Der Hof des Rathauses besaß bei dessen Fertigstellung 1898 ursprünglich drei Durchfahrten, von denen zwei später geschlossen wurden. Dies lag daran, dass sich im Rathaus auch ein Feuerwehrdepot befand. Im Brandfall konnte die Feuerwehr somit schnell in alle Richtungen ausrücken.
Lichtenberg besaß erst ab 1876 eine Freiwillige Feuerwehr. Bis dahin waren die Einwohner verpflichtet, selbst beim Löschen von Bränden zu helfen.
Im Rathaus waren Löschgeräte und ein Mannschaftswagen untergebracht. Diese wurden zu dieser Zeit von Pferden gezogen, die im Brandfall die Pferdebahn stellte. Angestellt war nur ein Branddirektor als Teil der Polizeiverwaltung.
Die Kombination aus dichter Bebauung und rascher industrieller Entwicklung Lichtenbergs führten zur Zunahme feuergefährlicher Anlagen. Mehr und größere Brände waren die Folge. Daher wurde es notwendig die Feuerwehr mit zusätzlichen Löschgeräten auszustatten. Die Räumlichkeiten im Rathaus erwiesen sich bald als zu klein. 1905 zog das Feuerwehrdepot in ein neu errichtetes Gebäude in der Rathausstraße 12 um, in dem auch Platz für eigene Pferdegespanne war. Erst 1922 wurde aus der Freiwilligen Feuerwehr in Lichtenberg im Zuge der Eingliederung in die Berliner Feuerwehr eine Berufsfeuerwehr.
Rathaus Lichtenberg - Hof und Feuerwehr
Hof und Feuerwehr
Bild: Archiv des Feuerwehrmuseums
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