Kommunikation und Medien

Postversand für Blinde

Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Briefdienst bzw.Frachtdienst/Inland der Deutschen Post AG. Informationsmaterial erhalten sie in jeder Postfiliale.

Als Blindensendungen können entgeltfrei versandt werden:

  • Schriftstücke in Blindenschrift (Braille)
  • für Blinde bestimmte Tonaufzeichnungen oder sonstige Magnetdatenträger, deren Absender oder Empfänger eine amtlich anerkannte Blindenanstalt
    ist oder in deren Auftrag der Versand erfolgt
  • Papiere für die Aufnahme von Blindenschrift, wenn sie von einer anerkannten Blindenanstalt an Blinde versandt werden.

Blindensendungen müssen grundsätzlich mit einer offenen Umhüllung versehen sein und oberhalb der Anschrift die Bezeichnung „Blindensendung“ tragen. Bei einem Versand mit zusätzlichen Briefleistungen (z.B. per Einschreiben) muss nur diese Gebühr bezahlt werden.

Genaue Auskünfte zu Maß und Gewicht können unter der Service-Telefonnummer
01802-3333 eingeholt werden.

Der Rundfunkbeitrag für Menschen mit Behinderung

Schwerbehinderte Menschen mit dem Merkzeichen RF im Ausweis können auf Antrag eine Ermäßigung des Rundfunkbeitrages erhalten. Dazu gehören: hochgradig Sehbehinderte, Blinde und Hörgeschädigte, denen eine ausreichende Verständigung auch mit Hörhilfen nicht möglich ist. Dazu gehören auch schwerbehinderte Menschen, die wegen ihrer Behinderung an öffentlichen Veranstaltungen ständig nicht teilnehmen können.

Die gesundheitlichen Voraussetzungen für das Merkzeichen “RF” im Schwerbehindertenausweis werden auf Antrag vom Versorgungsamt festgestellt.

Die gesundheitlichen Voraussetzungen erfüllen:

  • Blinde (Merkzeichen “Bl”) oder sehbehinderte Menschen mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 60 von Hundert allein wegen der Sehbehinderung,
  • hörgeschädigte Menschen, die gehörlos sind oder denen eine ausreichende Verständigung über das Gehör auch mit Hörhilfen nicht möglich ist, (Merkzeichen “Gl”)
  • behinderte Menschen, deren Grad der Behinderung mindestens 80 von Hundert beträgt und die wegen ihres Leidens ständig nicht an öffentlichen Veranstaltungen
    teilnehmen können.

Eine Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht aus gesundheitlichen Gründen
erhalten:

  • Menschen, die gleichzeitig taub und blind sind (Merkzeichen „Gl“ und „Bl“ im Schwerbehindertenausweis
  • Sonderfürsorgeberechtigte nach § 27e Bundesversorgungsgesetz
  • Eine Befreiung vom Rundfunkbeitrag können auch Empfänger von Hilfe zur Pflege nach §§ 61-66 SGB XII, Pflegegeld nach landesrechtlichen Vorschriften, Empfänger von Hilfe zur Pflege als Leistung der Kriegsopferfürsorge nach dem Bundesversorgungsgesetz und Empfänger von Blindenhilfe nach § 72 SGB XII beantragen.

Eine Befreiung oder Ermäßigung des Rundfunkbeitrages kann auch aus
sozialen Gründen beantragt werden.

Wer zum Beispiel Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Grundsicherung, BAföG oder Hilfe zum Lebensunterhalt nach § 27a oder 27d BVG bezieht, kann mit dem Nachweis der betreffenden Behörde die Befreiung vom Rundfunkbeitrag beantragen (detaillierte Informationen dazu gibt es unter

www.rundfunkbeitrag.de).

Die Ermäßigung bzw. die Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht muss beantragt werden. Das Antragsformular muss vollständig ausgefüllt, mit der Bescheinigung des Versorgungsamtes an die auf dem Formular angegebene Anschrift gesandt werden.

Eine Ermäßigung oder Befreiung kann rückwirkend ab dem Datum der Feststellung bewilligt werden, wenn der Antrag innerhalb von 2 Monaten nach Bescheiderteilung des Versorgungsamtes eingegangen ist.

Geht der Antrag erst nach Ablauf der zwei Monate ein, erfolgt die Befreiung oder Ermäßigung ab dem Folgemonat nach Eingang des Antrags.
Der Antrag ist an folgende Anschrift zu schicken:

ARD ZDF Deutschlandradio, Beitragsservice, in 50656 Köln

Antragsformulare gibt es im Internet unter www.rundfunkbeitrag.de oder unter der Hotline 0185 99950888 (kostenpflichtig) sowie bei den jeweiligen leistungsgewährenden Behörden bzw. Bürgerämtern.

Weitere Informationen unter www.rundfunkbeitrag.de bzw. unter 018 59995 0400 (kostenpflichtig).

Vergünstigungen beim Telefonieren

Verschiedene Telefongesellschaften bieten Spezialtarife für schwerbehinderte Menschen an. Die Voraussetzungen sind unterschiedlich (z. B. Merkzeichen „RF“, Höhe des GdB).

Die verschiedenen Telefonanbieter erteilen Auskünfte über mögliche Sonderkonditionen für schwerbehinderte Menschen.