Bürgerbeteiligung ist für eine lebendige demokratische Gesellschaft unverzichtbar. Auch bei der Entwicklung unserer Städte spielt sie eine entscheidende Rolle, weil sie all jene einbezieht, die dort leben und ihre Umwelt mitgestalten möchten. Wenn lokales Wissen eingebracht wird und die Bürgerschaft ihre Ideen und Bedürfnisse artikulieren kann, lassen sich potentielle Konflikte früher erkennen. Dadurch lässt sich unser Zusammenleben so gestalten, dass mehr Zufriedenheit für alle entsteht.
Was bedeutet Bürgerbeteiligung?
Bild: Atelier Hurra
“Wir können immer wieder anfangen. Was es dazu braucht? Nicht viel: etwas Haltung, etwas lachenden Mut und nicht zuletzt die Bereitschaft, die Blickrichtung zu ändern, damit es häufiger geschieht, dass wir alle sagen: ‚Wow. So sieht es also aus dieser Perspektive aus.‘” – Carolin Emcke
Bild: Atelier Hurra
Gute Bürgerbeteiligung: Die Leitlinien in Marzahn-Hellersdorf
Bild: Raum für Beteiligung Marzahn-Hellersdorf
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1. Ausreichend Budget und Ressourcen bereitstellen
Es werden jährlich Mittel für die Umsetzung der Leitlinien – genauer der Instrumente – durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen zur Verfügung gestellt. Die Mittel werden u.a. zur Beauftragung des externen Büros der Anlaufstelle genutzt. In den Haushaltsansätzen für einzelne Prozesse und Projekte werden die für die Beteiligungsprozesse erforderlichen Finanzmittel durch die Projektträgerinnen und Projektträger eingestellt.
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2. Gut miteinander umgehen
Ziel ist es alle miteinzubeziehen. Deswegen soll verständliche Sprache eingesetzt werden. Beteiligungsformate werden neutral moderiert und dialogorientiert aufgesetzt, sodass neue Ideen generiert und gemeinsam Lösungswege gefunden werden können. Ziel ist es, die Bürgerschaft im Prozess zu stärken und niemanden auszugrenzen.
Das bedeutet:- Verständnis füreinander zu haben
- Ehrlichkeit zu gewährleisten
- Verbindlichkeit herzustellen und Zusagen einzuhalten
- offen für die Ideen aus der Bürgerschaft zu sein
- unterschiedlichen Meinungen Raum zu lassen
- Einwände zuzulassen, zu dokumentieren und zu prüfen
- Ablehnung zu begründen
- das Engagement der Bürgerschaft anzuerkennen
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3. Frühzeitig beteiligen
Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Vorhaben, Projekten und Prozessen der bezirklichen Entwicklung erfolgt frühzeitig, je nach Projekt und Möglichkeiten ab dem Zeitpunkt der Projektinitiierung (darin integriert auch Beteiligungsprozesse, die erst zur Projektinitiierung führen). Dazu gehören auch längerfristige strategische Planungen oder Planungsprozesse.
Zu diesem Grundsatz gehört das frühzeitige Informieren über bezirkliche Entwicklungsprojekte und -prozesse auf unterschiedlichen Wegen im Vorfeld. Die Projekte und Prozesse sowie deren Beteiligungsmöglichkeiten werden in der Vorhabenliste geführt. -
4. Für Transparenz sorgen
Transparenz meint: umfassende Aufklärung über bezirkliche Vorhaben. Dazu gehört es Entscheidungskompetenzen aufzuzeigen sowie Transparenz zum Prozessverlauf und den Ergebnissen herzustellen.
Das bedeutet:- planerische Hintergründe objektiv zu vermitteln und auf
Herausforderungen hinzuweisen - Budget und Ressourcen transparent zu machen
- Prozessverläufe und Zuständigkeiten innerhalb der Verwaltungsstrukturen aufzuzeigen
- Mitbestimmungsmöglichkeiten aufzuzeigen
- darzustellen, wie die Empfehlungen der Bürgerschaft in die Entscheidungen eingeflossen
sind bzw. weshalb bestimmte Anregungen nicht berücksichtigt worden sind - eine offene und zeitnahe Rückkopplung über Entscheidungen
- Informationen zu Ergebnissen und Planungsfortschritten und -änderungen bereitzustellen
- planerische Hintergründe objektiv zu vermitteln und auf
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5. Viele Verschiedene beteiligen
Um möglichst viele verschiedene Akteure zu erreichen, wird darauf geachtet, dass der gesamte Prozess inklusiv und barrierefrei gestaltet wird.
Das bedeutet:- eine verständliche und zielgruppengerechte Sprache zu verwenden und auf planerische Fachbegriffe, Amtssprache und Abkürzungen zu verzichten
- Mehrsprachigkeit inkl. Gebärdensprache abzusichern
- zielgruppengerechte Beteiligungsformate durchzuführen
- Barrierefreiheit am Beteiligungsort sicherzustellen
- barrierearme Öffentlichkeitsarbeit inkl. barrierearme Internetseiten sicherzustellen
- am Beteiligungsort für Kinderbetreuung zu sorgen
Kontakt
Bezirklicher Raum für Beteiligung Marzahn-Hellersdorf „Wir im Dialog“