Hinter dieser Tür befindet sich das Dienstzimmer des Lichtenberger Bezirksbürgermeisters. Von 1898 bis 1921 führte von hier aus Oskar Ziethen erstmals die Amtsgeschäfte für Lichtenberg. Der gelernte Jurist prägte Lichtenberg wie kein anderer Kommunalpolitiker. Er wurde 1896 zum ersten besoldeten Gemeindevorsteher gewählt. Zuvor übten dieses Amt begüterte Grundherren aus. Ziethen beförderte nicht nur den Rathausbau, der sogar als „Denkmal seiner Amtszeit“ bezeichnet wird, sondern auch den Bau vieler weiterer öffentlicher Einrichtungen. Mit dem rapiden Wachstum musste Lichtenberg größere soziale und hygienische Probleme bewältigen. Dazu brauchte es Schulen, Kläranlagen, Wasser- und Stromversorgung sowie öffentliche Transportmittel.
Ziethen arbeitete eng mit dem Berliner Magistrat und den umliegenden Gemeinden zusammen. Das war notwendig, weil Berlin und seine Vororte immer dichter zusammenwuchsen. 1920 schlossen sie sich zur Gemeinde Groß-Berlin zusammen. Als Ziethen ein Jahr später aus seinem Amt schied, war Lichtenberg ein Berliner Bezirk. Das Lichtenberger Krankenhaus, dessen Bau ebenfalls in Ziethens Amtszeit fiel, trug nach seinem Tod 1932 lange Zeit seinen Namen.
Rathaus Lichtenberg - Bürgermeisterzimmer Oskar Ziethen
Familie Ziethen um 1910
Bild: Museum Lichtenberg, Sammlung Kritzinger
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Quelle:
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Oskar Ziethen Krankenhaus
Bild: Archiv Museum Lichtenberg