Newsletter Weiterbildung und Kultur November-Dezember 2025

Bezirksbürgermeister Martin Schaefer

Liebe Leserin, lieber Leser,
mit dem November hält die Winterzeit Einzug – und mit ihr eine besondere kulturelle Dichte im Bezirk Lichtenberg. In einer Zeit, in der sich viele nach Wärme, Gemeinschaft und Tiefe sehnen, bietet die Kultur zahlreiche Gelegenheiten, genau das zu finden.

Ein besonders bewegender Moment ist das Gedenken an die Novemberpogrome. Veranstaltungen wie die Graphic-Novel-Ausstellung „Zeich(n)en gegen das Vergessen“ oder die musikalische Lesung mit Roman Knižka am 9. November erinnern an unsere Geschichte – und regen zum Dialog an. Auch das Aufstellen der Gedenktafel für den Publizisten Max Beer ist Teil dieses würdigen Erinnerns.

Gleichzeitig setzt Lichtenberg lebendige Akzente: Die Ausstellung ECHT STARK! zur Prävention sexualisierter Gewalt oder die Performance MOTHER in der rk-Galerie zeigen, wie Kultur gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und erfahrbar machen kann. In den Galerien unseres Bezirks – von der Galerie 100 bis zum Studio im Hochhaus – laden spannende Positionen wie die von Pomona Zipser, Wolf-Dieter Pfennig oder Paula Riquelme zum Entdecken ein.

Auch die kulturelle Bildung bleibt im Fokus: Der Projektfonds Kulturelle Bildung unterstützt neue Ideen – Beratung und Bewerbung laufen jetzt. Und wer die dunkleren Tage lieber in gemütlicher Atmosphäre verbringt, freut sich über das vorweihnachtliche Programm im Kulturhaus Karlshorst, die Wunschbaumaktion für Kinder oder die fantasievolle Schneekönigin in der Bodo-Uhse-Bibliothek.

Ich lade Sie herzlich ein, diese Vielfalt zu erleben. Lassen Sie uns gemeinsam durch Kunst und Kultur Licht in den Winter bringen – mit offenen Augen, wachem Geist und neugierigem Herzen.

Ihr
Martin Schaefer
Bezirksbürgermeister von Lichtenberg

News aus Weiterbildung und Kultur

Auf einem geöffneten Aktenordner liegen ein Taschenrechner, ein Stift, mehrere Geldscheine und weitere Ordner mit der Aufschrift 'Anträge'

Förderungen für Kunst- und Kulturprojekte in Lichtenberg in 2026

In Lichtenberg sind aktuell Kulturförderungen für Projekte im Jahr 2026 ausgeschrieben: Für den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung (PKB), Fördersäule 3 endet die Antragsfrist am 13. November um 24 Uhr. Der Fonds unterstützt Kooperationen zwischen Künstlerinnen und Künstlern mit Einrichtungen wie Schulen, Kitas, Bildungs- und Jugendfreizeiteinrichtungen in Lichtenberg. Der Fokus liegt darauf, kreative und künstlerische Fähigkeiten zu vermitteln und kulturelle Teilhabe für Kinder und Jugendliche zu fördern. Termine für Beratungsgespräche zum PKB unter der E-Mail-Adresse fondskulturellebildung@kultur-in-lichtenberg.de.

Bis zum 27. November, 24 Uhr, können Anträge für Kulturförderung Lichtenberg (KFL) oder Kulturförderung – Hohenschönhausen (KFL – HSH) eingereicht werden. Es werden qualitativ wertvolle, innovative und nachhaltige künstlerische Vorhaben unterstützt, die den Kiezbewohnerinnen und -bewohnern eine aktive Teilhabe ermöglichen. Beratungen zu den Förderungen sind bis zur Antragsfrist möglich. Von Mitte November bis Mitte Dezember sind außerdem Anträge auf die Förderungen für darstellende Künste für ein junges Publikum (KiA) und im Rahmen des Bezirkskulturfonds Berlin (BKF) möglich.

Informationen und Unterlagen zu Antragstellung.

