Direkt zum Inhalt der Seite springen

Kinder- und Jugendhilfe

Familien- und Heimpflege für Kinder mit Behinderungen

Die Mehrzahl der behinderten Minderjährigen leben in ihren Herkunftsfamilien. In den Fällen, in denen die Familie bei der Pflege und bei der Betreuung des behinderten Kindes Hilfe braucht und vorübergehend oder auf Dauer entlastet werden muss, bietet die für Jugend zuständige Abteilung des örtlichen Bezirksamtes auch familienersetzende Betreuungsformen an. So besteht auch für behinderte Minderjährige grundsätzlich die Möglichkeit der Unterbringung in einer Pflegefamilie, insbesondere in einer heilpädagogischen Pflegestelle.

Wenn die erziehungs- und behinderungsspezifische Förderung des Kindes vorübergehend oder auf Dauer nicht oder nicht ausreichend durch die Familie geleistet werden kann und eine geeignete Ersatzfamilie nicht zur Verfügung steht beziehungsweise ambulante oder teilstationäre Hilfe nicht ausreicht, kann das Kind in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden. Die Heime für Kinder mit Behinderungen sind so ausgestattet, dass neben der Erziehung auch erforderlichen Rehabilitationsmaßnahmen durchgeführt werden können. Das Kind lebt grundsätzlich in familienähnlich gegliederten Gruppen mit 6 - 8 Plätzen unter fachpädagogischer Betreuung.

Behinderte Jugendliche und junge Erwachsene, die im Heim oder Elternhaus soweit gefördert und verselbständigt werden konnten, dass sie der Vollversorgung nicht mehr bedürfen, haben die Möglichkeit, in eine Wohngemeinschaft aufgenommen zu werden oder in einer eigenen Wohnung mit unterstützender Betreuung zu leben.

Seit dem 01.01.1995 sind Kinder und Jugendliche in der Regel bei ihren Eltern beziehungsweise bei einem Elternteil beitragsfrei in der Pflegeversicherung mitversichert. Sie haben somit bei Pflegebedürftigkeit - wie alle übrigen Versicherten - Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse.
Seitenanfang

Soziale Eingliederung durch finanzielle und sonstige Hilfen

In der für Jugend zuständigen Abteilung des für den Wohnort zuständigen Bezirksamtes bietet die Behindertenhilfestelle Beratung und Hilfe für behinderte Minderjährige bis zum 18. Lebensjahr an. Wenn neben der Eingliederungshilfe auch Erziehungshilfe benötigt wird, ist diese Stelle für einen jungen Volljährigen bis zum 21., in Ausnahmefällen sogar bis zum 27. Lebensjahr, zuständig. Es bestehen vielfältige Möglichkeiten der Eingliederungshilfe in Form von ambulanten, therapeutischen und pädagogischen Hilfen im Einzelfall oder in Gruppen.

Angebote der Frühförderung und Sozialpädiatrie orientieren sich an den individuellen Erfordernissen der behinderten Kinder und berücksichtigen das Alter des Kindes ebenso wie Art und Grad der Behinderung. Solche Leistungen werden von Fachleuten erarbeitet und von verschiedenen Trägern angeboten. Informationen erhalten Sie bei den bezirklichen Gesundheitsämtern und den Jugendämtern.

Telefon: 030/ 823 80 63 oder Sie informieren sich unter www.kja-spz-berlin.de.(Externer Link)

Die KJA/SPZ freier Träger bieten mit ihren interdisziplinären Teams pädagogisch-psychologische und medizinisch-therapeutische Hilfen für behinderte Kinder und deren Eltern schon vor Eintritt in Krippe und Kindergarten, in der Kindertagesstätte selbst sowie beim Übergang von Kita`s in die Schule an.
Seitenanfang

