studio im HOCHHAUS

Aktuelle Ausstellung

Malerei von Jürgen Eisenacher

Jürgen Eisenacher – Das beste Kennenlernen

VERNISSAGE am Dienstag, 28. April 2026, 18 bis 20 Uhr

AUSSTELLUNG vom 29. April bis 4. August 2026

FINISSAGE am Dienstag, 4. August 2026, 18 bis 20 Uhr

Jürgen Eisenachers Werk umfasst Malerei und Zeichnung sowie Collagen, Objekte und Skulpturen. Er setzt Mittel der Satire und Überspitzung ein, um der Welt und der zum Teil grotesken Ausformungen von Herrschaft und Gewalt mit Humor entgegenzutreten. Aber es geht Eisenacher nicht nur um die Abgründe der Welt, sondern auch um ihre Schönheit und Gelassenheit – ohne das Politische der menschlichen Existenz und seine eigenen Standpunkte zu verschweigen.

Jürgen Eisenacher wurde 1964 in Frankfurt am Main geboren, er hat an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/Main Kunstgeschichte und Klassische Archäologie studiert, 1989–1992 studierte er Malerei an der Gerrit Rietveld Akademie Amsterdam [NL] und lebt heute in Berlin.

Jürgen Eisenacher

Im Video-Raum läuft
In Erinnerung an Michel Freerix (1961–2026): Lost & Found von Nitya Misra (Berlin 2026)

Kommende Ausstellung

Marie Eberhardt, Yola & Kathrin, 2025

Marie Eberhardt – Über Mütter und Töchter: Lichtenberg

VERNISSAGE am Freitag, 14. August 2026, 18 bis 20 Uhr

AUSSTELLUNG vom 17. August bis 13. Oktober 2026

Die Fotoserie entstand in engem Austausch mit zehn Mutter-Tochter-Paaren aus Berlin-Lichtenberg. In ihren Wohnungen und an für sie bedeutsamen Orten wurden analoge Porträts geschaffen, die ihre Beziehung zwischen Nähe und Distanz, Spannung und Verbundenheit einfangen. Der Stadtteil dient dabei nicht nur als Kulisse, sondern als sozialer und biografischer Raum, der die Erzählung maßgeblich prägt.

Die Arbeit verbindet dokumentarische Fotografie mit einer kollaborativen Herangehensweise. Persönliche Gespräche bildeten die Grundlage der fotografischen Begegnungen. Zusätzlich entstanden Interviews und ein Film, der die Arbeit ergänzt. Auf diese Weise eröffnet die Arbeit einen vielschichtigen Zugang zu individuellen Lebensrealitäten, generationsübergreifenden Prägungen und familiären Strukturen im urbanen Kontext.

Marie Eberhardt

Im Video-Raum läuft
Über Mütter und Töchter: Lichtenberg von Marie Eberhardt

Architektur

Der Architekturbereich nimmt Architektur und Stadtplanung in den Fokus. In der Geschichte des Bauens wird nach Prototypen gesucht, die geeignet scheinen, die Wohnungsnot von heute zu lindern. Diese Idee wird in Architekturgesprächen aufgegriffen.

Exploring Hohenschönhausen

Wir erleben Stadt jeden Tag in unserem Alltag. Wir nutzen bekannte Wege und so bleibt uns Vieles verborgen, weil wir eine vermeintlich bekannte Umgebung immer schneller durchschreiten als eine unbekannte. In der Stadt als soziokulturell produziertem Raum überlagern sich jedoch viele solcher Alltagsrealitäten miteinander und mit Schichten aus Geschichte, Bedeutungen und Räumen.
Wenn die Realität heute oft auf objektive Begebenheiten abstrahiert wird, versuchen wir sie mit subjektiven Narrativen, mit Erzählungen zu ergänzen. Persönliche Geschichten von Bewohner*innen und deren Erinnerungen sind ebenso Teil des kollektiven Wissens über Stadt wie flüchtige Eindrücke Einzelner.

Das Projekt Exploring Hohenschönhausen macht für die Besucher*innen des Studios im Hochhaus das kollektive Gedächtnis und Wissen um den Stadtteil Hohenschönhausen spielerisch und explorativ zugänglich. Mit einer Karte ausgestattet kann man den Stadtteil selbst erkunden und sich dabei von Geschichten und Erzählungen von Bewohner*innen begleiten und führen lassen. Die Hörspiele kann man im Studio im Hochhaus ausleihen, um sich auf den Weg der eigenen Erkundung zu machen.

Das Studio im Hochhaus wird so zu einem Netzwerkknoten in der Stadt und zur Plattform des Austausches rund um die eigenen Erfahrungen. Die Hörspiele bilden den Rahmen, in dem jeder Einzelne zum Akteur seiner eigenen Tour wird. Gemäß der eigenen Geschwindigkeit und ohne feste Route kann das Hörspiel jederzeit gestoppt und an beliebiger Stelle weiter gestartet werden.

Ein Projekt von ISSSresearch&architecture, in Kooperation mit dem Studio im HOCHHAUS, gefördert durch den Bezirkskulturfonds Lichtenberg

Blick in Ausstellung im studio im Hochhaus zum 50. Jubiläum des Fennpfuhls: 50 Jahre Utopie.

Über das studio im HOCHHAUS

Mit den Ausstellungen des studios im HOCHHAUS wird ein künstlerischer Blick auf Utopien und auf das heutige Leben in einer Großsiedlung geworfen. Das Haus ist ein Ort der Begegnung – mit zeitgenössicher Kunst, mit Künstler*innen und Kunstbegeisterten.

Geschichte des Studios

  • 1990

    Gründung des – studio im hochhaus -, kunst- und literaturwerkstatt.
    Besonderen Stellenwert hatte die Zusammenarbeit zwischen jungen internationalen Künstler*innen, Kulturarbeiter*innen und dem an den damaligen gesellschaftlichen Prozessen interessierten Publikum aus dem Bezirk und weit darüber hinaus.

  • ab 1991

    Ausstellungsprojekte mit national und international namhaften Künstler*innen aus Lateinamerika, Afrika, Asien, Europas und Osteuropas, aber auch mit jungen noch nicht etablierten Künstler*innen dieser Kulturregionen entstanden zu unterschiedlichen Themen der Gegenwartskunst, vor allem in den Bereichen Malerei, Grafik, Zeichnungen, Plastik, aber auch Fotografie, Fotoobjekte und Installationen.
    Veranstaltungsreihen zu gesellschaftlich relevanten Themen mit Persönlichkeiten aus Kunst, Wissenschaft und Politik.

  • ab 1993

    Zeitgenössische experimentelle Projekte, unter anderem zur visuellen und experimentellen Poesie.
    Experimentelle und internationale Literaturreihen
    Die Edition – interWall – entstand.

  • ab 2015

    ist Uwe Jonas als Kurator des studio im HOCHHAUS für die Inhalte verantwortlich. In Zusammenarbeit mit Intervention Berlin e.V. wurden neben den Ausstellungen für freie Kunst, Räume für experimentelle/künstlerische Filme und Architektur geschaffen, die immer parallel zu den Ausstellungen ein eigenes Programm zeigen. Die Ausstellungen vermitteln einen Einblick in die aktuellen Kunstströmungen und die Möglichkeiten der Ausdrucksformen, die die Bildende Kunst bietet. Hier werden auch verschiedene Veranstaltungsformate angeboten, um einzelne Bereiche, wie etwa Performance, Lyrik oder Musik, näher zu betrachten.

Kontakt

Leitung: Daria Kanishcheva

Kurator: Uwe Jonas

Öffnungszeiten
Montag bis Freitag
10:00–18:00 Uhr
Sonntag
14:00–18:00 Uhr
In Umbauphasen und an Feiertagen geschlossen.

Verkehrsanbindungen

Barrierefreiheit