres Schaffens zu einer verdichteten Auseinandersetzung mit Identität, Verkörperung und inneren Zuständen. Im Zentrum steht die Frage: Who am I?/Wer bin ich?

Im Rahmenprogram finden ein Workshop am 13. März, 14.00 bis 17.00 Uhr und ein langer Ausstellungsabend am 1. April von 18.00 bis 20.00 Uhr statt. Eintritt frei. ratskeller – Galerie für zeitgenössische Kunst, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin.

Vortrag - Geschichtsfreunde Karlshorst

18. März, 19 Uhr: Vortrag – Geschichtsfreunde: Zur Geschichte von Karlshorst und Biesdorf.

Ein Vortrag über die Entwicklung des heutigen Biesenhorster Sandes und wie die Siedlung Biesenhorst aufgekauft und durch die Anlage eines Güteraußenrings getrennt wurde. Welche Folgen hatte die Aufschüttung eines Bahndamms für die Umwelt und die Anwohnenden? Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin. Eintritt 3 Euro.

bunte Musiknoten

19. März, 19 Uhr Konzert: Ich möcht’ in dieser Zeit nicht Herrgott sein!

Petra Pavel widmet sich in ihrem Programm den Texten und Chansons von Mascha Kaléko, vertont von Jochen Breuer. Mascha Kaléko zählt zu den eindrucksvollsten Stimmen der deutschsprachigen Lyrik, der „Goldenen Zwanziger Jahre“. Petra Pavel wird am Klavier von Peter Rodekuhr begleitet.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Volkssolidarität Berlin. Reservierungen nur unter der Tel.-Nr.: (030) 403 66 28 00 oder vs-kultur-berlin@volkssolidaritaet.de . Eintritt 21 Euro, ermäßigt 3 Euro. Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin.

Filmstill aus "In Liebe, Eure Hilde" (D 2024, Regie: Andreas Dresen)

26. März: Andreas Dresens Film „In Liebe, Eure Hilde“ im Kulturhaus Karlshorst

Anlässlich zum Weltfrauentag präsentiert Filmwissenschaftlerin Irina Vogt starke Frauen der deutschen Geschichte. In diesem Jahr widmet sie sich ab 19.30 Uhr Hilde Coppi mit dem Spielfilm „In Liebe, Eure Hilde“ (D 2024, Regie: Andreas Dresen).

Berlin 1942: Die junge Arzthelferin Hilde schließt sich einer Widerstandsgruppe an, der späteren Roten Kapelle. Sie verliebt sich in Hans Coppi und heiratet ihn. Die Gruppe verbreitet regimekritische Flugblätter, die stete Gefahr einer Verhaftung wächst. Im Herbst 1942 wird die Gruppe durch einen abgefangenen Funkspruch enttarnt und verhaftet. Die inzwischen schwangere Hilde muss in ein Frauengefängnis.

Andreas Dresens Film unterscheidet sich von anderen Verfilmungen zur Roten Kapelle besonders durch eine dokumentarische Direktheit in der Darstellung der Widerstandskämpfer als normale Menschen mit alltäglichen Gefühlen und Ängsten. Eintritt 7 Euro, ermäßigt 3 Euro. Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin.

Tower Jazzband - Monat des Jazz - Kulturhaus

28. März: Der Monat des Jazz wird eröffnet

Vom 28. März bis 26. April präsentieren der Jazz Treff Karlshorst e. V. und das Kulturhaus Karlshorst ein volles Jazz-Programm mit ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern. Am Samstag, 28. März 2026 eröffnen um 18.30 Uhr zwei Foto-Ausstellungen. In der Galerie die „Jazz Gallery ’26 – Der Jazz Treff Karlshorst im Wandel der Zeit“ und im Foyer eröffnet die Ausstellung „Jazz im Bild“. Um 20 Uhr spielt die „Tower Jazzband“ das Eröffnungskonzert. Sie spielt nicht nur bekannte Stücke in eigenen Arrangements, sondern auch weniger bekannte Kompositionen, die es wert sind, erhalten zu bleiben.

Weitere Konzerte kommen von Rag Doll am 3. April, der Schumann Combo am 10. April, Panta Rhei am 18. April und MFA KERA & Black Heritage am 25. April. Alle Konzerte beginnen 20 Uhr. Eintritt 10, ermäßigt 7 Euro. Informationen zum Programm und Ticket-Kauf unter https://www.jazztreff.net/tickets. Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin.

