Die Entschlammung der östlichen Bucht des Obersees in Alt-Hohenschönhausen ist abgeschlossen. Die Bauarbeiten wurden noch im Dezember 2025 fertiggestellt. Ziel der Maßnahme war es, die Sedimentbelastung im See zu reduzieren, die Funktionsfähigkeit der Seewasserfilteranlage langfristig zu sichern und den ökologischen Zustand des Gewässers zu verbessern.
Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung, Umwelt und Naturschutz, Filiz Keküllüoğlu (Bündnis 90/Die Grünen): „Mit dem Abschluss der Entschlammung haben wir einen wichtigen Schritt für den Schutz und die Weiterentwicklung des Obersees erreicht. Die Maßnahme stärkt nicht nur die Wasserqualität und den Naturhaushalt, sondern trägt auch dazu bei, den Obersee als Erholungsort für die Lichtenbergerinnen und Lichtenberger spürbar zu sichern.“
Witterungs- und jahreszeitlich bedingt werden Restleistungen des Gesamtprojekts noch dieses Jahr umgesetzt. Dazu gehören der Rückbau des Bauzauns und der Baustraße, die Wiederherstellung der in Anspruch genommenen Park- und Wegeflächen sowie die Pflege neu angesäter Rasenflächen. Diese Arbeiten sollen bis Ende April 2026 abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme der Seewasserfilteranlage ist für März 2026 vorgesehen, sobald sich die durch die Bauarbeiten aufgewirbelten Schwebstoffe im See abgesetzt haben und ein ordnungsgemäßer Betrieb gewährleistet ist.
Dem Umwelt- und Naturschutzamt Lichtenberg standen für die Jahre 2024 und 2025 aus dem Kleingewässerprogramm der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Projektmittel in Höhe von 1.774.618,90 Euro zur Verfügung. Die tatsächlichen Gesamtausgaben beliefen sich auf 1.118.349,62 Euro. Die Kostenreduzierung ergibt sich insbesondere daraus, dass die geförderte Sedimentmenge mit rund 1.259 Tonnen deutlich geringer ausfiel als in der ursprünglichen Kostenschätzung vorgesehen.
Im Verlauf der Maßnahme ergaben sich Änderungen beim Entsorgungsweg des entnommenen Baggerguts. Ursprünglich war geplant, das gesamte Sediment auf einer Deponie zu entsorgen; entsprechend erfolgte auch die Kostenschätzung. Aufgrund geänderter rechtlicher Vorgaben zum 1. Juli 2025 haben Bodenwaschanlagen Vorrang als Entsorgungsweg, was zu höheren Entsorgungskosten pro Tonne führte. Da jedoch insgesamt weniger Sediment entsorgt werden musste als ursprünglich angenommen, entstanden dadurch keine Mehrkosten.
Neben der Sedimententnahme in der östlichen Bucht wurden drei Uferabschnitte ökologisch aufgewertet, unter anderem durch Pflanzungen heimischer, standorttypischer Stauden- und Wasserpflanzen. Außerdem wurde stellenweise der Böschungsfuß mit Steinwalzen und -matten gesichert.
Die Planungsleistungen erbrachte das Ingenieurbüro AquaConstruct, die Bauausführung übernahm die EGGERS Umwelttechnik GmbH. Die Arbeiten verliefen planmäßig.
Weitere Informationen zur Entschlammung des Obersees gibt es online unter: https://www.berlin.de/ba-lichtenberg/aktuelles/geschaeftsbereich-03-ordumver/nachrichten/artikel.1582261.php