Freizeitangebote für Kinder mit Behinderungen und ihre Familien


Grundsätzlich stehen alle öffentlich geförderten Freizeitangebote in Berlin auch jungen Menschen mit Behinderungen offen. Zusätzliches Personal, das als Ansprechpartner für die speziellen Bedürfnisse der behinderten jungen Menschen zur Verfügung steht, kann zur Zeit von den meisten Einrichtungen noch nicht finanziert werden. Über das Stadtgebiet verteilt gibt es einige wenige integrative Freizeitangebote freier Träger, die personell so ausgestattet sind, dass auch stärker behinderte junge Menschen daran teilnehmen können.
Das sind
  • Integrationsprojekte, die offene Jugendarbeit für behinderte und nichtbehinderte junge Menschen anbieten;
  • Discoveranstaltungen in Jugendfreizeitheimen, die vor allem von geistig und mehrfachbehinderten jungen Menschen als Ersatz für die kommerziellen Diskotheken besucht werden, die aber selbstverständlich auch Nichtbehinderten offen stehen;
  • Integrative Kursangebote unter dem Motto "Jugend im Museum".
Ferienbetreuung und -reisen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen werden durch verschiedene freie Träger angeboten und mit öffentlichen Mitteln gefördert.
Es werden angeboten:
  • Reisen in den Schulferienzeiten zusammen mit Nichtbehinderten,
  • Ferienbetreuung mit Übernachtung im Brandenburger Umland bei anderweitiger Unversorgtheit während der Schulferienzeiten (nur für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen),
  • Tagesferienbetreuung im Berliner Stadtgebiet bei anderweitiger Unversorgtheit während der Schulferienzeiten (nur für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen),
  • Reisen für Gruppen aus Tagesstätten und anderen Einrichtungen, teilweise auch zusammen mit Nichtbehinderten.
Seitenanfang

Kinder mit Behinderungen in Kindertagesstätten

Kinder mit Behinderungen haben - wie alle Kinder - einen gesetzlichen Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung, in der diese Kinder gegebenenfalls auch zusätzlich einen Anspruch auf Eingliederungshilfe nach dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG) beziehungsweise nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) erhalten.

Es kann auch ein Anspruch auf erhöhten Betreuungsbedarf bestehen, wenn das behinderte Kind in einer integrativ arbeitenden Gruppe gemeinsam mit nichtbehinderten Kindern betreut werden soll, um von Anfang an seine Integration in die Gesellschaft zu erleichtern. Nähere Auskünfte hierzu erteilt die für Jugend zuständige Abteilung des für den Wohnort zuständigen Bezirksamtes.

Es besteht auch die Möglichkeit der Betreuung behinderter Kinder in Gruppen, die ausschließßlich Kinder mit Behinderungen aufnehmen. In der Regel werden in einer solchen Gruppe 6 Kinder betreut.
Für die notwendige medizinisch-therapeutische Betreuung der Kinder mit Behinderungen in Integrations- und Sondergruppen sorgen die Kinder- und Jugendambulanzen/Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) in Berlin. Der Kontakt erfolgt über die Koordinationsstelle beim Sozialverband VDK Berlin-Brandenburg. Die Betreuung erfolgt "vor Ort" in der Kindertagesstätte oder in den Räumen der jeweiligen Kinder- und Jugendambulanzen/SPZ.

Neben diesen Angeboten der Jugendhilfe stehen an Sonderschulen (außer an Schulen für Lernbehinderte und Schulen für geistig Behinderte) Vorklassen für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten "Sehen", "Hören" sowie "Körperliche und motorische Entwicklung" zur Verfügung. Bei Blindheit und Gehörlosigkeit wird im Schulbereich Frühförderung ab dem dritten Lebensjahr angeboten.
Seitenanfang

Schulen mit besonderen Förderschwerpunkten

Viele Berliner Schulen haben besondere Förderschwerpunkte für Kinder und Jugendliche mit Behinderung.
Ein entsprechendes Schulverzeichnis mit Suchfunktion stellt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft zur Verfügung.
Im Internet finden Sie es unter folgender Adresse: http://www.berlin.de/sen/bildung/bildungswege/foerderschule/




Seitenanfang

Studium und Behinderung


Eine kompetente Beratung für behinderte und chronisch kranke Studierende bietet das Studentenwerk Berlin an.

Diese Beratungsstelle steht für die Schaffung von angemessenen Bedingungen für ein chancengleiches Studium. Es wird eine vertrauliche, unbürokratische und rasche Hilfestellung in sozialer Verantwortung gegenüber den zu beratenden Personen geboten. Diese Beratung unterliegt der Schweigepflicht.