Silbermann Zorzor Galerie 100

Bis 12. April: Ausstellung „Nexus – Johanna Silbermann | Filip Zorzor“ in der Galerie 100

In der Ausstellung „Nexus – Johanna Silbermann | Filip Zorzor“ begegnen sich zwei künstlerische Positionen, die sich 10 Jahre zeitversetzt voneinander mit Malerei auseinandersetzen. Erstmal scheinen ihre Arbeiten unterschiedlichen Strömungen anzugehören, sprechen jedoch auf den zweiten Blick eine gemeinsame Sprache. Beide, Silbermann und Zorzor, untersuchen in Ihren Bildern Strukturen, Modelle und Netzwerke und folgen dabei ihrer jeweils sehr persönlichen Farbigkeit. Die Verbindung beider Positionen liegt in ihrer insistierenden Malerei. Die Bildfläche wird bei beiden als ein Nexus verstanden, ein Sammelbecken für Information und Geschichte(n) und ihrer Verdichtung.

Galerie100, Konrad-Wolf-Str. 99, 13055 Berlin. Geöffnet Di–Fr von 10–18 Uhr, So 14–18 Uhr. Eintritt zu den Ausstellungen frei.

„Heimliche Aufforderung“ - Duo im Kulturhaus

10. April: Liederabend „Heimliche Aufforderung“ im Kulturhaus

Mit der „Heimlichen Aufforderung“ lockt um 19 Uhr das Duo aus Bariton Felix Schulte und Pianist Daniel Popov in das Kulturhaus. Ihr Liederabend umfasst Werke von Robert und Clara Schumann, Johannes Brahms und Richard Strauss. Sie erkunden, welche Gefühle Musik transportieren und wecken kann und was aus den Werken ins Heute mitgenommen werden kann. Im Mittelpunkt des Programms steht R. Schuhmanns epocheprägende „Dichterliebe op. 48“, ergänzt durch ausgewählte Charakterstücke sowie Lieder von Richard Strauss wie der titelgebenden „Heimlichen Aufforderung“.

Das Duo gestaltet den Abend als zusammenhängende musikalische Erzählung, die dazu einlädt, eigene Erinnerungen und Erfahrungen im Spiegel von Wort und Musik wiederzufinden. Eintritt 7, ermäßigt 3 Euro. Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin.

Klaus Walter, Paradigma, 2018

Bis 19. April: Klaus Walter mit Ausstellung „Moment“ im studio im HOCHHAUS

Um 18 Uhr eröffnet die Ausstellung „Moment“ mit Malerei von Klaus Walter. Architektur, durch sie entstehende Räume und die Position des Menschen darin sind Themen von Klaus Walters Malerei. Die Arbeiten zeigen Innen- und Außenräume. Menschen erscheinen in den ornamentalen Details randständig.
Eine stille Vereinsamung in einer repräsentativen, selbstbezogenen Umwelt wird spürbar. Studio im Hochhaus, Zingster Str. 25, 13051 Berlin. Geöffnet: Mo-Fr von 10-18 Uhr, So von 14-18 Uhr. Eintritt frei.

Doris Wiesenbach - Kulturhaus

22. April: » Das pure Leben« – Lesung Doris Wiesenbach im Kulturhaus Karlshorst

Ab 19 Uhr liest Doris Wiesenbach aus ihrem Buch » Das pure Leben«. In 28 Kurzgeschichten erzählt sie vom prallen Leben; von Höhen und Tiefen, von Glücksmomenten und existenziellen Krisen, von Lebenshunger und Bosheiten bis hin zum Mord. Skurrile Begegnungen, schicksalhafte Beziehungen, unglaubliche Begebnisse und Wendungen verblüffen und berühren. Eintritt 7, ermäßigt 3 Euro. Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin.

Stadtbibliothek Lichtenberg

Pakistan-Afghanistan-Karte

5. März, 18:30 Uhr: „Geliebtes Kabul“ - Buchvorstellung und Gespräch zur Situation afghanischer Frauen

Im Rahmen der Lichtenberger Frauenwoche (1. bis 8. März 2026) findet am Donnerstag, dem 5. März 2026, um 18:30 Uhr in der Anna-Seghers-Bibliothek, Prerower Platz 2, 13051 Berlin, ein Gespräch zu dem Buch „Geliebtes Kabul“ statt. Dieses kollektive Tagebuch einer afghanischen Frauenschreibgruppe dokumentiert die Ereignisse rund um den Fall der afghanischen Hauptstadt Kabul im August 2021 aus weiblicher Perspektive.

