Erweiterung und Sanierung Brücke-Museum, Berlin Steglitz-Zehlendorf

  • 1. Preis Modellfoto 2

    Modellfoto - 1. Preis: Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, mit fabulism GbR, Landschaftsarchitektur, Berlin

  • 2. Preis Modellfoto 2

    Modellfoto - 2. Preis: heneghan peng architects, Dublin, Irland,
mit Juca Landschaft und Architektur, Berlin,
und adb Steffen Obermann Büro für Architektur, Denkmalpflege und Bauforschung, Berlin

  • 3. Preis Modellfoto 2

    Modellfoto - 3. Preis: bächlemeid architekten stadtplaner BDA PartGmbB, Berlin, mit Planorama GmbH, Landschaftsarchitektur, Berlin

  • Luftbild des Wettbewerbsgebiets

    Luftbild des Wettbewerbsgebiets

  • Lageplan des Wettbewerbsgebiets

    Lageplan des Wettbewerbsgebiets

Ausschreibung

  • Aufgabe

    Das landeseigene Brücke-Museum in Berlin Steglitz-Zehlendorf soll saniert und um einen Neubau erweitert werden. Es besitzt die weltweit größte zusammenhängende Sammlung der Künstlergruppe Brücke und eine der bedeutendsten Sammlungen zum deutschen Expressionismus. 1967 nach einem Entwurf von Werner Düttmann erbaut, weist das seit 1995 denkmalgeschützte Gebäude insbesondere bei der Gebäudetechnik und -hülle erheblichen Sanierungs- und Modernisierungsstau auf. Außerdem besteht dringender Bedarf an einer Erweiterung der Ausstellungs- und Depotflächen für die gewachsene Sammlung sowie der Flächen für Service, Verwaltung und Betrieb, Bildungs-, Vermittlungs- und Forschungsarbeit.

    Ziel des Realisierungswettbewerbs ist die Entwicklung eines denkmalgerechten Sanierungs- und Erweiterungskonzepts, das anschließend durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen (Abteilung V Hochbau) umgesetzt wird. Das Brücke-Museum soll zukünftig als zeitgerechtes, hochwertig gestaltetes Ensemble aus Bestands- und Erweiterungsbau der Präsentation, Vermittlung und Aufbewahrung seiner umfangreichen Sammlung, steigenden Besucherzahlen und heutigen Arbeitsplatzanforderungen gerecht werden.

  • Anlass und Ziel

    Es gehört zu den bedeutendsten Museen für die klassische Moderne: Das Brücke-Museum in Berlin-Dahlem ist ein einzigartiger Ort von internationaler Wahrnehmung, an dem die expressionistische Kunst der frühen Moderne bewahrt, erforscht und präsentiert wird. 1967 wurde es in Folge einer ersten bedeutenden Schenkung des Brücke-Künstlers Karl Schmidt-Rottluff nach einem Entwurf des Architekten und damaligen Senatsbaudirektors Werner Düttmann errichtet. Düttmanns Entwurf geht auf den Wunsch Schmidt-Rottluffs nach größter Einfachheit des Gebäudes wie auch einem intensiven Dialog mit dem ersten Direktor des Museums Leopold Reidemeister zur idealen Präsentation der Bilder der Brücke-Künstler ein. Das Gebäude zeichnet sich noch heute durch eine Atmosphäre von lichter Weite und großer Intimität aus, die auch zu einem Markenzeichen des Ortes gehört. In den 1980er Jahren wurde es erstmals erweitert und seit 1990 immer wieder kleineren Umbau-, Sanierungs- und Bauunterhaltsmaßnahmen unterzogen. Längst entsprechen weder das heutige Flächenangebot noch die technischen Anlagen den heutigen Ansprüchen an einen musealen Ausstellungsbetrieb. Es wäre verkürzt, den Handlungsbedarf allein auf die Gebäudesanierung zu beschränken. Der Museumsbetrieb hat sich in den vergangenen fünfzig Jahren grundlegend gewandelt: Die moderne museale Praxis hat das Museum als Ort der Kultur um Funktionen einer Bildungseinrichtung erweitert. Das Brücke-Museum ist heute ein lebendiger Ort für ein vielfältiges Publikum in Berlin. Nach wie vor besuchen viele ältere Menschen das Museum, doch vor allem Familien mit Kindern, Schul- und Studienklassen sowie Gruppen von Seniorinnen und Senioren prägen heute ein ausgesprochen lebendiges Haus.

    Unter den aktuellen Gegebenheiten werden im Brücke-Museum jährlich drei bis vier wechselnde thematische Präsentationen erarbeitet, die unterschiedliche Perspektiven auf die Sammlung zeigen. Eine dauerhafte Präsentation der international bedeutenden Sammlung wird jedoch erst durch ein erweitertes Raumangebot möglich. Ausgehend vom denkmalgeschützten Bestand soll das Brücke-Museum zu einem modernen Museum weiterentwickelt werden, das auf einer verdoppelten Ausstellungsfläche Raum für eine Dauer- und Wechselausstellungen bietet. Es sollen überdies zusätzlich Räume für die Vermittlungsarbeit und der Größe der Sammlung angemessene Depotflächen geschaffen sowie mit Café und Museumsshop das Haus für die internationale Besucherschaft noch attraktiver gestaltet werden. Im Zuge dieser Erweiterung wird der Bestand grundlegend saniert und technisch modernisiert.

