Selbst aktiv werden: Klimaschutztipps

Das Bild zeigt die Hände verschiedener Menschen, die kleine Pflanzensetzlinge in der Hand halten

Neben den Aktivitäten, die das Bezirksamt intern bereits seit einigen Jahren umsetzt, wollen wir mit Ihnen ins Gespräch kommen. Klimaschutz ist eine Querschnittsaufgabe und wirkt in jeden Bereich unseres Alltags hinein. Lassen Sie uns gemeinsam ein lebenswertes Reinickendorf schaffen, damit es auch in 30 Jahren noch ein Bezirk ist, in dem Wald und Wasser prägende Bestandteile des Lebens sind.

An dieser Stelle möchten wir kleine Tipps und Denkanstöße geben, die jeder Einzelne schnell und unkompliziert umsetzen kann, um einen Beitrag zur CO2-Reduzierung zu leisten. Wenn wir alle einen kleinen Teil übernehmen, können wir gemeinsam vielleicht die schlimmsten Folgen für die Umwelt und die jüngeren Generationen – unsere Kinder und Enkel – abmildern.

  • Leihen und Teilen statt Kaufen
    Bibliothek der Dinge

    Warum alles kaufen, wenn man auch teilen kann?
    Die Idee hinter der Bibliothek der Dinge ist, dass Gegenstände, die nur selten benötigt werden, ausgeliehen anstatt gekauft werden. Das entlastet nicht nur den Geldbeutel, sondern spart Energie und Ressourcen. Außerdem reduziert man dadurch seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck, vermeidet Müll und schafft Stauraum im eigenen Zuhause.

    Wo finde ich die Bibliothek der Dinge?
    In Reinickendorf bieten die Humboldt-Bibliothek und die Bibliothek im Märkischen Viertel eine Bibliothek der Dinge an.

    Welche Gegenstände gibt es?
    Brauchen Sie ein Beschriftungsgerät, um Ordnung zu schaffen? Eine Doppelhängematte für den Ausflug ins Grüne? Vielleicht auch einen Videokassetten Digitalisierer um Erinnerungen für die Zukunft zu sichern? Dann sind Sie hier genau richtig. Hier geht’s zum gesamten Angebot der Bibliothek der Dinge in Reinickendorf

    Spannende Praxistipps einiger Berliner Leihorte, sowie Inspiration und Anregung zur Gründung eines Leihortes finden Sie im Playbook Leihorte

    Informationen zur Kreislaufwirtschaft gibt es bei der Zero-Waste-Agentur

  • Reparieren und Wiederverwenden
    Das Bild zeigt verschiedene Werkzeuge

    Ob Schuhe, Brillen oder Fahrräder – auf dem neuen Portal “repami” sind verschiedenste Einrichtungen vertreten, die auf einer Karte verortet Reparaturen anbieten. Dies reicht vom Reparatur-Café über eine reguläre Werkstatt bis zu Initiativen und Interessengruppen, die Reparaturen verschiedenster Gegenstände anbieten. Hier gehts zur Plattform repami

    Auf Landesebene ist die Initiative Re-Use der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit vielen Einzelprojekten, die in das ganze Stadtgebiet hineinwirken, ein wichtiger Impulsgeber. Darüber hinaus gibt es viele weitere Akteure in Berlin, z.B. Restlos glücklick e.V., Zero Waste Berlin, Haus der Materialisierung, Circular Berlin, re-cup u.v.m.

    Das Bezirksamt Reinickendorf beteiligt sich seit März 2020 an der Re-Use Brillensammelaktion mit der bislang größten Anzahl an gesammelten Brillen innerhalb eines Zeitraums (Pressemitteilung). Im Rathaus Reinickendorf befindet sich seit Sommer 2024 eine Sammelmöglichkeit für alte Mobiltelefone bei der Pförtnerloge am Haupteingang des Rathauses Reinickendorf (der Erlös geht an INKOTA-netzwerk e.V.).

    Die Quartiersmanagementbüros am Letteplatz und in der Auguste-Viktoria-Allee fördern Initiativen zum Thema Re-Use/Repair. Das QM-Büro Letteplatz bietet regelmäßig ein Repair-Café für Interessierte an. Das QM-Büro AVA fördert mit dem Umweltgerechtigkeitsprojekt viele Einzelprojekte im Bereich Foodsharing, Kleidertausch oder Mobile Fahrradreparaturen.

    In Alt-Wittenau befindet sich der Ganz-mach-Laden in der Oranienburger Str. 221 Berlin Reinickendorf.

    Im August 2020 eröffnete das neue BSR-Gebrauchtwarenkaufhaus NochMall in der Auguste-Viktoria-Allee. Darüber hinaus ist auch das bereits seit langem bestehende Sozialwarenkaufhaus “Soproro” in der Roedernallee fester Bestandteil des Bezirks. Ein weiteres Sozialwarenkaufhaus betreibt der Rabauke e.V. in der Hausotterstraße 3, 13409 Berlin.

    Die Volkshochschule Reinickendorf bietet seit geraumer Zeit unterschiedliche Kurse zum Thema Re-Use an und trägt somit zur Verbreitung des Gedankens der verstärkten Wiederverwendung bei. In Kooperation mit der NochMall finden zahlreiche Kurse statt (z.B. „Design Workshop – Kleidungsstücke upcyclen). Dabei wird auch zum Austausch und zur Information zu umwelt- und klimapolitischen Themen sowie zum Komplex Nachhaltigkeit eingeladen. Die VHS ist interessiert an Austausch und Kooperation mit weiteren Initiativen, Einrichtungen oder Vereinen in Reinickendorf.

    Viele Sportvereine engagieren sich beim Thema Nachhaltigkeit und sorgen für eine Weiternutzung zu klein gewordener Sportkleidung innerhalb ihrer Vereinsstruktur.

    Auch auf den einschlägig bekannten Online-Portalen können gebrauchte Gegenstände ge- bzw. verkauft werden und so mehrfach genutzt werden. Das spart Energie und Geld für vermiedene Neukauf-Produkte.

    Der Bezirk unterstützt Initiativen aller Akteure zur Verbreitung des Re-Use/Repair-Gedankens. Neben der Förderberatung durch die Klimaschutzbeauftragte können z.B. BVV-Sondermittel oder auch Mittel des Kiezfonds (zeitlich begrenzt) in Anspruch genommen werden.

  • Klimafreundliches Gärtnern
    Plakat Plattform Berlin Gärtnert

    Gegärtnert wird in Berlin überall: Sowohl in den Innenstadtbezirken als auch am Stadtrand, auf zuvor ungenutzten Flächen, in Parks, auf Schulhöfen, auf Dächern oder in Hinterhöfen. Von lebendigen Gemeinschaftsgärten, die Nachbarinnen und Nachbarn zusammenbringen, über Kleingartenanlagen, die seit Generationen gehegt und gepflegt werden bis hin zu selbstgebauten Parklet-Hochbeeten, die den öffentlichen Raum begrünen – die grünen Oasen der Hauptstadt sind so vielfältig wie die Stadt selbst.

    Die Plattform „Berlin gärtnert! bietet Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Formen urbaner Gärten. Lernen Sie beispielhafte Projekte zu allen Gartentypen kennen und erfahren Sie in den Portraits mehr über die Menschen hinter den Projekten. Egal, ob Sie sich für das Gärtnern in der Stadt interessieren und selbst aktiv werden wollen oder einfach nur mehr über die grünen Oasen Berlins erfahren möchten – hier sind Sie auf jeden Fall richtig. Tauchen Sie ein in die grüne Vielfalt Berlins!

  • Mach den Ofenführerschein!
    Kaminfeuer

    Die Heizsaison beginnt nun auch in Reinickendorf. Bevor Sie es sich mit einer Tasse Tee vor dem Kamin gemütlich machen, lohnt es sich, die Tipps zum richtigen Heizen zu lesen. Beim richtigen Heizen mit Holz verursachen wir nicht nur weniger CO2, sondern verringern auch die Feinstaubbelastung zu Hause. Wir tun also der Umwelt und unserer Gesundheit etwas Gutes!

    Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat die Berliner Rein-Heiz-Gebote erarbeitet und fördert die ersten 5.000 Anmeldungen für den Ofenführerschein. Hier geht’s zur Anmeldung.

    Richtiges Heizen fängt bereits mit der Auswahl des geeigneten Ofens und der regelmäßigen Wartung an. Helfen kann auch ein Blick in die Bedienungsanleitung und die Beratung durch den Schornsteinfeger. Unser Verhalten hat den größten Einfluss auf sparsames und emissionsarmes Heizen. Dazu hier unsere drei wichtigsten Tipps:

    Tipp 1: Benutzen Sie naturbelassenes und gut getrocknetes Holz. Achten Sie auf die für Ihren Ofen passende Größe und Menge der Holzscheite (siehe Bedienungsanleitung). Benutzen Sie kein Papier, keine Pappe, kein lackiertes oder verklebtes Holz. Auch Holzabfälle, z.B. aus alten Möbeln gehören nicht in den Ofen.

    Tipp 2: Für das richtige Anheizen des Ofens braucht es eine ausreichende Luftzufuhr, schieben Sie den Luftschieber auf. Stapeln Sie das Anzündholz über Kreuz – die großen Stücke unten, die kleinen oben. Zünden Sie den Holzstapel von oben an, das dauert etwas länger, verursacht jedoch weniger Schadstoffe und Emissionen. Nach dem erfolgreichen Anzünden kann die Luftzufuhr reduziert werden.

    Tipp 3: Legen Sie neue Holzscheite auf die Glut, nachdem die Flammen bereits erloschen sind. Je nach Größe des Ofens, reichen zwei bis drei Holzscheite meistens aus. Achten Sie auch hier auf die richtige Luftzufuhr.

    Weitere Informationen, wie zur Auswahl des richtigen Ofens und zum ordentlichen Betrieb, finden Sie im Flyer des Umweltbundesamtes Heizen mit Holz: Wenn, dann richtig! Quelle: Umweltbundesamt 2023: Dipl. –Ing. Christian Liesegang: Heizen mit Holz: Wenn, dann richtig!

  • Wassersparen im Garten
    Kartoffelernte

    Der Berliner Wasserverbrauch steigt in den heißen Sommertagen stark an. Dies wirkt sich negativ auf den Grundwasserkörper aus und sorgt dann wiederum für trockene Wälder und Moore. Daher ist eine möglichst wassersparende Gartenpflege in den Reinickendorfer Ein- und Zweifamilienhausgebieten sowie Kleingartenanlagen sehr wichtig:

    1. Für eine reduzierte Hitzeentwicklung und verbesserte Versickerung möglichst wenig versiegelte Fläche (Einfahrten, Wege) schaffen. Vielleicht tun es auch einzelne Trittsteine?
    2. Früh morgens oder abends direkt im Wurzelbereich gießen.
    3. Möglichst Brauch- und Regenwasser in einer Zisterne auffangen und für die Gartenbewässerung oder Toilettenspülung verwenden.
    4. Böden oder Kübel mulchen und somit vor Verdunstung schützen.
    5. Seltener Rasen mähen. Ein kurzgeschnittener Rasen benötigt mehr Wasser, um nicht zu vertrocknen.
    6. Für eine naturverträgliche Gartengestaltung: Verzichten Sie auf Kies- oder Steingarten-Gestaltungen – diese bieten Insekten keine Nahrung.

    Unterstützen wir die Natur, um sie zu genießen!

  • Gieß' den Kiez

    Bäume entziehen der Athmosphäre das klimawirksame CO2, speichern es über viele Jahrzehnte hinweg und spenden nebenbei noch Schatten. Außerdem tragen sie zu einem gesunden Mikroklima bei und bieten Insekten und Vögeln Natur- und Lebensraum. Damit es die Berliner Bäume auch über die viel zu trockenen Frühjahrs- und Sommermonate schaffen, gibt es nun eine Plattform, in der alle Bäume samt Name, Alter und Wasserbedarf auf einer Karte eingetragen sind. Informieren Sie sich, ob vielleicht einer der jüngeren Bäume in Ihrer Nähe etwas Unterstützung braucht. Übernehmen Sie die Patenschaft und tragen sie zum aktiven Klimaschutz bei. Die Plattform finden Sie unter www.gießdenkiez.de.

  • Saisonale Lebensmittel
    Rosenkohl in einer Schale auf Holztisch

    Gerade bei der unglaublichen Fülle an Produkten in den Lebensmittelgeschäften wissen wir oft nicht, welches Obst oder Gemüse eigentlich gerade Saison hat. Probieren Sie doch einmal ein typisch heimisches und regionales Gemüse, wie z.B. Rosenkohl oder Pastinaken, aus! Hier helfen Saisonkalender. Mit Hilfe eines solchen Kalenders, können wir unsere Ernährung stärker am Kreislauf der Natur ausrichten und tragen somit zur Vermeidung von Energie und Transporten bei. Wir wünschen: Guten Appetit!

  • Weniger Plastikmüll
    Mann mit Beutel im Supermarkt

    Für alle, die in Sachen Klimaschutz in ihrem privaten Umfeld etwas bewegen möchten, interessiert vielleicht der Bericht über folgendes Selbstexperiment: Als 3-Personenhaushalt in Hermsdorf konnten wir über einen Zeitraum von 6 Monaten unseren Plastikmüll um 80% reduzieren. Klar – es ist noch nicht ganz „zero-waste“ – aber Schritt für Schritt haben wir uns an eine Veränderung in unserem Leben gewöhnt. Auch mit Kind ist das kein Problem.

    Dabei geht es nicht zwingend um Verzicht, sondern um die Suche nach Alternativen, um letztendlich Energie und Verpackung einzusparen:

    • Anstelle von Flüssigwaschmitteln in der Plastikverpackung, Waschmittel in Pulverform verwenden.
    • Anstelle von Duschbad und Haarwäsche aus der Plastikverpackung, gibt es jetzt wundervoll duftende Seifenbars in der Seifenbox.
    • Käse oder Fleisch und Wurst an der Theke mit eigener Box einkaufen: an vielen Theken im Lebensmittelgeschäft um die Ecke ist das gar kein Problem.

    Bei der Herstellung und dem Recycling sowie Transport von Waren in Verpackungen entstehen CO2-Emissionen aufgrund des dafür benötigten Energieverbrauchs. Vermeiden wir Verpackungen und ändern unser Konsumverhalten, sendet dies ein Signal an die Einzelhandelsketten und Hersteller und spart so zukünftig Energie und CO2-Emissionen.

    Einfach einmal ausprobieren!

  • Better World Cup

    Schätzungsweise 460.000 To-Go-Becher werden täglich in Berlin verbraucht. Ein Produkt, dass nur ca. 15 Minuten benutzt wird, verursacht somit ca. 2.400 Tonnen Abfall und viel zu viel CO2. Better World Cup ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz und weiteren Unternehmen in Berlin, die sich dieser Entwicklung entgegenstellt und Nutzer sowie Unternehmen zum Mitmachen aufruft.

    Und es funktioniert ganz einfach: Entweder kauft man den Chai-Latte im Mehrwegbecher, zahlt Pfand und gibt diesen bei einem an der Initiative beteiligten anderen Bäcker, Café, Tankstelle oder Späti wieder zurück. Oder man nutzt seinen eigenen Lieblingsbecher und füllt diesen vergünstigt an einer beteiligten Refill-Station auf. Ein Hygieneleitfaden hilft bei der Umsetzung.

    Auch in Reinickendorf beteiligen sich bereits viele Unternehmen an der Initiative. Die Karte zeigt: in fast allen Ortsteilen unseres Bezirks findet man eine Recup- bzw. Refill-Station (und sogar in Rostock). Einfach einmal ausprobieren und mitmachen!

  • Mülltrennung
    Frisches Pizzastück in Pizzaverpackung

    Klimaschutz geht auch ganz einfach – durch korrekte Mülltrennung!
    Schon gewusst,…
    … dass z.B. Pizzakartons sowie andere Pappe und Papier, die mit Lebensmittelresten verschmutzt wurden, nicht in die Papier-, sondern in die Restmülltonne gehören? Zudem: trotz gesetzlicher Änderungen stehen Kassenbons noch nicht überall bisphenolfrei zur Verfügung. Schützen Sie die Umwelt durch eine Entsorgung von Kassenzetteln in der Restmülltonne.

    … dass die Entsorger in der Biotonne sehr gern Fisch- und Fleischreste vorfinden, da diese wertvolle Nährstoffe für den Vergährungsprozess beinhalten? Auch Knochen können in der Biotonne entsorgt werden – eingepackt in altes Zeitungspapier!
    Biologisch abbaubare Verpackungen oder Kunststoffe hingegen gehören nicht in die Biotonne, da sie bei den Entsorgern als Störstoff aussortiert werden und in der energetischen Verwertung landen! Diese sollten in der Wertstofftonne entsorgt werden.

    … dass, nicht erst seit Corona, Babyfeuchttücher problematisch für die Abwasserentsorgung sind?

    Eine korrekte Mülltrennung erleichtert das Recycling und spart Energie. Werden Sie Teil des Kreislaufs!

