Rathaus Lichtenberg - Gedenktafel für verfolgte Politiker

Gedenktafel für verfolgte Politiker im Rathaus Lichtenberg

Gedenktafel für verfolgte Politiker im Rathaus Lichtenberg

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Die Urteilssprechung im Reichstagsbrandstifterprozess im Reichsgericht zu Leipzig durch den Präsidenten Dr. Bünger. Der Angeklagte van der Lubbe wurde zum Tode verurteilt und die Angeklagten Ernst Torgler, Blagoj Popoff, Wasil Taneff und Georgi Dimitrow wurden freigesprochen. Die Angeklagten Torgler und van der Lubbe während der Urteilsverkündung.

Die Urteilssprechung im Reichstagsbrandstifterprozess im Reichsgericht zu Leipzig durch den Präsidenten Dr. Bünger. Der Angeklagte van der Lubbe wurde zum Tode verurteilt und die Angeklagten Ernst Torgler, Blagoj Popoff, Wasil Taneff und Georgi Dimitrow wurden freigesprochen. Die Angeklagten Torgler und van der Lubbe während der Urteilsverkündung.

Rechts neben dem Eingangsportal zum Ratssaal befindet sich eine Gedenktafel. Sie erinnert an diejenigen Bezirks- und Stadtverordnete Lichtenbergs, die von den Nationalsozialisten ihrer Ämter enthoben und verfolgt wurden. Bereits unmittelbar nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 erlebten kommunistische, sozialdemokratische und jüdische Amtsträger Gewalt und Verfolgung. So wurde beispielsweise der kommunistische Bezirkspolitiker und Reichstagsabgeordnete Ernst Torgler im Reichstagsbrandprozess angeklagt, mangels Beweisen jedoch freigesprochen. Er saß dennoch bis 1936 im Konzentrationslager in „Schutzhaft“.
Nach Kommunalwahlen in Berlin am 12. März 1933 begann eine umfassende Säuberung der kommunalen und bezirklichen Verwaltung. Davon waren auch Mitglieder republikanischer Parteien betroffen, die nicht bereit waren, sich anzupassen. Dazu zählt unter anderem Johannes Fest, Bezirksverordneter und Mitglied des Vorstands der Berliner Zentrums-Partei. Er wurde beurlaubt und mit Berufsverbot belegt, weil er sich weigerte in die NSDAP einzutreten.
Viele der auf der Gedenktafel genannten Personen waren im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv und zahlten dafür oft einen hohen Preis. Die Sozialfürsorgerin Frieda Rosenthal wurde 1936 verhaftet. Sie nahm sich im Gefängnis das Leben, nachdem sie unter Folter den Kontakt zu einem weiteren Widerstandskämpfer zugegeben hatte.

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