Drucksache - DS/0742/VIII  

 
 
Betreff: Handlungsempfehlung aus der Einschulungsuntersuchung entwickeln
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:Fraktion SPDJugendhilfeausschuss
   
Drucksache-Art:Antrag zur BeschlussfassungBeschlussempfehlung
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
17.05.2018 
19. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin überwiesen   
Jugendhilfeausschuss Entscheidung
05.06.2018 
19. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Jugendhilfeausschusses vertagt   
03.07.2018 
20. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Jugendhilfeausschusses vertagt   
04.09.2018 
21. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Jugendhilfeausschusses ohne Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Schule und Sport mitberatend
19.06.2018 
20. Sitzung in der VIII. Wahlperiode des Ausschusses Schule und Sport erledigt   
Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin Entscheidung
18.10.2018 
23. Sitzung in der VIII. Wahlperiode der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag SPD PDF-Dokument
ÄA CDU PDF-Dokument
gänderter Antag SPD PDF-Dokument
Stellungnahme AS Schule und Sport (Fraktion SPD; geänderter Antrag) PDF-Dokument
BE JHA PDF-Dokument

Der Jugendhilfeausschuss empfiehlt der Bezirksverordnetenversammlung die Annahme der Drucksache 0742/VIII:

 

Das Bezirksamt wird ersucht aus den jährlichen Einschulungsuntersuchungen Handlungsempfehlungen für den Bezirk abzuleiten. Hierbei soll das Bezirksamt Folgendes in Betracht ziehen:

 

  1. Evaluation des Mitteleinsatzes in der Familienförderung und der Schulsozialarbeit. Dabei ist zu erörtern, ob neue lokale und inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden sollten.
  2. Verstärkte Zusammenarbeit von Kitas und Familienzentren mit außerschulischen Bildungsangeboten zur gezielten Förderung von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf.
  3. Verstärkte Elternaktivierung, Stärkung von Familienbildung sowie gezielte Bildungsangebote für Eltern und Kinder. Hier sind die Familienzentren und Stadtteilkoordinationen mit einzubeziehen.
  4. Bessere Bekanntmachung der Familienförderung des Bezirkes.
  5. Richtlinien zur Gestaltung des letzten Kita-Jahres.
  6. Gezielte Unterstützung von Kitas und anderen Einrichtungen zur Beantragung und Beteiligung an Projekten der Bundesregierung zur Gesundheitsförderung und             -prävention von Kindern.

 

Das Bezirksamt wird zudem ersucht die Einschulungsuntersuchungen der Bezirke durch den Berliner Senat ins Verhältnis zu setzen und zusätzliche Unterstützung der Landesebene für konkrete Maßnahmen in sozial belasteten Gebieten zu erreichen. Hierbei soll wie in den Bezirken Reinickendorf, Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick, Neukölln und Spandau eine Vereinbarung zur weiteren Ansiedlung von Arztsitzen für Kinderärzte erreicht werden.

Für die Erarbeitung der Handlungsempfehlung sind Vertreterinnen und Vertreter aus Kitas, der Familienförderung, aus dem Jugendamt, dem Kindergesundheitsdienst und dem QPK mit einzubeziehen. Zukünftig sollen die Handlungsempfehlungen fester Bestandteil des Einschulungsberichtes sein und stetig fortgeschrieben werden.

 

Begründung:

Der aktuelle Einschulungsbericht stellt eine gute Analyse zur Kindergesundheit und zum Entwicklungsstatus von Kindern zur Einschulung dar. Hierbei ist deutlich, dass es einen starken Zusammenhang zwischen Bildungsherkunft bzw. Sozialstatus der Eltern und der Gesundheit bzw. dem Entwicklungsstatus der Kinder gibt. Je besser die Bildung und der Sozialstatus im Elternhaus, desto weniger Auffälligkeiten weisen Kinder auf. Oder anders gesagt, die Bildungschance von Kindern hängt in hohem Maße von ihrer Herkunft ab und weniger von ihren Fähigkeiten. Das kann durch einen Kitabesuch zwar abgemildert werden (wie die Untersuchung ebenfalls analysiert), aber allein das sorgt noch nicht für faire Bildungschancen.

 

Diese Ergebnisse sind seit Jahren bekannt und werden immer wieder im Zuge der Einschulungsuntersuchung und dem Kindergesundheitsbericht analysiert. Eine Analyse ist zwar richtig, aber das Bezirksamt muss aus den Ergebnissen Rückschlüsse für politisches Handeln ableiten. Das ist bisher nicht erfolgt.

 

Abstimmungsergebnis: 11 / 0 / 3

 

 
 

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