    Im Mittelpunkt dieses Wettbewerbs steht die Auseinandersetzung mit der Frage, wie der bedeutende Bau Werner Düttmanns in einer zeitgenössischen Architektursprache denkmalgerecht erweitert werden kann. Das bestehende Ensemble mit dem benachbarten, ebenfalls denkmalgeschützten Kunsthaus Dahlem soll im Sinne eines Museumscampus gestärkt werden. Es gehört zu den zentralen konzeptionellen Fragen, mit welcher architektonischen Haltung eine bauliche Erweiterung zwischen den zwei gegensätzlichen Baudenkmalen vermitteln kann.

    Dass der gesamte Museumskomplex den Anforderungen an ein modernes Museum entsprechen und baulich Antworten auf die Herausforderungen von Klimaschutz und Nachhaltigkeit geben muss, ist weit mehr als ein technisch-funktionales Erfordernis – es ist Auftrag, der Nutzerschaft diese Relevanz in einem öffentlichen Gebäude zugänglich zu machen. Demnach sind bereits in der frühen Planungsphase anspruchsvolle Zielvorgaben zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen zu berücksichtigen.

    Für die Planung und Realisierung wird ein Generalplanungsteam gesucht, das die Sanierung des Denkmals und die Erweiterung ganzheitlich bearbeitet.

  • EU-Bekanntmachung

    PDF-Dokument (182.5 kB)

  • Änderung der EU-Bekanntmachung

    Hinweis: Änderung der Abgabetermine der 1. Phase

    PDF-Dokument (2.0 MB)

  • Auslobung

    PDF-Dokument (20.0 MB)

Steckbrief

  • Kategorie

    Architektur, Landschaftsarchitektur

  • Typologie

    Kultur

  • Ort

    Steglitz-Zehlendorf Berlin

  • Verfahrenstitel

    Erweiterung und Sanierung Brücke-Museum

  • Verfahrensart

    Offener, zweiphasiger, hochbaulicher, freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb

  • Teilnehmerkreis

    1. Phase Architekt:innen
    2. Phase Architekt:innen mit Landschaftsarchitekt:innen

  • Auslober:in

    Land Berlin vertreten durch die
    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
    In Abstimmung mit:
    Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
    Brücke-Museum

  • Bauherr:in

    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
    Abteilung V Hochbau
    Fehrbelliner Platz 4
    10707 Berlin

  • Auftraggeber:in

    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
    Abteilung V Hochbau
    Fehrbelliner Platz 4
    10707 Berlin

  • Ausgewählter Beitrag

    Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin
    fabulism GbR, Landschaftsarchitektur, Berlin

Terminübersicht

  • Phase 1:

  • Ausgabe der Unterlagen

    Ortsbesichtigung

    Frist für schriftliche Rückfragen

    Digitale Abgabe Plan und Unterlagen

    Physische Abgabe Plan und Unterlagen

    Physische Abgabe Modell

    Preisgerichtssitzung

    27.03.2026

    02.04.2026

    07.04.2026, 16:00 Uhr

    11.05.2026, 16:00 Uhr

    13.05.2026, 16:00 Uhr (Eingangsstempel)

    18.05.2026, 16:00 Uhr (Eingangsstempel)

    01. und 02.06.2026

  • Phase 2:

  • Frist für schriftliche Rückfragen

    Rückfragenkolloquium

    Abgabe der Pläne (Poststempel) und digitale Unterlagen

    Abgabe des Modells

    Preisgerichtssitzung

    Ausstellung

    15.06.2026, 16:00 Uhr

    19.06.2026

    31.07.2026, 16:00 Uhr

    31.07.2026, 16:00 Uhr

    02.09.2026

    29.09.-09.10.2026

Ergebnisse

  • Ergebnisprotokoll

    PDF-Dokument (23.9 MB)

Ergebnisse

1. Preis Modellfoto 2

1. Preis

Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, mit fabulism GbR, Landschaftsarchitektur, Berlin Weitere Informationen

2. Preis Modellfoto 2

2. Preis

heneghan peng architects, Dublin, Irland,
mit Juca Landschaft und Architektur, Berlin,
und adb Steffen Obermann Büro für Architektur, Denkmalpflege und Bauforschung, Berlin Weitere Informationen

3. Preis Modellfoto 2

3. Preis

bächlemeid architekten stadtplaner BDA PartGmbB, Berlin, mit Planorama GmbH, Landschaftsarchitektur, Berlin Weitere Informationen

Anerkennung NOTO Wortmann Gork Modellfoto 2

Anerkennung

ARGE NOTO, Hamburg + Büro Wortmann Gork, Berlin,
mit POLA Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin Weitere Informationen

Anerkennung Froelichschreiber Modellfoto 2

Anerkennung

FRÖLICHSCHREIBER Architekten GmbH, Berlin, mit Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden Weitere Informationen

Anerkennung rw+ Modellfoto 2

Anerkennung

rw+ Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, mit YLA Ando Yoo Landschaftsarchitektur, Hamburg, mit pin – planende ingenieure GmbH, Berlin, und Hartwich Bernhardt Ingenieure GmbH, Berlin Weitere Informationen

Flyer Ausstellung

Ausstellung

Die Entwürfe beider Wettbewerbsphasen werden ab Ende September 2026 in einer öffentlichen Ausstellung präsentiert:
29. September – 09. Oktober 2026, Mo-Fr von 11 -19 Uhr
Eröffnung: 28. September 2026, 18.00 Uhr

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Fehrbelliner Platz 4, Raum 4151
10707 Berlin

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Referat Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe