Koordination für kommunale Entwicklungspolitik in Reinickendorf

Kombination der Logos Bezirksamt Reinickendorf Fuchs in orange und der Vereinte Nationen Agenda 2030

Das Bezirksamt Reinickendorf setzt sich für die Verbreitung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in Reinickendorf ein.

Was bedeutet kommunale Entwicklungspolitik?

Die kommunale Entwicklungspolitik bezeichnet das Bestreben von Gemeinden, Städten und Landkreisen eine friedliche und nachhaltige Entwicklung anzustreben. Der Begriff umfasst in der Regel alle Aktivitäten, die die Kommunalverwaltung und -politik ergreift, um eine nachhaltige Entwicklung vor Ort und in Entwicklungsländern zu fördern.

Warum kommunale Entwicklungspolitik im Bezirksamt Reinickendorf?

Der kommunalen Entwicklungspolitik kommt in Zeiten vielfältiger globaler Herausforderungen wie Armut, Hunger, Klimawandel und Ressourcenmangel eine bedeutende Rolle zu. Es gilt global zu denken und lokal gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Diese globalen Herausforderungen treten vor allem in Städten und Kommunen auf, da dort die meisten Menschen zusammenleben. Daher besteht die wachsende Aufgabe der Städte und Kommunen darin, passgenaue Lösungen für die weltweiten Probleme auf lokaler Ebene zu entwickeln, um so zu einer gerechteren und nachhaltigeren Welt beizutragen. Mit der neu eingerichteten Stelle der Koordination für kommunale Entwicklungspolitik übernimmt Reinickendorf Verantwortung und trägt aktiv zu einer nachhaltigen Entwicklungspolitik bei.

Ziele der Koordination für kommunale Entwicklungspolitik

Die Kernziele der Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik umfassen unter anderem die Zertifizierung als Fairtrade-Town sowie ihre Weiterentwicklung auf Bezirksebene und die Förderung fairer Beschaffungspraktiken. Darüber hinaus ist es eine zentrale Aufgabe, die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung in den Fokus zu rücken und die Initiative für die Ausarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie für den Bezirk zu ergreifen.

Übersicht 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Was sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Agenda 2030?

Am 25. September 2015 verabschiedeten 193 Staaten- und Regierungschefs auf dem Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in New York die Agenda 2030 mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung , einen Zukunftsvertrag für die Welt. Die sogenannten Sustainable Development Goals, SDGs fördern eine sozial, wirtschaftlich und ökologische Entwicklung. Die 17 Ziele sind fünf Kernbotschaften (5 P’s) untergeordnet:

  • People: die Würde des Menschen im Mittelpunkt
  • Planet: den Planeten schützen
  • Prosperity: Wohlstand für alle fördern
  • Peace: Frieden fördern
  • Partnerships: globale Partnerschaften aufbauen

Mit der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie hat die Bundesregierung aufgezeigt, wie diese 17 globalen Nachhaltigkeitsziele umgesetzt werden sollen.

Deckblatt des Strategiepapiers mit Foto vom Bezirksamt Reinickendorf

Nachhaltigkeitsstrategie Berlin-Reinickendorf

Nachhaltigkeitsstrategie des Bezirksamtes Reinickendorf

Das Bezirksamt Reinickendorf hat sich zum Ziel gesetzt, die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 aktiv umzusetzen. Im Februar 2025 hat die Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner im Rahmen einer Bezirksamtssitzung die Musterresolution zur Agenda 2030 unterzeichnet. Mit der Unterzeichnung der Resolution zur Agenda 2030 Nachhaltigkeit – global und vor Ort für nachhaltige Entwicklung des Deutschen Städtetags und der Deutschen Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) bekennt sich das Bezirksamt Reinickendorf aktiv zu den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Infolgedessen ist das Bezirksamt im „Club der Agenda 2030 Kommunen“ aufgenommen worden. Nach einer Bestandsaufnahme der nachhaltigen Aktivitäten des Bezirksamtes Ende 2024, die in Zusammenarbeit mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) erhoben wurde, hat das Bezirksamt beschlossen, eine bezirkliche Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln.

Für die Erarbeitung der Strategie wurde der Dienstleister Grawe Kommunikation beauftragt. Die Koordination für kommunale Entwicklungspolitik begleitete das Projekt fachlich und organisatorisch.

Entwicklungsprozess: Partizipation und Expertise

Im Frühjahr 2025 hat das Bezirksamt eine digitale Bürgerbefragung zu den Vorstellungen und Wünschen bezüglich der Entwicklung ihres Bezirkes durchgeführt. Insgesamt konnten über 400 Antworten ausgewertet werden. Diese Ergebnisse sind im Herbst 2025 mit in die verwaltungsinternen Workshops zur Entwicklung der bezirklichen Nachhaltigkeitsstrategie eingeflossen.

Die vier Workshops wurden entlang der drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – soziale, ökonomische und ökologische Dimension – konzipiert. In diesen Workshops standen die Ergebnisse der Bestandsaufnahme, die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sowie neue Aktivitäten und Maßnahmen aus den Organisationseinheiten im Mittelpunkt der Diskussion.

Durch die gemeinsame Erarbeitung wurden rund 40 Ziele entwickelt und festgehalten, die mit unterschiedlichen Maßnahmen erreicht werden sollen. Ein besonderes Augenmerk lag darauf, Maßnahmen aufzunehmen, die nicht bereits Bestandteil der Bestandsaufnahme waren.

Die Strategie wurde zum Ende des Jahres 2025 fertiggestellt und am 03. März 2026 in der Bezirksamtssitzung in Reinickendorf beschlossen.

  • Nachhaltigkeitsstrategie Berlin-Reinickendorf

    PDF-Dokument (1.4 MB)

Gefördert durch Logos Engagement Global, SKEW, BMZ

Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik

Frau Jane Krüger