Kopie von Mehr Kunst als du denkst - 2

Design auf Zeit: Neuer Pop-up Store zeigt Lichtenbergs Kreativwirtschaft

Der Pop-up-Store Lichtenberg ist eine temporäre Ausstellung im Allee-Center Berlin in Alt-Hohenschönhausen. Vom 3. November bis zum 13. Dezember bietet der Store kreativen Akteurinnen und Akteuren aus dem Bezirk eine Plattform. Die Besucher erwartet eine vielfältige Ausstellung mit Kunstwerken, Möbeln, Bildern, Schmuck und Kunsthandwerk. Ergänzt wird das Programm durch Workshops, Mitmachaktionen und Gesprächsformate, die zur aktiven Teilnahme einladen. Alle ausgestellten Werke können über einen QR-Code direkt beim jeweiligen Kreativschaffenden erworben werden. Das Projekt ist eine Kooperation der Wirtschaftsförderung Lichtenberg, mit den Lichtenberger Kreativschaffenden und dem Allee-Center Berlin.

Gedenkstein am Ort der ehemaligen Synagoge in der Konrad-Wolff-Straße 92

9. November: Gedenken an die Novemberpogrome

Das Bezirksamt Lichtenberg lädt am Sonntag, 9. November 2025, um 11 Uhr, zum Gedenken zu Ehren der Opfer der Novemberpogrome 1938 am Gedenkstein der ehemaligen Synagoge in der Konrad-Wolf-Straße 92, 13055 Berlin, ein.

Die Jüdische Gemeinde in Hohenschönhausen war sehr klein. Als die Nationalsozialisten begannen, Juden zu verfolgen, wandelten die Gemeindemitglieder ihren Betraum in der Konrad-Wolf-Straße in eine Synagoge um. Erst 1935 wurde sie geweiht. Bereits 1938 musste die Gemeinde ihre Tätigkeit wieder einstellen, denn die Mitglieder der Gemeinde wurden – wie in ganz Deutschland und Europa – in Konzentrationslager deportiert. Nach 1945 war die Synagoge in Vergessenheit geraten.

Erst mit den Forschungen zur jüdischen Geschichte, die in den 1990er Jahren an die Öffentlichkeit gelangten, kam auch die Synagoge wieder in Erinnerung. Zum 51. Jahrestag der Novemberpogrome entstand die Idee, an dem vergessenen Ort einen Gedenkstein zu errichten: Enthüllt wurde der Stein im Jahr 2000.

Eddi Statue

Kabarettpreis „Der Eddi“ an Reiner Kröhnert verliehen

Der zweitälteste Kabarettpreis in Deutschland „Der Eddi“ ging in diesem Jahr an Reiner Kröhnert. Er geht namentlich auf den deutsch-deutschen Kabarettisten Edgar Kühlow (1925-2012) zurück, der diesen Preis 1081 mit dem Grafiker Heinz Behling in Ostberlin aus der Taufe hob. Seit 2013 verleiht der gemeinnützige Verein Der Eddi e.V. in Kooperation mit dem Bezirksamt Lichtenberg jährlich den Preis. Zum 100. Geburtstag von Edgar Kühlow wurde der Wort-Kabarettist Reiner Kröhnert am 4. Oktober 2025 im Kulturhaus Karlshorst für sein Lebenswerk geehrt. „Der Meister der Parodie“ hat dabei Auszüge aus einen Programmen präsentiert. Bezirksstadträtin Camilla Schuler überreichte die Eddi-Statuette und die Urkunde an den Preisträger.

Ausstellung Die kleine Freiheit. Leben in der DDR

Die kleine Freiheit – Leben in der DDR. Fotografien im Wellenwerk Lichtenberg

Die von der Wirtschaftsförderung Lichtenberg initiierte Foto-Ausstellung ist Teil der Berlin Freedom Week 2025 und ein touristisch attraktives Projekt, das Besucherinnen und Besucher aus ganz Berlin und darüber hinaus anzieht. Es widmet sich den stillen, persönlichen Momenten von Freiheit, Kreativität und Selbstbestimmung im Leben der DDR. Gezeigt werden historische Fotografien aus den 1960er bis 1980er Jahren, die jenseits staatlicher Inszenierung entstanden sind und einen unmittelbaren, menschlichen Blick auf Alltag, Freizeit, Freundschaft, Familie und Urlaub im Osten Deutschlands eröffnen.

