Die historisch bedeutsamen Straßenräume in Alt‑Berlin und Alt-Cölln (einschließlich Alexanderplatz) stehen im Spannungsfeld zwischen einer hohen Nutzungsdichte und immer wieder neuen Anforderungen an Aufenthalt, Umwelt und Mobilität. Innerhalb der Berliner Mitte kommt ihnen eine herausragende Bedeutung zu. Identität, Funktionalität und Nachhaltigkeit erfordern in Zeiten des Klimawandels, der Mobilitätswende und sich ändernder Nutzungsansprüche eine zeitgemäße und zukunftsweisende Auseinandersetzung mit den Grundsätzen und Zielen ihrer Gestaltung.
Den geschichtlich bewegten Ursprungsraum der Stadt kennzeichnet eine große städtebauliche Vielfalt, mit bis in das Mittelalter zurückreichenden Spuren, Bestandteilen aus der Vorgründer-, Gründer- und frühen Nachkriegszeit sowie mit raumprägenden Metropolstrukturen der DDR-Moderne.
Bisher gab es für die öffentlichen Straßenräume dieses vielgestaltigen Stadtgebietes noch keinen abgestimmten Gestaltungsrahmen. Deshalb wurde im Anschluss an das 2025 aktualisierte Regelwerk für die Friedrichstadt, Dorotheenstadt und den Friedrichswerder erstmalig auch ein Regelwerk für die Straßenräume in Alt‑Berlin und Alt-Cölln erarbeitet. Das Regelwerk schafft einen verbindlichen Orientierungsrahmen, um langfristig funktionsfähige, qualitätsvolle und zugleich robuste Straßenräume zu ermöglichen. Als strategisches Steuerungsinstrument bietet es die Grundlage dafür, eine nachhaltige, kohärente und zukunftsorientierte Weiterentwicklung der öffentlichen Straßenräume sicherzustellen. Das Regelwerk ist Teil des Masterplans Berliner Mitte.
Weitere Informationen zum Masterplan Berliner Mitte finden Sie unter folgendem Link:
Masterplan Berliner Mitte