FAQ Hundesteuer

Wer muss Hundesteuer bezahlen?

Nach dem Berliner Hundesteuergesetz muss Hundesteuer zahlen, wer zu Zwecken der privaten Lebensführung einen Hund in seinen Haushalt aufnimmt.

Wo und wann muss ich den Hund steuerlich anmelden?

Jeder Hund muss innerhalb eines Monats nach der Anschaffung oder dem Zuzug nach Berlin angemeldet werden. Die steuerliche Anmeldung eines Hundes erfolgt bei der Hundesteuerstelle des für den Halter bzw. Halterin zuständigen Wohnsitzfinanzamtes.

Den Vordruck steuerliche Anmeldung eines Hundes finden Sie hier .Bei erstmaliger Anmeldung entfällt die Angabe einer Steuernummer im Vordruck, da diese erst durch das Finanzamt vergeben wird. Die ausgefüllte und unterschriebene steuerliche Anmeldung kann auch per Post, Fax oder E-Mail an das Finanzamt gesandt werden.

Nach der Anmeldung händigt das Finanzamt die Hundesteuermarke aus. Auf Antrag versendet das Finanzamt die Hundesteuermarke auch per Post. Erfolgt die Anmeldung des Hundes per Post, Fax oder E-Mail wird die Hundesteuermarke – soweit sie noch nicht persönlich abgeholt wurde – zusammen mit dem Hundesteuerbescheid versandt.

Welches Finanzamt ist für die Hundesteuer zuständig?

Das für den Halter bzw. die Halterin zuständige Wohnsitzfinanzamt.

Wie bekomme ich eine Hundesteuermarke?

Die Hundesteuermarke wird nach der steuerlichen Anmeldung vom Finanzamt ausgegeben.

Erfolgt die Anmeldung des Hundes per Post, per Fax oder per E-Mail wird die Hundesteuermarke – soweit sie noch nicht persönlich abgeholt wurde – zusammen mit dem Hundesteuerbescheid postalisch übersandt.

Hinweise über die Ausgabe der Hundesteuermarken mit Gültigkeitsdauer 2016 bis 2022

Die Hundesteuermarken mit Gültigkeitsdauer 2016 – 2022 können gegen Rückgabe der ungültigen Hundesteuermarken beim zuständigen Finanzamt innerhalb der Sprechzeiten abgeholt werden. Falls Ihnen die Abholung der Hundesteuermarke nicht während der Sprechzeiten möglich ist, wird Ihnen die neue Hundesteuermarke auch per Post übersandt. Die Ausgabe der neuen Hundesteuermarke wird nicht von der Rückgabe der alten Marke abhängig gemacht. Zur Abho-lung reicht die Vorlage des Personalausweises aus.

Um Wartezeit zu vermeiden, vergessen Sie bitte nicht, Ihre Hundesteuernummer mitzubringen.

Hundesteuermarke verloren?

Bitte wenden Sie sich an Ihr Finanzamt. Das Finanzamt gibt bei Verlust der Hundesteuermarke eine Ersatzsteuermarke aus. Nur in diesen Fällen ist es erfor-derlich, die Ersatzsteuermarke persönlich im Finanzamt abzuholen, da Sie an Amtsstelle eine Erklärung zum Verlust der Hundesteuermarke abgeben müssen.

Wie viel Hundesteuer ist zu zahlen?

Die Hundesteuer beträgt für den ersten Hund 120 € im Jahr und für jeden weiteren Hund 180 € im Jahr.

Die Steuerverwaltung möchte Ihnen das Steuerzahlen erleichtern. Zu diesem Zweck bieten wir Ihnen die Teilnahme am SEPA-Lastschriftverfahren an. Hierzu ist erforderlich, dass Sie Ihrem Finanzamt ein SEPA-Lastschriftmandat erteilen.

SEPA-Lastschriftmandat

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Wann ist die Hundesteuer fällig?

Die Hundesteuer ist eine Jahressteuer. Erhebungszeitraum ist das Kalenderjahr. Hat die Steuerpflicht nicht während des gesamten Erhebungszeitraums bestanden, so ermäßigt sich die Steuer auf so viele Zwölftel, wie die Steuerpflicht volle oder angefangene Kalendermonate bestanden hat. Die erstmals festgesetzte Steuer wird einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids fällig. Die Steuer für nachfolgende Erhebungszeiträume wird vierteljährlich am 05. März, 05. Juni, 05. September und 05. Dezember mit einem Viertel des Jahresbetrags fällig. Die Steuer kann auch für das ganze Jahr im Voraus entrichtet werden.

Gibt es Ausnahmen von der Besteuerung?

Von der Hundesteuer ist Steuerbefreiung auf Antrag zu gewähren für das Halten von:

  • Blindenführhunden
  • Hunden, die ausschließlich und notwendig dem Schutz und der Hilfe blinder, tauber oder sonst hilfloser Personen dienen,
  • Hunden, die in der Ausbildung zu Sanitäts-, Rettungs- oder Blindenführhunden stehen,
  • Hunden, welche die Prüfung für die Sanitäts- oder Rettungshunde bestanden haben und für den Schutz der Zivilbevölkerung zur Verfügung stehen,
  • Hunden, die aus Tierheimen, Tierasylen und ähnlichen Einrichtungen des Tierschutzes in den Haushalt aufgenommen werden, insoweit jedoch nur für ein Kalenderjahr

Ausführliche Informationen erhalten Sie in den Merkblättern:

- Merkblatt Hundesteuerbefreiung bei Schwerbehinderung

- Merkblatt Hundesteuerbefreiung für Hunde aus Tierheimen

Nicht steuerbar ist die Haltung von Hunden, deren Lebensunterhalt aus öffentlichen Mitteln bestritten wird (z.B. Polizeihunde), weil diese Haltung kein Aufwand aus dem privaten Vermögen darstellt. Ferner jene Hundehaltung, die nicht von natürlichen Personen (z.B. Vereine) vorgenommen wird. Ebenso wenig gewerbsmäßige Hundezucht und -handel, da es sich bei dem für die Hundehaltung erbrachten Aufwand um Betriebsausgaben zur Erzielung von Einnahmen handelt.

Gibt es Steuerbefreiungen beim Bezug von Hartz IV und Grundsicherungsleistungen?

Das Berliner Hundesteuergesetz sieht keine Vergünstigungen für Hundehalter, die Grundsicherungsleistungen oder Hartz IV beziehen, vor. Billigkeitsmaßnahmen mit dem Ziel des teilweisen oder vollständigen Erlasses der Hundesteuer sind nur im Rahmen des § 227 Abgabenordnung (AO) möglich. Die Erlassbedürftigkeit ist gegeben, wenn die Einziehung der Hundesteuer die wirtschaftliche oder persönliche Existenz des Steuerpflichtigen vernichten oder ernstlich gefährden würde. Steuerpflichtige, die Grundsicherungsleistungen oder Hartz IV beziehen, befinden sich oftmals in wirtschaftlicher Bedrängnis, so dass ein Antrag Ihrerseits nicht aussichtslos ist. Die Erlasswürdigkeit ist gegeben, wenn der Steuerpflichtige seine mangelnde Leistungsfähigkeit nicht selbst herbeigeführt und durch sein Verhalten nicht in eindeutiger Weise gegen die Interessen der Allgemeinheit verstoßen hat, z.B. indem er Steuern hinterzog oder schuldhaft verkürzte.

Der Antrag auf Billigkeitsmaßnahmen ist formlos bei dem für Ihre Hundesteuer zuständigen Finanzamt zu stellen.

Hundesteuer bei gewerblich gehaltenen Hunden?

Die gewerbliche Hundehaltung ist nicht steuerbar. Der Aufwand, der dafür ausschließlich erbracht wird, einen gewerblichen Ertrag zu erzielen, stellt Betriebsausgaben und keine Kosten der privaten Lebensführung dar.

Gibt es eine erhöhte Hundesteuer bei Kampfhunden?

Das Berliner Hundesteuergesetz sieht keine erhöhte Besteuerung von Kampfhunden vor.

Was ist zu tun beim Umzug?

Wird der Hund nur während eines Teils des Kalenderjahres in Berlin gehalten, so wird für nur diesen Zeitraum anteilig die Berliner Hundesteuer erhoben. Der Hund muss bei Wegzug in Berlin steuerlich abgemeldet und in der neuen Gemeinde steuerlich angemeldet werden.