Im Gespräch geben die Verlegerin Nicola Stuart vom Verlag Jacoby & Stuart sowie Zahra Gholamhosseini von Etehad e.V., dem Lichtenberger Verein für Menschenrechte, Einblicke in die Entstehung des Buches, die Hintergründe seiner Veröffentlichung und die aktuelle Situation afghanischer Frauen. Dabei geht es auch um Solidarität und Widerstandskraft ebenso wie um die Bedeutung des Schreibens als Form des Zusammenhalts und der Selbstbehauptung in Zeiten politischer Repression.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten unter anna.seghers.berlin@ lichtenberg.berlin.de lichtenberg.berlin.de oder online unter https://pretix.eu/stadtbibliothek-lichtenberg/geliebtesKabul/

Welttag des Buches

23. April: Welttag des Buches

In der Stadtbibliothek Lichtenberg wird das Lesen das ganze Jahr über gefördert – am Welttag des Buches am 23. April jedoch in besonderer Weise gefeiert: An allen vier Standorten finden dazu verschiedene Aktionen statt. Kinder ab 9 Jahren sind eingeladen, an einer Rätsel-Rallye teilzunehmen. Die ersten 20 Teilnehmenden erhalten das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte – Der fliegende Klassenscooter“. Darüber hinaus dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf eine Überraschung in Form eines Blinddates mit einem Buch freuen. Dank der Unterstützung des Förderkreises der Stadtbibliothek Lichtenberg werden zudem Rosen nach katalanischer Tradition verschenkt. Ab sofort können Lieblingszitate in den Bibliotheken oder per E-Mail an stadtbibliothek@lichtenberg.berlin.de eingereicht werden. Die Zitate werden gesammelt und an einer Leine in den Bibliotheken präsentiert.

unterschiedliche Menschen stehen zusammen bei einem Workshop

„Sprechen & Zuhören!" - Neue Veranstaltungsformate in der Stadtbibliothek im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus etabliert die Stadtbibliothek Lichtenberg eine neue Veranstaltungsreihe: Ab 21.03. heißt es nun mehrfach im Jahr „Sprechen & Zuhören!” Das Dialogformat für einen offenen und wertfreien Austausch von Meinungen bieten wir in Kooperation und mit Moderation durch den Verein „Mehr Demokratie!“ an. Wann hatten Sie zuletzt das Gefühl, dass Ihnen wirklich zugehört wird? Kommen Sie in Austausch mit Ihren Nachbarn, Ihren Arbeitskolleg:innen, Ihren Mitreisenden in der Bahn.
Am 17.03. gibt es außerdem zwei Workshops „Zivilcourage zeigen – sicher handeln im Alltag“ – ein Training für mehr Mut, Klarheit und Handlungssicherheit für den Umgang mit schwierigen Situationen im Alltag.

Weitere Informationen: https://wochengegenrassismus.online/programm/

Museum und Geschichte

Werner, Frieda und Ilse Stöbe in den 1930er Jahren

5. März: Ausstellungsführung und Workshop: An wen wollen wir erinnern? Widerständige Frauen gegen den Nationalsozialismus in Lichtenberg und umkämpfte Erinnerung im öffentlichen Raum

Ein Workshop im Museum Lichtenberg mit interaktiver Spurensuche. Es waren nicht viele Menschen, die sich gegen das NS-Regime stellten oder Verfolgte unterstützten. Dennoch gab es einen ungebrochenen Widerstand in Berlin und auch in Lichtenberg. Etwa ein Drittel der Widerständigen waren Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen. Ihre Aktivitäten waren breit und vielfältig. Ihre Geschichten sind jedoch oft wenig bekannt und an viele der Frauen wird öffentlich bislang nicht erinnert.

In diesem Workshop begeben sich die Teilnehmenden auf eine interaktive Spurensuche und erfahren mehr über antifaschistische Widerstandskämpferinnen aus Lichtenberg und Hohenschönhausen. Außerdem beschäftigt sich der Workshop mit der Frage, was die antisemitischen Bezüge mancher Lichtenberger Straßennamen sind: An wen wollen wir erinnern? Wer soll öffentlich geehrt werden? Wie soll dies geschehen? Und was können wir aus dem Widerstand von damals für heute lernen?

Vor Beginn des Workshops ist eine Führung durch die Ausstellung „Umbenennen“ im Museum Lichtenberg geplant. Beginn ist 17 Uhr im Museum Lichtenberg (1. OG, Heinrich-Zille-Saal) in der Türrschmidtstraße 24, 10318 Berlin. Der Workshop beginnt um 17:30 Uhr und endet um 20:30 Uhr (Raum 307/2. OG, Projektraum Museum).

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Runden Tisches für Politische Bildung Lichtenberg mit dem Museum Lichtenberg im Rahmen der Lichtenberger Frauenwoche.

Industrieturm

Bis 5. April: Industrietürme des ehemaligen VEB Elektrokohle – Fotoausstellung im Museum Lichtenberg

Unweit des Dong Xuan Centers in Lichtenberg ragen zwei Industrietürme in den Himmel. Es sind Relikte einer längst vergangenen Lichtenberger Industriegeschichte. Seit 1899 wurden an diesem Standort Elektrokohlen für Lampen, Motoren, Brennöfen, Mikrofofone und weiteres produziert. Im Zweiten Weltkrieg arbeiteten hier Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter, 1954 wurde der Betrieb in VEB Elektrokohle Berlin umbenannt.