Die Ausstellung ist vom 12. bis 16. November 2025 im Wellenwerk Berlin zu sehen. Kuratiert wird die Ausstellung von der Agentur DDR Fotoerbe. Wellenwerk Lichtenberg, Landsberger Allee 270, 10367 Berlin. Geöffnet Mi-Fr von 15-22 Uhr, Sa und So 10-20 Uhr. Eintritt frei.

Lichtenberger Lichtermarkt

30. Lichtenberger Lichtermarkt öffnet am 30. November

Es ist wieder soweit! Der 30. Lichtenberger Lichtermarkt öffnet am 1. Advent seine Tore und lädt alle herzlich, am Sonntag, 30. November 2025 von 13 bis 18 Uhr am Rathaus in der Möllendorffstraße 6 ein. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein buntes Bühnenprogramm, eine traditionelle Versteigerung sowie die alljährliche Lichtenberger Inklusionspreisverleihung.

Fot- Videoprojekt

Aufruf: Mütter und Töchter aus Lichtenberg für Foto-Videoporträt gesucht

Das Foto-und Videoprojekt „Zwischen Trennung und Verbindung“ wird bis Dezember 2025 im Bezirk Lichtenberg umgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit den Bewohnerinnen porträtiert die Künstlerin Marie Eberhardt Mutter-Tochter-Paare fotografisch und filmisch. Im Fokus stehen die unterschiedlichen Facetten, Spannungen und Verbundenheiten ihrer Beziehungen. Die Künstlerin sucht noch Teilnehmerinnen: Interessierte können sich unter muettertoechter.lichtenberg@gmail.com bei der Künstlerin melden.

Die Ergebnisse werden in Bildserien, Videoporträts und begleitenden Texttafeln präsentiert und in der Galerie studio im Hochhaus ausgestellt. Ergänzend bieten Workshops, in denen die Teilnehmenden selbst Porträts ihrer Mütter oder anderer Bezugspersonen erarbeiten können. Das Projekt wird aus Mitteln des Bezirkskulturfonds ermöglicht.

Kunst und Kultur

LITERARISCHES KAMMERKONZERT MIT ROMAN KNIZKA

9. November: 80 Jahre Kriegsende , musikalische Lesung mit Roman Knižka im Kulturhaus Karlshorst

Unter dem Titel „Dass ein gutes Deutschland blühe …“ – Leben nach Kriegsende 1945 bis 1949 sind Schauspieler Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 um 11 Uhr im Kulturhaus zu Gast. Sie versetzen sich mit ihrem neuen Programm zurück in die frühe Nachkriegszeit der Jahre 1945 bis 1949. Sie erzählen von einem Land zwischen Apokalypse und Aufbruch, von politischen Zäsuren, dem Alltäglichen, den kulturellen Aufbrüchen. Im Zusammenspielt aus Texten, von u. a. Brecht und Nelly Sachs mit Musik von Beethoven bis Strauss, gelingt es dem Ensemble, Geschichte sinnlich erlebbar zu machen. Anmeldung unter der Tel.: 030 475 940 610.Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin.

Clausnitzer, Double Demon, 2025

Bis 18. Dezember: Ausstellungen in der rk-Galerie mit Werken von Clausnitzer, Johanna Keimeyer und Paula Riquelme

Drei Einzelausstellungen zeigen bis zum 18. Dezember die Werke von Clausnitzer, Johanna Keimeyer und Paula Riquelme. Ihre Arbeiten kreisen um Identität, Transformation und Materialität. Clausnitzer verwebt historische und zeitgenössische Figuren zu komplexen Bildräumen, Johanna Keimeyer thematisiert Selbstinszenierung und kulturelle Rollenbilder sowie Grenzen zwischen wirklichen und unwirklichen Welten in ihrem Unterwasserfilm, Paula Riquelme nutzt Wolle als kulturelles Symbol und physisches Material. Die Ausstellungen werden von folgendem Rahmenprogramm begleitet:

Dienstag, 11. November 2025 um 19 Uhr Gespräch mit den beteiligten Künstlerinnen, moderiert von der Kunsthistorikerin und Autorin Carolin Kralapp.

Donnerstag, 20. November 2025 um 19 Uhr Performances von Cuntscollective, Clausnitzer und Johanna Keimeyer (https://www.cuntscollective.com/).

