Die geplante trilaterale Jugendbegegnung, für und mit jungen Menschen aus Berlin, Hajnówka und Odesa konnte im August 2025 realisiert werden.
Das Projekt wurde gefördert durch das Deutsch Polnische Jugendwerk und wurde mit dem Kooperationspartner international-youthworks.rocks umgesetzt und war ein voller Erfolg. Die Pressemitteilung von international-youthworks.rocks enthält im Folgenden weitere Details und Eindrücke.
26.08.2025
Berlin-Lichtenberg organisiert erstmalig Internationales Sommercamp für Jugendliche aus Partnerstädten
Erst gestern sind die letzten Teilnehmenden Zuhause angekommen. 38 Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren und 7 Betreuende aus der Ukraine, Polen und Deutschland haben eine Woche an einer internationalen Begegnung in Prebelow teilgenommen, teilte das Projekt International-youthworks.rocks am Dienstag, 26.08.2025 mit. Odesa und Hajnówka sind Partnerstädte von Lichtenberg. Dieses erstmalige Angebot war bereits seit längerem in Planung. Die Partnerschaftsbeauftragte des Bezirkes Lichtenberg zu Berlin, Julia Koehler, knüpfte beim Treffen Internationale Jugendarbeit der IJAB Fachstelle Internationale Jugendarbeit Deutschland e.V. im Januar 2023 die ersten Kontakte.
Das Programm dieses neuen Projektes war vielfältig: Sprachanimationen, verschiedene Workshops z.B. zu den Themen Wasser und Musik, Bogenschießen, sportliche Aktivitäten und Floßbau. Natürlich gab es auch einen Tagesausflug nach Berlin. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegte sich die Gruppe in und durch die Bundeshauptstadt. Bei einem historisch-politischen Stadtrundgang im Regierungsviertel lernten sie viel Neues kennen. Anschließend wurden sie vom Bezirksbürgermeister von Lichtenberg, Martin Schaefer, persönlich im Rathaus empfangen. Er wies darauf hin, dass Lichtenberg eine Solidaritätspartnerschaft mit Odesa pflegt, aus der sich eine Partnerschaft entwickelt, u.a. mit diesem Austausch.
Die ausländischen Teilnehmenden stammten vom Liceum Nr. 1. in Velykyi Dalnyk im Oblast Odesa und dem Powiat Hajnówka in der Woiwodschaft Podlachien in Polen. Sie schlossen während der Begegnung neue Freundschaften, sammelten Erfahrungen im Umgang mit anderen Kulturen und Sprachen. Wesentlich zum Erfolg des Bildungsprojektes beigetragen haben die Betreuenden, die zugleich als Sprachmittelnde tätig waren. Für fünf von ihnen, die sonst als Lehrende arbeiten, war es eine wertvolle neue Erfahrung, da sie noch nie an einem internationalen Projekt teilgenommen hatten, geschweige denn es geleitet hatten. Das Team brachte den Jugendlichen Vertrauen entgegen und unterstützte sie bei ihren neuen Erfahrungen und gruppendynamischen Prozessen. Derartige Austausche lassen die Teilnehmenden und Betreuenden neue Ideen entwickeln, fördern die Offenheit für Neues und stärken das Selbstwertgefühl.
Der Austausch wurde vom DPJW Deutsch-Polnischen Jugendwerk mit dem Förderprogramm TRIYOU gefördert. Das Programm ermöglicht trilaterale Jugendbegegnungen zwischen Deutschland, Polen und der Ukraine. Die Zusammenarbeit mit der Ukraine ist dem DPJW seit seiner Gründung ein wichtiges Anliegen und hat angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine an Bedeutung gewonnen. Seit 2014 werden die Projekte auch aus Mitteln des Auswärtigen Amtes bezuschusst.
Die Begegnung soll ein gegenseitiges Kennenlernen der Jugendlichen ermöglichen und auf gemeinsamen Erfahrungen, Lernen und Handeln beruhen. Elemente der interkulturellen Bildung spielen dabei eine große Rolle, während rein touristische Reisen nicht gefördert werden. Der Begegnungscharakter wurde durch gemeinsames Erleben einer aktionsreichen, vielfältigen Woche verwirklicht. Sämtliche Aktivitäten erlebten die Teilnehmenden in einer gemischten Großgruppe oder als gemischte Kleingruppen. Das Kennenlernen wurde durch Bewegungs- und Vertrauensspiele sowie andere Angebote unterstützt und vorangebracht, für die Kommunikation und Begegnung wichtige Worte und Redewendungen wurden entsprechend den Wünschen der Teilnehmenden mit Hilfe von Sprachanimationsspielen vermittelt. Die gemeinsamen Aktivitäten wirkten sich positiv auf die Gruppe aus. Das Kennenlernen der anderen Kulturen wurde unterstützt durch Aktivitäten, bei denen landestypisches Essen, Sehenswürdigkeiten,
Bräuche, etc. vorgestellt wurden.