Die Internetadresse lautet: http://www.studentenwerk-berlin.de(Externer Link)

Beratung und Unterstützung:
  • Studienplatz-Zulassung durch die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) unter Berücksichtigung von Härtefällen, zum Beispiel bei Behinderung und chronischer Erkrankung,
  • Vergabe der Integrationshilfen, wie z.B. Studienassistenz oder technische Hilfen im Studienalltag für Blinde, Seh- und Hörgeschädigte sowie Gehörlose,
  • Verzeichnis der Studentenwohnheime mit Hinweisen zu Wohnmöglichkeiten für Studierende, die einen Rollstuhl benutzen oder Unterstützung bei der Organisation der täglichen Assistenz/Pflege benötigen,
  • Information über angepasste Studien- und Prüfungsbedingungen für behinderte und chronisch kranke Studierende.
Behinderte Studenten, die Leistungen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BaföG) erhalten, können über die für das jeweilige Studienfach festgelegte Förderungshöchstdauer hinaus BaföG bekommen, wenn die Überschreitung auf die Behinderung zurückzuführen ist. Während der behinderungsbedingten Verlängerung erfolgt die Förderung ausschließlich als Zuschuss.



Das Studentenwerk Berlin bietet außerdem eine Beratung für behinderte und chronisch kranke Studienbewerber und Studierende bei

  • sozialrechtlichen Fragen
  • Hilfe, Organisation und Finanzierung der Unterstützung in Studium und Alltag
  • Gewährung technischer und personeller Hilfen
  • Umgang mit Ämtern und Institutionen
  • der Bewältigung persönlicher Probleme und in Krisensituationen
  • psychosozialen Fragen

Die Beratungsstelle hat zudem die Aufgabe, behinderten Studierenden Integrationshilfen nach dem Berliner Hochschulgesetz zur Verfügung zu stellen. Dort können Anträge auf Integrationshilfen wie Studienhelfer, Büchergeld oder technische Hilfsmittel gestellt werden.
Das Studentenwerk Berlin bietet behinderten und chronisch kranken Studierenden eine größere Anzahl neuester technischer Geräte kostenlos zur Nutzung an. Hiermit sollen sie in die Lage versetzt werden, ihr Studium effektiver zu gestalten und behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen.Um gleich zu Studienbeginn die erforderlichen Bedingungen zu schaffen, empfiehlt es sich, rechtzeitig mit der „Beratungsstelle für behinderte und chronisch kranke Studierende“ sowie mit den jeweiligen Behindertenbeauftragten der Hochschulen Kontakt aufzunehmen.


Für Studierende der TU, UdK, Hertie School, HDPK, PFH und IPU:
Beatrix Gomm
Hardenbergstr. 34, 10623 Berlin
Telefon: 939 39 - 84 16, Fax: 939 39 - 84 02
E-Mail: mailto:beh.beratung.hardenbergstr@studentenwerk-berlin.de
Sprechzeiten: Di 10.00 - 13.00 Uhr und nach Vereinbarung

Für Studierende der FU und EFB:
Dominique Illing
Thielallee 38 (Dahlem), 14195 Berlin
Telefon: 939 39 - 90 20, Fax: 939 39 - 84 39
E-Mail: mailto:beh.beratung.thielallee@studentenwerk-berlin.de
Sprechzeiten: Mi 10.00 - 13.00 Uhr und nach Vereinbarung

Für Studierende der HU, KHB, HfM, HfS:
Anne Bloom
Franz-Mehring-Platz 2, 10243 Berlin (Friedrichshain)
Telefon: 939 39 - 84 41, Fax: 939 39 - 84 39
E-Mail: mailto:beh.beratung.f-mehring-pl@studentenwerk-berlin.de
Sprechzeiten: Do 10.00 - 13.00 Uhr und nach Vereinbarung


Für Studierende der ASH und Beuth HS, HTW, HWR und Charité

Beate Domrös
Franz-Mehring-Platz 2, 10243 Berlin
Telefon: 939 39 - 84 42, Fax: 939 39 - 84 39
E-Mail: mailto:beh.beratung.f-mehring-pl@studentenwerk-berlin.de
Sprechzeiten: Do 10.00 - 13.00 Uhr und nach Vereinbarung
http://www.studentenwerk-berlin.de(Externer Link)

