Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie, Berlin Mitte

  • Luftbild Checkpoint Charlie

    Luftbild des Wettbewerbsgebiets

  • Übersichtskarte Checkpoint Charlie

    Übersichtskarte des Wettbewerbsgebiets

Ausschreibung

  • Anlass und Ziel

    Der Checkpoint Charlie – ehemaliger westalliierter Kontrollpunkt an der Friedrichstraße/Zimmerstraße – zählt zu den international bekanntesten historischen Orten Berlins und ist zugleich mit etwa 4 Millionen Besuchenden jährlich ein hoch frequentierter urbaner Raum.

    Der Erinnerungsort umfasst die ehemalige DDR-Grenzübergangsstelle Friedrichstraße/Zimmerstraße sowie den ehemaligen alliierten Kontrollpunkt Checkpoint Charlie ergänzt durch den dazugehörigen Grenzstreifen entlang der Zimmerstraße und die erhaltenden Brandwänden mit Spuren des Grenzregimes der DDR. Zusammen bilden diese Elemente einen Denkmalbereich von geschichtlicher und städtebaulicher Bedeutungund und sind Teil der denkmalgeschützten Gesamtanlage Berliner Mauer.

    In seiner heutigen Erscheinung und Nutzung bleibt der Ort seiner historischen Bedeutung zurück. Weder die räumliche Gestaltung noch die inhaltliche Vermittlung werden dem historischen Gewicht bislang gerecht.

    Vor diesem Hintergrund besteht die Notwendigkeit, den Stadtraum als zusammenhängenden Bildungs- und Erinnerungsort dauerhaft zu gestalten und zu sichern. Ziel ist die Entwicklung eines gestalterisch, räumlich und inhaltlich überzeugenden Gesamtkonzepts für den Stadtraum. Im Zentrum der Aufgabenstellung steht die Ausarbeitung eines inhaltlich tragfähigen Konzepts für den Bildungs- und Erinnerungsort. Maßgeblich ist dabei die Entwicklung einer überzeugenden Ausstellungskonzeption als inhaltlicher Kern. Darauf aufbauend sind geeignete Formate der Vermittlung und Erinnerungskultur zu entwickeln, die die historische Bedeutung nachvollziehbar machen, den Kontext der deutschen Teilung einordnen und eine internationale Verständlichkeit gewährleisten.

    Das Land Berlin lobt dafür einen offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerb nach RPW aus an dem interdisziplinäre Bewerbergemeinschaften aus Landschaftsarchitekt*innen, Architekt*innen und Ausstellungsgestalter*innen teilnehmen können. Der Wettbewerb bietet die Chance, den Standort als hochwertigen Stadtraum mit internationaler Strahlkraft neu zu positionieren- als ein Ort für Alle, der sowohl der Vermittlung von historischem Wissen dient, als auch als Raum für die Diskussion mit aktuellen Fragestellungen zu Freiheit, Demokratie und dem Ost-West-Konflikt bietet.

    Gegenstand des Wettbewerbs ist die gestalterische und konzeptionelle Ausformulierung eines öffentlichen Stadtraums, der den historischen Ort als Bildungs- und Erinnerungsort lesbar macht und zugleich als zeitgemäßer Freiraum funktioniert. Der Wettbewerb zielt auf ein integriertes Zusammenspiel von Ausstellungsflächen und -elementen und einem Informationspavillon sowie Stadt- und Freiraumgestaltung ab. Der Bildungs- und Erinnerungsort wird von der Stiftung Berliner Mauer betreut und kuratiert. Die Ausstellungsflächen sollen der Präsentation historischer Inhalte dienen und zugleich als dialogische Räume konzipiert werden, die eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes ermöglichen.

    Im Vorfeld des Wettbewerbsverfahrens wurde unter anderem ein städtebauliches Dialogverfahren und ein kulturfachliches Dialogverfahren zum Bildungs- und Erinnerungsort durchgeführt sowie ein verkehrliches Innenstadtkonzept erarbeitet. In diesen Prozessen wurden Leitlinien für die gestalterische Weiterentwicklung des Ortes definiert. Auf dieser Grundlage soll der Checkpoint Charlie in einen erlebbaren erinnerungskulturellen Stadtraum transformiert werden, der die historische Bedeutung und die räumliche Dimension der ehemaligen DDR-Grenzübergangsstelle und des alliierten Kontrollpunkts nachvollziehbar und erfahrbar macht. Der Bildungs- und Erinnerungsort soll sich über die östlich und westlich der Friedrichstraße gelegenen Platzflächen erstrecken und diese zu einem zusammenhängenden räumlichen Ensemble verbinden. Neben der Geschichtsvermittlung sollen die Flächen als öffentliche Stadträume mit hoher Aufenthaltsqualität für die Berliner Stadtgesellschaft sowie für nationale und internationale Besuchende nutzbar sein.

  • EU-Bekanntmachung

    PDF-Dokument (232.6 kB)

  • Auslobung

    PDF-Dokument (11.1 MB)

Steckbrief

  • Kategorie

    Landschaftsarchitektur, Architektur, Ausstellungsgestaltung

  • Typologie

    Öffentlicher Raum, Bildung, Kultur

  • Ort

    Berlin Mitte

  • Verfahrenstitel

    Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie

  • Verfahrensart

    Offener zweiphasiger interdisziplinärer Realisierungswettbewerb

  • Teilnehmerkreis

    Landschaftsarchitekt:innen mit Architekt:innen und Ausstellungsgestalter:innen / Szenograf:innen
    oder Landschaftsarchitekt:innen mit Architekt:innen (mit Schwerpunkt Ausstellungsgestaltung und Szenografie)

  • Auslober:in

    Land Berlin vertreten durch
    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
    Abteilung II – Städtebau und Projekte
    Referat II D – Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
    Württembergische Straße 6
    10707 Berlin

  • Bauherr:in

    Land Berlin vertreten durch
    Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
    Abteilung V – Tiefbau
    Referat V B – Straßenbau/Wasser/Beleuchtung/Technik
    Brunnenstraße 110d – 111
    13355 Berlin

    in Kooperation mit

    Land Berlin vertreten durch
    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
    Abteilung V – Hochbau
    Referat V A – Kulturbauten
    Fehrbelliner Platz 4
    10707 Berlin

  • Nutzer:in / Betreiber:in

    Stiftung Berliner Mauer
    Bernauer Straße 111
    13355 Berlin

    in Kooperation mit

    Bezirksamt Mitte
    Straßen- und Grünflächenamt
    Karl-Marx-Allee 31
    10178 Berlin

Terminübersicht

  • Ausgabe der Unterlagen

    01.04.2026

  • 1. Phase:

  • schriftliche Rückfragen bis

    14.04.2026, 12:00 Uhr

  • Ausgabe des Rückfrageprotokolls

    24.04.2026

  • Abgabe Wettbewerbsarbeiten bis

    27.05.2026, 16:00 Uhr

  • Sitzung des Preisgerichts

    16. / 17.06.2026

  • Phase 2:

  • Ausgabe der Überarbeitungsempfehlungen

    24.06.2026, 12:00 Uhr

  • schriftliche Rückfragen bis

    07.07.2026, 12:00 Uhr

  • Rückfragenkolloquium

    16.07.2026

  • Ausgabe des Rückfragenprotokolls

    22.07.2026

  • Abgabe Wettbewerbsarbeiten bis

    11.08.2026, 16:00 Uhr

  • Sitzung des Preisgerichts

    09.09.2026

  • Ausstellungseröffnung

    12.10.2026, 18:00 Uhr

  • Ausstellung

    13.10. – 23.10.2026

Weitere Informationen

Alle relevanten Informationen und Unterlagen werden auf der Plattform „Wettbewerbe Aktuell“ veröffentlicht.
Wettbewerb Bildungs- und Erinnerungsort, Checkpoint Charlie – Unterlagen und Abgabe bei Wettbewerbe Aktuell

Kontakt

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Referat Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe