Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie, Berlin Mitte

  • 1. Preis Perspektive

    Perspektive - 1. Preis: A24 LANDSCHAFT Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin mit Holzer Kobler Architekturen GmbH, Berlin und ARGUS Stadt und Verkehr Partnerschaft mbB, Hamburg

  • Luftbild Checkpoint Charlie

    Luftbild des Wettbewerbsgebiets

  • Übersichtskarte Checkpoint Charlie

    Übersichtskarte des Wettbewerbsgebiets

Ausschreibung

  • Anlass und Ziel

    Der Checkpoint Charlie – ehemaliger westalliierter Kontrollpunkt an der Friedrichstraße/Zimmerstraße – zählt zu den international bekanntesten historischen Orten Berlins und ist zugleich mit etwa 4 Millionen Besuchenden jährlich ein hoch frequentierter urbaner Raum.

    Der Erinnerungsort umfasst die ehemalige DDR-Grenzübergangsstelle Friedrichstraße/Zimmerstraße sowie den ehemaligen alliierten Kontrollpunkt Checkpoint Charlie ergänzt durch den dazugehörigen Grenzstreifen entlang der Zimmerstraße und die erhaltenden Brandwänden mit Spuren des Grenzregimes der DDR. Zusammen bilden diese Elemente einen Denkmalbereich von geschichtlicher und städtebaulicher Bedeutungund und sind Teil der denkmalgeschützten Gesamtanlage Berliner Mauer.

    In seiner heutigen Erscheinung und Nutzung bleibt der Ort seiner historischen Bedeutung zurück. Weder die räumliche Gestaltung noch die inhaltliche Vermittlung werden dem historischen Gewicht bislang gerecht.

    Vor diesem Hintergrund besteht die Notwendigkeit, den Stadtraum als zusammenhängenden Bildungs- und Erinnerungsort dauerhaft zu gestalten und zu sichern. Ziel ist die Entwicklung eines gestalterisch, räumlich und inhaltlich überzeugenden Gesamtkonzepts für den Stadtraum. Im Zentrum der Aufgabenstellung steht die Ausarbeitung eines inhaltlich tragfähigen Konzepts für den Bildungs- und Erinnerungsort. Maßgeblich ist dabei die Entwicklung einer überzeugenden Ausstellungskonzeption als inhaltlicher Kern. Darauf aufbauend sind geeignete Formate der Vermittlung und Erinnerungskultur zu entwickeln, die die historische Bedeutung nachvollziehbar machen, den Kontext der deutschen Teilung einordnen und eine internationale Verständlichkeit gewährleisten.

    Das Land Berlin lobt dafür einen offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerb nach RPW aus an dem interdisziplinäre Bewerbergemeinschaften aus Landschaftsarchitekt*innen, Architekt*innen und Ausstellungsgestalter*innen teilnehmen können. Der Wettbewerb bietet die Chance, den Standort als hochwertigen Stadtraum mit internationaler Strahlkraft neu zu positionieren- als ein Ort für Alle, der sowohl der Vermittlung von historischem Wissen dient, als auch als Raum für die Diskussion mit aktuellen Fragestellungen zu Freiheit, Demokratie und dem Ost-West-Konflikt bietet.

    Gegenstand des Wettbewerbs ist die gestalterische und konzeptionelle Ausformulierung eines öffentlichen Stadtraums, der den historischen Ort als Bildungs- und Erinnerungsort lesbar macht und zugleich als zeitgemäßer Freiraum funktioniert. Der Wettbewerb zielt auf ein integriertes Zusammenspiel von Ausstellungsflächen und -elementen und einem Informationspavillon sowie Stadt- und Freiraumgestaltung ab. Der Bildungs- und Erinnerungsort wird von der Stiftung Berliner Mauer betreut und kuratiert. Die Ausstellungsflächen sollen der Präsentation historischer Inhalte dienen und zugleich als dialogische Räume konzipiert werden, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes ermöglichen.

    Im Vorfeld des Wettbewerbsverfahrens wurde unter anderem ein städtebauliches Dialogverfahren und ein kulturfachliches Dialogverfahren zum Bildungs- und Erinnerungsort durchgeführt sowie ein verkehrliches Innenstadtkonzept erarbeitet. In diesen Prozessen wurden Leitlinien für die gestalterische Weiterentwicklung des Ortes definiert. Auf dieser Grundlage soll der Checkpoint Charlie in einen erlebbaren erinnerungskulturellen Stadtraum transformiert werden, der die historische Bedeutung und die räumliche Dimension der ehemaligen DDR-Grenzübergangsstelle und des alliierten Kontrollpunkts nachvollziehbar und erfahrbar macht. Der Bildungs- und Erinnerungsort soll sich über die östlich und westlich der Friedrichstraße gelegenen Platzflächen erstrecken und diese zu einem zusammenhängenden räumlichen Ensemble verbinden. Neben der Geschichtsvermittlung sollen die Flächen als öffentliche Stadträume mit hoher Aufenthaltsqualität für die Berliner Stadtgesellschaft sowie für nationale und internationale Besuchende nutzbar sein.