    Wir sagen schon einmal vorab Danke!

  • Klimafreundlich Backen
    Plätzchen für Weihnachten

    Gerade in der diesjährigen Adventszeit machen wir es uns gemütlich in unserem Zuhause. Wer klimafreundlich backen möchte, kann an mehreren Stellschrauben drehen:

    1. Rezeptur
    2. Energie
    3. Ofennutzung optimieren

    Rezeptur: viele CO2-Emissionen entstehen durch die Lebensmittelproduktion. Wenn man möglichst auf tierische Produkte verzichtet, reduziert sich der CO2-Rucksack. Verwenden Sie anstelle von Butter Pflanzenmargarine. 250g Butter verursachen ca. 5kg CO2. Eier können auf sehr verschiedene Weise ersetzt werden – viele Alternativen lassen sich online finden.

    Energie: Bei einem Umstieg auf Ökostrom reduzieren sich nicht nur beim Backen die CO2-Emissionen. Bei einem Anbieterwechsel sollte man auf die beiden Lables „OK-Power“ bzw. „Grüner Strom Lable“ achten, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien wirkungsvoll zu unterstützen.

    Ofennutzung optimieren: wussten Sie, dass die Umluft/Heißluft-Einstellung bis zu 40% weniger energieintensiv ist, als Ober-/Unterhitze? Zudem können mehrere Bleche gleichzeitig gebacken werden.

    Viel Freude beim Backen und Genießen!

  • Veranstaltungen
    Holztisch ist eingedeckt mit Speisen und Getränken

    Öffentliche, aber auch private Feiern können klimafreundlich organisiert werden. Eine Empfehlung für eine klima- und umweltfreundliche Veranstaltung hat das Umweltbundesamt auf seiner Webseite veröffentlicht.

    Auch im Bezirk Reinickendorf finden in jedem Jahr zahlreiche Veranstaltungen statt, darunter Großveranstaltungen mit stadtweiter Bedeutung. Diese Veranstaltungen ziehen zum Teil viele Tausende Menschen pro Jahr an. Dabei werden CO2-Emissionen freigesetzt, zum Beispiel durch An- und Abreise, Strom- und Wärmeverbrauch, Catering und Müllproduktion.

    Die CO2-Emissionen von Veranstaltungen sollen daher reduziert werden. Dafür sorgt zum Einen ein bezirksinterner Beschluss, der Einweg-Plastikgeschirr bei Veranstaltungen seit 01.01.2020 verbietet. Zum Anderen wollen wir anregen, zukünftige Veranstaltungen klimafreundlicher zu planen, verstärkt auf regionale und nachhaltige Versorgung zu achten und nach der Veranstaltung übrig gebliebene Speisen vor der Lebensmittelverschwendung zu retten.
    Die Handreichung zu klimafreundlichen Veranstaltungen soll mit Ideen und gemeinsamen Erfahrungen dabei unterstützen, klimafreundliche Veranstaltungen zu planen.

  • Nur ein Katzensprung...
    in Bäumen hängende Zelte

    Heute stellen wir Ihnen eine Plattform für Reiseziele in Deutschland vor, die eben nur einen „Katzensprung“ entfernt liegen. Hierbei können Sie einen ganz entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten: durch die Einsparung von CO2 – je nach Reiseziel, Transportmittel und Art des Urlaubs.

    Die besondere Situation der letzten Wochen und Monate hat uns vor Augen geführt, dass wir Menschen anpassungsfähig sein und ein starkes Gefühl für Regionalität und Lokalität entwickeln können. Viele haben die nahe gelegenen Ausflugsmöglichkeiten mit anderen Augen gesehen. Lassen Sie uns diese Erkenntnisse weiterhin in unseren Alltag integrieren – z.B. bei der Wahl des Urlaubsziels.

    Auf dieser Webseite sind vom Eco-Camping und Aktivurlaub, über Pop-Up-Erlebnisübernachtungen an ungewöhnlichen Orten bis hin zu Hänge-Zelt-Übernachtungen in Bäumen wirklich ganz kreative Reisemöglichkeiten und Urlaubsorte aufgelistet. Viel Spaß beim Stöbern und Entspannen auf Katzensprung-Deutschland.de.

  • Runter mit den Kilos
    Paar in Stadt fährt mit Fahrrad in Freizeit

    Der eine oder andere stellt fest, dass die vergangenen außergewöhnlichen Wochen für ein paar mehr Kilos auf der Hüfte gesorgt haben. Dann ist jetzt genau der richtige Augenblick, das Fahrrad fit zu machen und die Natur rund um unseren Bezirk zu entdecken. Beides ist besonders gut mit den geltenden Abstandsbestimmungen zu vereinbaren und dazu purzeln die Kilos von ganz allein.

    Oder noch besser: Lassen Sie das Auto einmal stehen und nehmen Sie das Fahrrad für den Arbeitsweg. Sie sparen 2,35 kg CO2 pro Liter Benzin bzw. 2,65kg CO2 pro Liter Diesel!

    Tipps für Fahrradausflüge in unserer Nähe:

    Mit dem Fahrrad in den Urlaub:

    Wenn es für den diesjährigen Urlaub etwas weiter weg gehen soll, schauen Sie doch einmal auf den aktuellen Klimaschutztipp des Kollegen in Charlottenburg-Wilmersdorf.

    Viel Spaß beim Zählen der eingesparten Kilos – auf der Waage und beim CO2!

  • Klimaschutztipps von Charlottenburg-Wilmersdorf

    Auch die Kollegen in Charlottenburg-Wilmersdorf stellen regelmäßig Klimaschutztipps auf ihren Seiten bereit. Schauen Sie sich gern einmal um!

    Weitere Informationen

Klimaschutzpatin Susann – Engagement für den Kiez

Mit ihrer eigenen Initiative Naturschutz-im-Kiez engagiert sich Klimaschutzpatin Susann ehrenamtlich mit großem Einsatz für mehr Klimaschutz und Klimaanpassung im Bezirk Reinickendorf. Ob bei Clean-up- oder Pflanz-Aktionen oder der Aufwertung öffentlicher Grünflächen – ihr Engagement zeigt, wie viel vor Ort bewegt werden kann.

In der Herbststraße und der Bollestraße wird es ab diesem Jahr sichtbar grüner: Im Herbst 2025 hat Susann dort gemeinsam mit Unterstützerinnen und Unterstützern Stauden, Blumen und Büsche gepflanzt und damit neue Lebensräume und ein weiteres Nahrungsangebot für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber geschaffen. Doch damit nicht genug: In einer weiteren Aktion in der Raschdorfstraße wurden sogar kleine Bäume gepflanzt.
Die dichten Stauden und Sträucher bieten Schutz- und Nistmöglichkeiten – fördern die urbane Biodiversität, verbessern die Verdunstungskühlung und tragen langfristig zur Klimaanpassung im Kiez bei.

Darüber hinaus organisierte Susann gemeinsam mit dem BSR-Projekt „Kehrenbürger“ eine erfolgreiche Clean-up-Aktion. Gemeinsam wurde Müll gesammelt und ein sichtbares Zeichen für einen sauberen und lebenswerten Kiez gesetzt.

Ehrenamtliches Engagement ist eine tragende Säule im Klima- und Naturschutz. Es schafft Bewusstsein, aktiviert Nachbarschaften und ermöglicht konkrete, niedrigschwellige Maßnahmen direkt vor Ort. Gerade im urbanen Raum sind es häufig engagierte Bürgerinnen und Bürger, die Impulse setzen, Flächen aufwerten und nachhaltige Veränderungen anstoßen. Solche Initiativen stärken nicht nur die ökologische Resilienz, sondern auch den sozialen Zusammenhalt im Quartier.

Angesichts zunehmender Hitzetage, längerer Trockenperioden und extremer Wetterereignisse gewinnt die Klimaanpassung in Großstädten weiter an Bedeutung. Entsiegelung, Begrünung und Baumpflanzungen sind zentrale Bausteine, um Hitzeinseln zu reduzieren, Regenwasser besser zu speichern und die Lebensqualität langfristig zu sichern. Jede neu geschaffene Grünfläche trägt dazu bei, Städte widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen – und zeigt, dass Klimaschutz und Lebensqualität Hand in Hand gehen.

Für ihre Projekte sucht Susann regelmäßig helfende Hände und freut sich über Unterstützung aus der Nachbarschaft.
Wenn auch Sie sich für Klimaschutz oder Klimaanpassung im Bezirk engagieren möchten, melden Sie sich gerne bei uns – oder direkt bei Susann unter naturschutz-im-kiez@web.de.

  • Pflanzaktion - Verschiedene Sträucher in Schubkarre

    Pflanzaktion - Verschiedene Sträucher in Schubkarre

  • Ehrenamtliche helfen beim Pflanzen von Stauden und Sträuchern

    Ehrenamtliche helfen beim Pflanzen von Stauden und Sträuchern

  • Unterschützerinnen und Unterstützer arbeiten fleißig mit Spaten, Eimern und Erde

    Unterschützerinnen und Unterstützer arbeiten fleißig mit Spaten, Eimern und Erde

  • Verschiedene Stauden und Sträucher in Kübeln, fertig zum Einpflanzen

    Verschiedene Stauden und Sträucher in Kübeln, fertig zum Einpflanzen

  • Auch kleine Bäume wurden in der Raschdorfstraße gepflanzt

    Auch kleine Bäume wurden in der Raschdorfstraße gepflanzt

  • Klimaschutzpatin Susann bei der Arbeit

    Klimaschutzpatin Susann bei der Arbeit

Klimaschutz-Stammtisch

Klimaschutzpatin Annette hat im Rahmen des Projektes KlikKS gemeinsam mit der Berliner Energieagentur einen Klimastammtisch für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger gegründet. Der Stammtisch soll Raum geben über das Klima zu reden und Projekte und Maßnahmen zu planen. Interessierte Menschen jeden Alters sind eingeladen, sich zu beteiligen. Der Stammtisch trifft sich jeden zweiten Donnerstag im Monat um 18:30 Uhr in der Cafeteria der NochMall in der Auguste-Viktoria-Allee 99.

  • Flyer Klimastammtisch KlikKS

    Flyer zum Klimastammtisch

  • Runde der Teilnehmerinnen beim Klimastammtisch im August 2023

    Eindruck einer Klimastammtisch-Runde im August 2023

Klimaschutzpat:innen für Reinickendorf

Der Bezirk Reinickendorf war von 2022 bis 2025 Teil des bundesweiten Projekts „KlikKS – Klimaschutz in kleinen Kommunen und Stadtteilen“, das die Berliner Energieagentur im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative in Berlin betreute. Ziel des Projektes war es, ehrenamtliche Klimaschutzpatinnen und –paten im Bezirk zu gewinnen, die motiviert sind, eigene Klimaschutzprojekte zu entwickeln und konkrete Maßnahmen zur Einsparung von Treibhausgasen umzusetzen. Alle Personen konnten mitmachen – auch ohne Fachkenntnisse.

Aber auch nach dem KlikKS-Projekt ist ehrenamtliches Engagement wichtig – es braucht nur klimafreundliche Ideen für das private Umfeld, für den eigenen Verein, die Kirchengemeinde oder das Unternehmen.
Die Klimaleitstelle unterstützt gerne bei der Umsetzung von Ideen.

  • KlikKS Bild für Reinickendorf Aufruf Klimaschutzpaten Reinickendorf

    Aufruf Klimaschutzpaten Reinickendorf

  • CleanUp Reinickendorf

    Clean-Up in 2024 wurde organsiert von Klimaschutzpatin Susann

  • Klimaschutzpatin Susann hat alles vorbereitet für das Pflanzfest für die Blühwiese

    Klimaschutzpatin Susann hat alles für ein Pflanzfest vorbereitet: Hinweisschilder werden gestaltet, Samen gestreut und Samenkugeln hergestellt

  • Ursprungszustand der Wiese in der Winterstraße (Nähe Haushotterplatz)

    Urspungszustand der zukünftigen Blühwiese

  • Nach Abnahme der Grasnarbe können nun die Samen für die Blühwiese gestreut werden.

    Zunächst wurde die Grasnarbe abgetragen und der Boden vorbereitet. Nun ist alles bereit für die Blühwiesenmischung für die heimischen Wildblumen.

  • Dicht bepflanzter breiter Grünstreifen neben Gehweg in der Winterstraße, Berlin Reinickendorf

    Ergebnis im Sommer 2024

  • Die Kindergartengruppe der Evangeliumsgemeinde in der Winterstraße verstreut die Samen für die Wildblumenwiese

    Die Kindergartengruppe der Evangeliumsgemeinde in der Winterstraße verstreut die Samen für die Wildblumenwiese

Klimaschutz Projektkoordination

Klimaschutzbeauftragte BA Reinickendorf
Antonia Sprotte