Freitag, 5. Dezember 2025 um 19 Uhr Katalog-Präsentation von Clausnitzer mit dem Autor Ludwig Seyfarth.

rk-Galerie im Rathaus, Möllendorffstr. 6, 10367 Berlin. Geöffnet Mo-Fr von 10-18 Uhr. Eintritt frei.

Wolf-Dieter Pfennig

Bis 21. Dezember: Galerie 100 zeigt Werke von Wolf-Dieter Pfennig

Der Potsdamer Künstler Wolf-Dieter Pfennig ist für seine heiter-ironischen Motive bekannt. Seine Arbeiten erzählen von kleinen Begebenheiten und kuriosen Situationen, zeigen illustrativ Gedanken, Gefühle und Charaktere und das in teilweise skurrilen, immer farbenfrohen und gelegentlich sinnlichen Bildern. Er ist ein genauer Beobachter seiner Umwelt, der das Erlebte in seinem Innern zu Bildern wandelt und diese phantasievoll auf Papier und Leinwand bringt.

Wolf-Dieter Pfennig studierte an der Berliner Kunsthochschule Grafik. Seine Werke sind in Museen und Sammlungen im In- und Ausland vertreten, z. B. im Museum of Modern Art Toyama, im Museum Lahti und in der Akademie der Künste in Berlin. In der Ausstellung zeigt er eine Auswahl seiner Malerei auf Leinwand und grafischen Blätter. Galerie100, Konrad-Wolf-Str. 99, 13055 Berlin. Geöffnet Di-Fr von 10-18 Uhr, So 14-18 Uhr. Eintritt frei.

Pomona Zipser, Orange an der Wand, 2024, Holz, Strick, Bürste, Gummi, Farbe, 207 x 30 x 28 cm

Ausstellung Pomona Zipser: „Hohenschönhauser Raumangeln“ im studio im HOCHHAUS

Im studio im HOCHHAUS lädt die Künstlerin Pomona Zipser zur Auseinandersetzung mit Raum ein: „Raum ist nicht einfach da, man muss ihn sich erst angeln: Wir stellen zwei Raumangeln zur Verfügung.
Oder man eignet sich Raum an, indem man ihn mit einer auf der Schulter tragbaren Reuse einfängt und dorthin transportiert, wo man ihn eigentlich haben will.

Drittens kann man Raum benützen, um mit Henkelkunst darin herumzulaufen, die Spitzen wie eine Waffe auf jemand zu richten und dabei anzugeben.

Dies und noch mehr lauert im studio im HOCHHAUS in Hohenschönhausen.“ Zur Vernissage am Dienstag den 25. November ab 18 Uhr ist die Künstlerin anwesend. Die Ausstellung ist dann bis zum 2. Februar 2026 zu sehen. Studio im Hochhaus, Zingster Str. 25, 13051 Berlin. Geöffnet: Mo-Fr von 10-18 Uhr, So von 14-18 Uhr. Eintritt frei.

Weihnachtsmusik auf einem Notenblatt mit Weihnachtsschmuck

Vorweihnachtliches Programm im Kulturhaus Karlshorst

Das Konzert McKinley Black’s Christmas Show am 22. November, 20 Uhr, macht mit Swing, Folk und Soul eine groovige Feststimmung. Eintritt 7, ermäßigt 3 Euro. Anmeldung erforderlich unter Tel.: 030 475 940 610.

Am 3. Dezember laden um 20 Uhr Fiddleaffairs zum Konzert. Sie sehen ihre Live-Shows als großen Spaß, bei dem sie ihr Publikum aktiv mit einbeziehen. Die Spielfreude steht dabei im Fokus. Eintritt 8, ermäßigt 3 Euro. Anmeldung erforderlich unter Tel.: 030 475 940 610.

Die Carlshorster Musikbühne am 5. Dezember um 19.30 Uhr stellt Kultur und Kulinarik aus Großbritannien zur Weihnachtszeit vor. Anmeldung unter Tel.: 030 475 940 611 oder kirch@kultur-in-lichtenberg.de. Die Kosten für den Abend inklusive Speisen liegen bei 24 Euro. Die letzte Veranstaltung des Jahres im Kulturhaus wird präsentiert vom Jazz Treff Karlshorst:

Am 4. Advent, 21. Dezember um 19.30 Uhr, lädt Jessica Gall mit ihrer Band zu einem besonderen Weihnachtskonzert ein. Unter dem Titel „LICHT-Winterlieder“ interpretieren sie alte deutsche Weihnachtslieder wie „Es ist ein Ros’ entsprungen“, „Stille Nacht“ oder „Maria durch ein Dornwald ging“ neu und verbinden sie mit eigenen Stücken. Jazz, Soul und Chanson verschmelzen zu einem warmen, eleganten Klang, der Herz und Seele berührt. Karten und Informationen unter www.jazztreff.net/tickets
Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin.

Stadtbibliothek Lichtenberg

Schneekönigin Erzähltheater

6. November: Die Schneekönigin - Erzähltheater mit Musik in der Bodo-Uhse Bibliothek

Die Erzählerin Kathleen Rappolt und die Musikerin Annea Mikaela Lounatvuori bringen das weltberühmte Wintermärchen des Dänen Hans Christian Andersen auf die Bühne. Das Zusammenspiel von elektronischen Cello, Storytelling, deutsch -finnischen Tandem Erzählen sowie Publikumsinteraktion, schafft eine abwechslungsreiche und poetische Inszenierung. Beginn: 16.30 Uhr, Bodo-Uhse-Bibliothek, Erich-Kurz-Str. 9, 10319 Berlin.

Zeichnen gegen das Verbrechen

Bis 8. November: „Zeich(n)en gegen das Vergessen“ Biografien von NS-Zwangsarbeitenden in Berlin-Lichtenberg – Eine Graphic-Novel-Ausstellung

In der Anton-Saefkow-Bibliothek werden erstmals die Ergebnisse zweier Graphic-Novel-Workshops gezeigt, die im Mai 2025 anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus stattfanden. Unter Anleitung der Historikerin Ellen Fischer und des Comic-Künstlers Mikael Ross haben Jugendliche und Erwachsene auf Grundlage historischer Quellen Szenen zu vier Biografien entwickelt von Menschen, die in Berlin-Lichtenberg Zwangsarbeit leisten mussten.
Im Mittelpunkt stehen die Lebensgeschichten von Lidia A., Theodor W. Michael, Gertrud Kolmar und Wilhelm v.R.D., die exemplarisch unterschiedliche Erfahrungen von NS-Zwangsarbeit sichtbar machen. Die Ausstellung zeigt nicht nur die entstandenen Werke, sondern auch, wie kreatives Arbeiten ein Zugang zur Erinnerungskultur sein kann: zuhören, verstehen, fragen – und historische Erfahrungen in eine Sprache der Gegenwart übersetzen.

Über 13 Millionen Menschen aus mehr als 20 Ländern wurden im Nationalsozialismus zur Zwangsarbeit gezwungen. Auch in Berlin-Lichtenberg existierten zahlreiche Lager und Einsatzorte, die heute fast vergessen sind. Das Projekt „Zeich(n)en gegen das Vergessen“ macht diese Geschichten sichtbar und zeigt, dass Erinnerungskultur nur gemeinsam gestaltet werden kann.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen.

Wunschbaumaktion der Stadtbibliothek Lichtenberg

Kindern Freude bereiten: Wunschbäume in der Stadtbibliothek

Auch in diesem Jahr möchten das Bezirksamt und der Verein „Schenk doch mal ein Lächeln“ Kinderaugen wieder zum Leuchten bringen und laden alle Lichtenbergerinnen und Lichtenberger ein, Kindern in schwierigen Lebenslagen zu Weihnachten einen Herzenswunsch zu erfüllen.

Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU) wird die Aktion am Freitag, 28. November, um 16 Uhr in der Anton-Saefkow-Bibliothek* eröffnen. Anschließend warten an allen vier Bibliotheksstandorten Wunschsterne darauf, „gepflückt“ zu werden. Bis zum 12. Dezember können die Geschenke während der Öffnungszeiten in den Bibliotheken abgegeben werden. Am 15. Dezember werden dann alle Gaben gemeinsam mit Freiwilligen verpackt und anschließend an die Familien übergeben.

Bib-to-go

Lesen, Spielen, Programmieren mit „Bib to go“

Sprachförderung und spielerisches Programmieren verbinden die neuen „Bib to go“-Sets mit jeweils drei Lernrobotern – ausleihbar an den vier Standorten der Stadtbibliothek Lichtenberg. Dabei entdecken Kinder spannende Geschichten, erweitern ihren Wortschatz und üben erstes logisches Denken. Die Roboter lassen sich intuitiv steuern, reagieren auf Bewegungen, Stimmen oder Hindernisse und laden zu kreativen Experimenten ein.

Ganz ohne Vorkenntnisse können Kinder ab 4 Jahren direkt loslegen – so wird Lesen lebendig und Technik zum Abenteuer! Jedes Set kombiniert ein Kinderbuch mit einem programmierbaren Roboter und einem Spielfeld und enthält eine bebilderte Anleitung.

Museum und Geschichte

Gedenktafel für Max Beer

Gedenktafel für den Publizisten und Historiker Max Beer

Mit einer Gedenktafel an seinem Karlshorster Wohnhaus in der Gundelfinger Str. 46 ehrt das Bezirksamt Lichtenberg den Publizisten und Historiker Max Beer (1864-1943). Der am 10. August 1864 im heutigen polnischen Tarnobrzeg als Moshe (Moses) geborene Max Beer entstammte einer jüdischen Familie. Als österreichische Staatsangehöriger gelangte er 1889 nach Deutschland. Hier arbeitete Max Beer zunächst als Schriftsetzer und Redakteur, sowie später als Herausgeber der sozialdemokratischen Magdeburger Zeitung „Volksstimme“. Aufgrund politischer Repressionen emigrierte er 1894 nach London. Von dort wirkt Beer als Korrespondent sozialdemokratischer Zeitungen, unter anderen für den „Vorwärts“ und trat in dieser Funktion 1902 die Nachfolger von Eduard Bernstein an.

Nach der kriegsbedingten Ausweisung aus Großbritannien bezog Max Beer 1915 seine Wohnung in Karlshorst. In dieser Zeit arbeitet er als Publizist und Historiker und befasste sich mit historischen und politischen Fragen des internationalen Sozialismus. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung emigrierte er 1934 endgültig in das britische Exil und wurde ausgebürgert. Max Beer verstarb am 30. April 1943 in London an Tuberkulose.

Forschungsprojekt Queer in Lichtenberg

18. November: Projektpräsentation Queer Lichtenberg – gestern und heute

In einer Zeitreise durch 100 Jahre präsentieren ab 19 Uhr die Historiker Karl-Heinz Steinle und Andreas Pretzel im Ratssaal des Rathauses Lichtenberg Spuren der queeren Geschichte Lichtenbergs. Es sind Ergebnisse des Projekts Queer Lichtenberg – gestern und heute, das von der Diversity- und Queerbeauftragten des Bezirks und dem Museum Lichtenberg initiiert und seit Februar 2025 von den beiden Historikern betreut wird. Eine Bilderschau stellt Personen, Orte und Zusammenschlüsse vor, die in den 1920er Jahren, im Nationalsozialismus, der DDR und im wiedervereinten Berlin die queere Geschichte Lichtenbergs geprägt haben. Themen sind Sichtbarkeit, Selbstbehauptung und Freundschaften ebenso wie Verfolgung und Repression. Vorgestellt werden u.a.:
  • Magnus Hirschfeld und der Skandal um zwei lesbische Lichtenberger Giftmörderinnen
  • Lichtenberger Orte der Verfolgung: das Arbeitshaus Rummelsburg und das Gefängnis Lichtenberg
  • der nach 1933 als Kegelclub getarnte Lesben-Verein Lustige Neun und seine Lichtenberger Vorstandfrau Emma Haase
  • Freundschaft trotz Verfolgung: das Netzwerk um Herbert Starke
  • der Freund*innen-Kreis um Rita Tommy Thomas, Anna B. Wein und Charlotte von Mahlsdorf ab den 1960er Jahren
  • die Homosexuelle Interessengemeinschaft Berlin und der „Lichtenberger Krug“ als Veranstaltungsort ab den 1970er Jahren
  • die Erlöserkirche am Nöldnerplatz als Treffpunkt zur Selbstorganisation von Schwulen und Lesben in den 1980er Jahren
Pop-up-Ausstellung

„An die Substanz. Bauhaus Dessau 100” – Pop-up-Ausstellung im Mies van der Rohe Haus

Vor 100 Jahren zog das Bauhaus von Weimar nach Dessau. Hundert Jahre später würdigt die Stiftung Bauhaus Dessau dieses Ereignis mit einem umfassenden Jubiläumsprogramm. Thematischer Schwerpunkt ist die Materialität in Architektur, Technik und Kulturgeschichte – von den Anfängen des Bauhauses bis in die Gegenwart.

