Am 17. August 2026 wurde im Ratssaal des Rathauses Lichtenberg die Wanderausstellung „Augen auf Europa: Ukrainerinnen sehen die EU in Berlin“ eröffnet. Filiz Keküllüoğlu, Bezirksstadträtin für Verkehr, Grünflächen, Ordnung, Umwelt und Naturschutz in Lichtenberg, eröffnete die Ausstellung und begrüßte die Gäste der Vernissage. In ihrer Eröffnung unterstrich sie die Bedeutung von Begegnung, Austausch und der Sichtbarkeit ukrainischer Perspektiven im Bezirk.
Die Ausstellung stellt einen besonderen künstlerischen Dialog zwischen Fotografie und Malerei her. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie in Berlin angekommene ukrainische Frauen die Stadt und Europa wahrnehmen. Sie gibt persönlichen Erfahrungen, Eindrücken und Perspektiven Raum und macht zugleich sichtbar, wie unterschiedlich der Blick auf Berlin und die Europäische Union sein kann.
Aus rund 100 fotografischen Einreichungen wählte eine Fachjury 17 Motive aus. Unter der Kuration von Natalia Mantel wurden diese Fotografien von zehn ukrainischen Künstlerinnen malerisch interpretiert. Die entstandenen Werke werden jeweils paarweise gegenübergestellt: Ein A4-Foto hält den ursprünglichen Moment fest, während ein großformatiges A1-Gemälde diesen Moment aus einer individuellen künstlerischen Perspektive neu erschließt. Brüche im Detail und visuelle Symbole der Resilienz werden dabei ebenso sichtbar wie persönliche Eindrücke vom Leben in Berlin.
Kunst, Begegnung und Solidarität
Die Vernissage war zugleich ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Die Ausstellung zeigt, wie Kunst unterschiedliche Erfahrungen miteinander ins Gespräch bringen kann und schafft Raum für ukrainische Perspektiven mitten in Lichtenberg.
Für compango e.V. bedeutet die Ausstellung zugleich eine Rückkehr zu den Wurzeln des Vereins in Lichtenberg. Der Verein engagiert sich in Berlin für Umweltbildung, gesellschaftliche Teilhabe und interkulturellen Austausch. Aktuell baut compango e.V. sein neues Umweltbildungszentrum im Haus der Statistik am Alexanderplatz auf.
Dass die Ausstellung im Rathaus Lichtenberg zu sehen war, hat darüber hinaus eine besondere Bedeutung für die Solidaritätspartnerschaft zwischen Lichtenberg und der ukrainischen Stadt Odesa. Die Partnerschaft verbindet Menschen, Vereine, Institutionen und Initiativen aus beiden Städten und ist Ausdruck der Solidarität Lichtenbergs mit den Menschen in der Ukraine. Gerade deshalb bietet eine Ausstellung wie „Augen auf Europa“ einen wichtigen Anknüpfungspunkt: Sie verbindet die Erfahrungen ukrainischer Frauen mit dem europäischen Alltag in Berlin und schafft zugleich einen Raum für persönlichen Austausch, kulturelle Begegnung und gegenseitiges Verständnis.
Die Ausstellung hat damit nicht nur Bilder gezeigt, sondern Perspektiven eröffnet: auf Berlin, auf Europa und auf das Ankommen in einer neuen Umgebung. Im besonderen Rahmen des Rathauses Lichtenberg wurde zugleich sichtbar, wie kultureller Austausch Menschen miteinander verbinden kann – über persönliche Erfahrungen, über Städte und Grenzen hinweg. So wurde „Augen auf Europa“ auch zu einem Zeichen der Verbundenheit zwischen Lichtenberg und Odesa und zu einem Beitrag für eine lebendige, solidarische Partnerschaft.
Gefördert wurde das Projekt von der Berliner Senatskanzlei und dem Bezirk Lichtenberg.
Werfen Sie im folgenden PDF noch einmal einen Blick auf alle ausgestellten Kunstwerke.