  • EU-Bekanntmachung

    PDF-Dokument (232.6 kB)

  • Auslobung

    PDF-Dokument (11.1 MB)

Steckbrief

  • Kategorie

    Landschaftsarchitektur, Architektur, Ausstellungsgestaltung

  • Typologie

    Öffentlicher Raum, Bildung, Kultur

  • Ort

    Berlin Mitte

  • Verfahrenstitel

    Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie

  • Verfahrensart

    Offener zweiphasiger interdisziplinärer Realisierungswettbewerb

  • Teilnehmerkreis

    Landschaftsarchitekt:innen mit Architekt:innen und Ausstellungsgestalter:innen / Szenograf:innen
    oder Landschaftsarchitekt:innen mit Architekt:innen (mit Schwerpunkt Ausstellungsgestaltung und Szenografie)

  • Auslober:in

    Land Berlin vertreten durch
    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
    Abteilung II – Städtebau und Projekte
    Referat II D – Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
    Württembergische Straße 6
    10707 Berlin

  • Bauherr:in

    Land Berlin vertreten durch
    Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
    Abteilung V – Tiefbau
    Referat V B – Straßenbau/Wasser/Beleuchtung/Technik
    Brunnenstraße 110d – 111
    13355 Berlin

    in Kooperation mit

    Land Berlin vertreten durch
    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
    Abteilung V – Hochbau
    Referat V A – Kulturbauten
    Fehrbelliner Platz 4
    10707 Berlin

  • Nutzer:in / Betreiber:in

    Stiftung Berliner Mauer
    Bernauer Straße 111
    13355 Berlin

    in Kooperation mit

    Bezirksamt Mitte
    Straßen- und Grünflächenamt
    Karl-Marx-Allee 31
    10178 Berlin

  • Ausgewählter Beitrag

    A24 LANDSCHAFT Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin
    Holzer Kobler Architekturen GmbH, Berlin
    ARGUS Stadt und Verkehr Partnerschaft mbB, Hamburg

Terminübersicht

  • Ausgabe der Unterlagen

    01.04.2026

  • 1. Phase:

  • schriftliche Rückfragen bis

    Ausgabe des Rückfrageprotokolls

    Abgabe Wettbewerbsarbeiten bis

    Sitzung des Preisgerichts

    14.04.2026, 12:00 Uhr

    24.04.2026

    27.05.2026, 16:00 Uhr

    17.06.2026

  • Phase 2:

  • Ausgabe der Überarbeitungsempfehlungen

    schriftliche Rückfragen bis

    Rückfragenkolloquium

    Ausgabe des Rückfragenprotokolls

    Abgabe Wettbewerbsarbeiten bis

    Sitzung des Preisgerichts

    Ausstellungseröffnung

    Ausstellung

    24.06.2026

    07.07.2026, 12:00 Uhr

    16.07.2026

    22.07.2026

    11.08.2026, 16:00 Uhr

    09.09.2026

    12.10.2026, 18:00 Uhr

    13.10. – 23.10.2026

Ergebnisse

1. Preis Perspektive

1. Preis

A24 LANDSCHAFT Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin mit Holzer Kobler Architekturen GmbH, Berlin und ARGUS Stadt und Verkehr Partnerschaft mbB, Hamburg Weitere Informationen

2. Preis Perspektive

2. Preis

Koeber Landschaftsarchitektur GmbH, Stuttgart mit SPACE4 GmbH, Stuttgart und Steimle Architekten, Stuttgart Weitere Informationen

3. Preis Perspektive

3. Preis

Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin mit Wandel Lorch Götze Wach GmbH, Frankfurt am Main Weitere Informationen

Anerkennung Sowatorini Perspektive

Anerkennung

Sowatorini Landschaft, Bochum mit nowakteufelknyrim exhibition design GmbH, Düsseldorf und Meghan Rolvien, Zürich Weitere Informationen

Anerkennung Global Perspektive

Anerkennung

Global Arquitecura Paisagista Lda., Lissabon mit Julia Kaschlinski, Berlin und PEB + Harm Reccius Architekten, Berlin Weitere Informationen

Ausstellung CPC Teaser Flyer

Ausstellung

Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie
Ausstellungseröffnung zum Wettbewerbsverfahren

Wir laden Sie herzlich zur Ausstellungseröffnung des interdisziplinären Realisierungswettbewerbs Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie ein. Die Ausstellung präsentiert die prämierten interdisziplinären Entwürfe der Fachrichtungen Landschaftsarchitektur, Architektur und Ausstellungsgestaltung und ermöglicht die Einsicht in alle weiteren eingereichten Wettbewerbsarbeiten.

Im Anschluss an die Eröffnung können die Ergebnisse vom 13. bis 23. Oktober 2026 im Neuen Stadthaus besichtigt werden. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr und samstags von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr.

Montag, den 12. Oktober 2026 | 18:00 bis 21:00 Uhr
Neues Stadthaus | Parochialstraße 3 | 10179 Berlin
Otto-Suhr-Saal | 3. Etage
U2 | Klosterstraße
Der Eintritt ist frei.

  • Einladung zur Ausstellungseröffnung

    PDF-Dokument (292.7 kB)

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Referat Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe