Einschränkungen im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo)

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) Berlin schränkt weiterhin aufgrund der Corona-Pandemie seinen Dienstbetrieb ein und schließt seine Einrichtungen mit Publikumsverkehr.
Die Mitarbeitenden bleiben weiterhin Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Ratsuchende. Um soziale Kontakte zu beschränken und Risikogruppen zu schützen, gelten weiterhin folgende Einschränkungen.

Corona in Berlin

Zentrale Informationen der Berliner Verwaltung zum Coronavirus finden Sie hier: berlin.de/corona

Inhaltsspalte

Versuchstiermeldung

Wer muss melden?

Wer Tierversuche nach § 7 Abs. 2 des Tierschutzgesetzes an Wirbeltieren oder Kopffüßern durchführt, hat der zuständigen Behörde Angaben über
  • Art, Herkunft und Zahl der verwendeten Wirbeltiere oder Kopffüßer,
  • Zweck und Art der Tierversuche und
  • den Schweregrad der Tierversuche nach Artikel 15 Absatz 1 in Verbindung mit Anhang VIII der Richtlinie 2010/63/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2010 zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere (ABl. L 276 vom 20.10.2010, S. 33)

zu melden.

Im Falle des Verwendens von Wirbeltieren nach § 4 Absatz 3 Satz 1 TierSchG müssen der zuständigen Behörde ebenfalls Angaben über
  • Art, Herkunft und Zahl der verwendeten Wirbeltiere oder Kopffüßer,
  • Zweck und Art der Tierversuche

gemeldet werden.

Was ist von der Meldung ausgenommen?

Über das Verwenden von Föten von Säugetieren ab dem letzten Drittel ihrer normalen Entwicklung vor der Geburt müssen keine Angaben gemeldet werden.

Wie häufig muss gemeldet werden?

Die Meldungen sind elektronisch für jedes Kalenderjahr bis zum 31. März des folgenden Jahres mit dem Inhalt nach dem Muster der Anlage der Versuchstiermeldeverordnung an das Landesamt für Gesundheit und Soziales zu erstatten.

Wo ist das geregelt?

Sämtliche Vorgaben zur Versuchstiermeldung sind auf nationaler Ebene in der VersTierMeldV und auf EU-Ebene in der Richtlinie 2010/63/EU, im Durchführungsbeschluss der Kommission vom 14. November 2012 gemäß der Richtlinie 2010/63/EU und im Durchführungsbeschluss (EU) 2020/569 geregelt.

Wo kann ich mich informieren?

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bietet einen umfassenden Überblick zu allen notwendigen Formularen und Informationen und stellt jeweils die aktuell gültige Meldetabelle zur Verfügung.
Darüber hinaus informiert die EU Kommission über die Statistiken der letzten Jahre und genauer zu den Statistiken der einzelnen Mitgliedsstaaten.

Versuchstiermeldung 2019

Für das Jahr 2019 wurde die Verwendung von insgesamt 185.265 Versuchstieren in Berlin gemeldet, das sind 16,7% weniger als im Vorjahr (222.588 Tiere im Jahr 2018).Die Maus bleibt mit einem Anteil von 85,9% an der Gesamttierzahl mit Abstand das am häufigsten in der Berliner Forschung eingesetzte Tier, dennoch wurden 20,1% weniger Mäuse als im Vorjahr eingesetzt. An zweiter Stelle (mit 9,3% der Gesamttierzahl) steht die Tierart Ratte mit einem Anstieg von 16,6% im Vergleich zum Vorjahr. Mit 3.306 Tieren stellen Haushühner die am dritthäufigsten eingesetzte Tierart dar (1,8% der Gesamttierzahl), mit einem Plus von 35,3% im Vergleich zu 2018. An Haushühnern werden vorwiegend tierartspezifische Arzneimittel und Impfstoffe entwickelt und getestet.Deutliche Rückgänge bei den Tierzahlen sind neben den Mäusen vor allem bei den Tierarten Javaneraffen (-96,8%), Pferde und Esel (-52,8%), Goldhamster (-80,4%), Kaninchen (-41,6%), Meerschweinchen (-33,7%) und andere Nager (-25,5%), Schweine (-27,5%), Hunde (-17,5%), Krallenfrösche (-87,1%), andere Amphibien (-34,7%) und andere Fische (-50,4%) zu verzeichnen. Insbesondere folgende Tierarten wurden im Vergleich zum Vorjahr vermehrt eingesetzt: Zebrabärblinge (+113,3%), Rind (+19,4%), Katze (+25,0%) und Schafe (+9,9%). Außerdem wurden 8 Ziegen eingesetzt (2018: 0). Bei den Katzen handelte es sich ausschließlich um Tiere in privater Haltung, bei denen neu entwickelte Tierarzneimittel zur Behandlung bestehender Erkrankungen angewendet bzw. Methoden zur Krankheitserkennung geprüft wurden.82.492 verwendete Versuchstiere waren genetisch verändert. Der Anteil der genetisch veränderten Tiere an der Gesamttierzahl blieb mit 44,5% im Vergleich zum Vorjahr (2018: 45,9 ) weitgehend konstant. Dies unterstreicht die gleichbleibende Bedeutung der Gentechnik in der tierexperimentellen Forschung. Durch das gezielte An- oder Ausschalten bzw. Einbringen bestimmter Gene soll deren Einfluss insbesondere bei der Entstehung und dem Verlauf von Krankheiten geklärt werden. Zum Einsatz kamen hier ausschließlich Mäuse und Ratten sowie Zebrabärblinge. Den größten Anteil an genetisch veränderten Tieren in Versuchsvorhaben nahmen klassischerweise die Mäuse ein (94,4), Ratten und Zebrabärblinge waren mit 3,2 bzw. 2,4% vertreten. Die genetische Veränderung belastete 8.078 (9,8%) der betroffenen Tiere.Die Auswertung des Schweregrads der Versuche ergab eine überwiegend geringe Belastung der Versuchstiere in den Tierversuchen (44,1%). Der Anteil an Tierversuchen mit mittlerer oder schwerer Belastung lag bei 21,5% beziehungsweise 1,1%. Einer eigenen Belastungskategorie werden diejenigen Tiere zugeordnet, bei denen einmalig Eingriffe nur unter Vollnarkose durchgeführt werden, ohne dass die Tiere daraus wiedererwachen. Im Jahr 2018 fielen 33,3% (2018: 28,2%) der Versuchstiere in diese Kategorie.Betrachtet man die Art der Verwendung, wird deutlich, dass der weitaus größte Teil der Versuche der Grundlagenforschung zuzuordnen war. In Berlin wurden 2019 64.902 Tiere (35,0% von der Gesamttierzahl) für diesen Zweck eingesetzt. An zweiter und dritter Stelle folgen die Verwendung zu regulatorischen Zwecken und Routineproduktion, also bei gesetzlich vorgeschriebenen Versuchen (18,8% von der Gesamttierzahl), und in der translationalen und angewandten Forschung (13,6% von der Gesamttierzahl)

Übersicht Versuchstierzahlen

Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2017 bis 2019

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2016 bis 2018

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2015 bis 2017

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2014 bis 2016

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2013 bis 2015

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2012 bis 2014

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2011 bis 2013

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2010 bis 2012

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2009 bis 2011

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2008 bis 2010

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2007 bis 2009

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2006 bis 2008

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2005 bis 2007

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2004 bis 2006

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Vergleich der Versuchstierzahlen der Jahre 2003 bis 2005

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