Nach 1990 zurückgebaut, blieben zwei „Geschwistertürme“ zurück, deren Anblick an die mittelalterlichen Familientürme in oberitalienischen Städten erinnert. Ein Turm wurde nach Entwürfen des Berliner Architekten Arno Brandlhuber saniert und einer neuen Bestimmung übergeben.

Die Berliner Fotografin Marlene Gawrisch konnte die Sanierungsarbeiten in allen Phasen fotografisch dokumentieren. Dass Ergebnis ihrer Arbeit ist noch bis zum 5. April 2026 im Museum Lichtenberg in der Türrschmidtstraße 24 zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Eintritt frei.

Das Haus mit der Aufschrift „Kolonialwaren“ an der Ecke Schlossstraße / Berliner Straße (heute Treskowallee / Alt-Friedrichsfelde, ist im Zuge des Kreuzungsbaus in den 1970er Jahren abgerissen worden.

„Kolonialbiografien aus Lichtenberg“ – Neue Werkstattausstellung im Museum Lichtenberg

Das Museum Lichtenberg zeigt eine Werkstattausstellung über Kolonialbiografien in Lichtenberg. Eröffnet wird die Ausstellung am 9. April und ist danach bis zum 30. August zu sehen.
In vorhergehenden Ausstellungen und Publikationen wurden bereits die Kolonialbezüge des Gutes Friedrichsfelde und des Karlshorster Burenviertels thematisiert. Nun soll eine weitere, wenig bekannte Facette der Verbindungen Lichtenbergs mit dem deutschen Kolonialismus beleuchtet werden. Im Mittelpunkt stehen Lebensgeschichten von Menschen aus Lichtenberg, die mit der deutschen Kolonialgeschichte in Asien und Afrika verflochten waren. Dazu zählen ein Politiker, eine Krankenschwester, ein Tierarzt sowie Soldaten verschiedener Epochen.

Auch wenn die Beteiligung gewöhnlicher Deutscher am deutschen Kolonialismus kein Massenphänomen war, zeigen die ausgestellten Lebenswege, dass sich Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten am Kolonialismus beteiligten und Kolonialismus damit ein ganz alltägliches Ereignis war, das auch noch Jahrzehnte nachwirkte. Auch in Lichtenberg gehörten Geschäfte, die mit dem Verkauf „Kolonialwaren” warben, zum alltäglichen Straßenbild.

Die Ausstellung im Museum Lichtenberg in der Türrschmidtstr. 24 in 10317 Berlin ist geöffnet Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Eintritt frei.

Volkshochschule Berlin-Lichtenberg

Geld

Finanzkompetenz stärken – Über Geld sprechen. Informationsveranstaltung der VHS Lichtenberg

Geld betrifft alle Lebensbereiche – vom Wohnen über Verträge bis zur Rente. Dennoch fällt es vielen Menschen schwer, über finanzielle Themen zu sprechen oder Schreiben von Banken und Behörden zu verstehen. Die Volkshochschule Lichtenberg bietet daher eine kostenfreie Informationsveranstaltung zur Stärkung der Finanzkompetenz an.
Vermittelt werden Grundlagen zum Umgang mit Geld: sinnvolle Budgetplanung, Orientierung bei Verträgen und Rechnungen, Unterstützungsmöglichkeiten bei Schulden, Schutz vor Betrug sowie Wege zur Ergänzung des Einkommens – auch neben der Rente. Zudem wird aufgezeigt, wie gesellschaftliche Teilhabe auch mit begrenzten finanziellen Mitteln möglich bleibt.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem LAG SIB e. V. statt. Fragen können auf Deutsch und Englisch beantwortet werden.

Termine 2026:
23.02., 10.03., 26.03., 13.04. und 22.04.
jeweils 16:00–18:30 Uhr

Ort: VHS Lichtenberg, Paul-Junius-Str. 71
Teilnahme kostenfrei

Kontakt und Anmeldung:
Kerstin Fuhrmann
Programmbereichsleiterin
Volkshochschule Lichtenberg
E-Mail: vhs@lichtenberg.berlin.de
Telefon: 030 902 96-59 75
Anmeldung online, telefonisch oder persönlich über das Servicebüro der VHS Lichtenberg.

Impressum

Newsletter Weiterbildung und Kultur in Lichtenberg
Hrsg.: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Amt für Weiterbildung und Kultur
Ihr Ansprechpartner: Hanno Fischer
Telefon 030 90296-3758 | Kultur.news@lichtenberg.berlin.de
Internet: Kommunale Kultur und Bildung in Berlin-Lichtenberg
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