Aus diesem Anlass wird noch bis zum 9. November 2025 im Mies van der Rohe Haus die „Pop-up“-Präsentation zu sehen sein. Die Installation aus dreidimensionalen Bildelementen wurde vom Bühnenbildner Carlo Siegfried und dem Grafikdesigner Jan Kiesswetter entwickelt und eröffnet neue Perspektiven auf das Bauhaus-Jubiläum. Mies van der Rohe Haus, Oberseestr. 60, 13053 Berlin. Geöffnet Di bis So von 11 bis 17 Uhr. Eintritt frei.

Bildungsverbund Lichtenberg

Ausstellung Echt Stark Prävention sexualisierter Gewalt

10.-28. November: Ausstellung Echt Stark! zur Prävention von sexualisierter Gewalt

Der Lichtenberger Bildungsverbund und das Beratungszentrum SIBUZ Lichtenberg laden ein zur interaktiven Wanderausstellung zu sehen im Haus des Kinder- und Jugendhilfeverbunds (KJHV) Janusz Korczak, Erich-Kurz-Straße 4a, 10319 Berlin.

An sechs Stationen können sich die Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren mit den Themen „Körper“, „Gefühle“, „Geheimnisse“, „Berührungen“, „Nein-Sagen“ und „Hilfe“ auseinandersetzen. Ziel der Ausstellung ist es, für das Thema zu sensibilisieren und die Selbst- und Handlungskompetenzen von Kindern zu stärken und ihnen Hilfemöglichkeiten aufzuzeigen.

Für interessierte Fachkräfte findet eine Schulung statt, durchgeführt von Strohhalm e. V., am 11. November 2025 in der Zeit von 9:30 bis 14 Uhr. Diese Schulung befähigt die Teilnehmerinnen und Teilnehmern eigenständig Gruppen durch die Ausstellung zu begleiten. Am 24. November 2025 findet von 17 – 19 Uhr ein Elternabend statt.

Anmeldung bei Elisabeth Klingbeil unter: 11SIBUZ@senbjf.berlin.de oder Tel.: 030 90249 2056

Volkshochschule Berlin-Lichtenberg

Margarete-Steffin Volkshochschule Berlin-Lichtenberg

Kursprogramm 2026: Mit der VHS Lichtenberg auf das neue Jahr freuen

Die Margarete-Steffin-Volkshochschule Berlin-Lichtenberg veröffentlicht am 6. November das Kursprogramm für Januar bis Juli 2026.
Nahezu 1000 Kurs-Angebote stehen zur Auswahl. Das Programm umfasst Themen wie Sprachen über Gesundheit und beruflicher Bildung bis hin zu Kunst und Kultur sowie Gesellschafts- und Umweltbildung und Grundbildung. Ob Kurse, Workshops oder Vorträge – die Formate sind vielfältig und laden dazu ein Neues zu lernen, Kenntnisse zu vertiefen oder aufzufrischen. Lohnenswert sind auch die Bildungszeitkurse.

Ab Ende November ist das Programmheft auch in gedruckter Form erhältlich. Das vollständige Kursangebot finden Sie im gedruckten oder digitalen Programmheft und unter www.vhs-lichtenberg.de
Informationen und Beratung unter (030) 90296-5971 oder vhs@lichtenberg.berlin.de

Newsletter Weiterbildung und Kultur in Lichtenberg
Hrsg.: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Amt für Weiterbildung und Kultur
Ihr Ansprechpartner: Hanno Fischer
Telefon 030 90296-3758 | Kultur.news@lichtenberg.berlin.de
Internet: Kommunale Kultur und Bildung in Berlin-Lichtenberg
Änderungen vorbehalten