Für behinderte und chronisch kranke Studierende sind auch die Behindertenbeauftragten der Hochschulen zuständig:

Freie Universität (FU)
Georg Classen (Raum 213)
Thielallee 38, 14195 Berlin
Telefon: 838 - 552 92, Fax: 838 - 545 11
E-Mail: gclassen@zedat.fu-berlin.de
Internet:www.fu-berlin.de/service/behinderung(Externer Link)
Sprechzeiten: Di 10.00 - 13.00 und nach Vereinbarung

Servicestelle für sehbehinderte und blinde Studierende der FU:

Elisabeth Wunderl Thielallee 38, 14195 Berlin (Raum 209 / 211), 10117 Berlin
Telefon: 838 -521 22, Fax: 838 -545 11
E-Mail: braille@zedat.fu-berlin.de
Internet: www.fu-berlin.de(Externer Link) ( à A bis Z à Behindertenberatung)
Sprechzeiten: Fr 10.00 - 12.00 Uhr und nach Vereinbarung

Humboldt Universität (HU)

Jochen O.Ley
Unter den Linden 6, 10099 Berlin, Studierenden-Service-Center(Externer Link), Raum 1058 und 1053 B.
Anmeldung über den Infopoint im SSC(Externer Link). Der Zugang ist barrierefrei.
Sprechstunde:
Dienstags von 13:00 bis 15:00 Uhr in Raum 1053 B
Bitte melden Sie sich beim Infopoint im SSC an.

Fax: 2093 - 70261
E-Mail: behindertenberatung@uv.hu-berlin.de

Technische Universität (TU)
Mechthild Rolfes
Straße des 17.Juni 135, 10623 Berlin (Hauptgebäude / Raum H71)
Tel: 314 -256 07, Fax: 314 - 248 05
E-Mail: behindertenberatung@tu-berlin.de
Internet: http://www.studienberatung.tu-berlin.de(Externer Link)
Sprechzeiten: Di 14.00 - 16.00 Uhr und nach Vereinbarung
Seitenanfang

Kinder mit Behinderung und Rehabilitation

Die Versorgung mit wichtigen Hilfsmitteln für Kinder mit Behinderung, die ein eigenständiges Leben leichter oder auch erst möglich machen, wird oft aus Unwissenheit oder aus Kostengründen versagt, dabei spart ein gut versorgtes Kind langfristig Rehabilitationskosten.
Um frühzeitig sach- und fachgerechte Unterstützung für das Kind durch die optimalen Hilfsmittel und Therapien zu erlangen, gibt es eine unabhängige Anlaufstelle für betroffene Eltern:

Reha KIND e. V.
(Internationale Fördergemeinschaft Kinder- und Jugendrehabilitation)
Saturnstr. 31
44388 Dortmund
Tel: 0231 - 610 30 56, Fax: 0231 - 610 34 23

Internet: http://www.rehakind.com(Externer Link)

E-Mail: info@rehakind.com

Seitenanfang

Kontakt

Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo)
Versorgungsamt
Sächsische Str. 28
10707 Berlin

Stadtplan


Postanschrift
(für alle Dienstgebäude)
Postfach 31 09 29
10639 Berlin


KundenCenter
(Erdgeschoss)

Öffnungszeiten:
Mo., Di. 9:00-15:00 Uhr
Do. 9:00-18:00 Uhr
Fr. 9:00-13:00 Uhr
(Mittwoch geschlossen)

Telefon: (030) 90229-6464
(Mo - Fr 7 - 18 Uhr)

Telefax: (030) 90229-6095
(Sachgebiete)

E-Mail

Fahrverbindungen

U-Bahnhof:
Fehrbelliner Platz:
U3, U7

Bushaltestelle:
Fehrbelliner Platz:
101, 104, 115

"Berlin barrierefrei"

Barrierefrei Neu
Dem Dienstgebäude in der Sächsischen Straße 28 wurde das Signet "Berlin barrierefrei" verliehen

Weitere Infos zum Signet finden Sie beim Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung